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UCS 2.2: Noch einfachere Administration und Auftakt zur Desktop-Virtualisierung

Bremen, 31. März 2009. Die Univention GmbH hat mit dem neuen Release der standardisierten Linux-Infrastrukturlösung UCS 2.2 ihr Kernprodukt in zahlreichen Punkten erneuert und erweitert. Dass Univention schrittweise JavaScript/AJAX-Techniken in die web-basierenden UCS-Management-Tools integriert, zeigt Wirkung. Diese bieten nun eine besser strukturierte Benutzerführung und individuell vorkonfigurierbare Suchfunktionen. Eine dynamische Karteireiterdarstellung macht die Verwaltungswerkzeuge übersichtlicher, weil sich die Ansichten auf häufig benötigte Informationen konzentrieren lassen. Dadurch können verschiedene Arbeitsabläufe, beispielsweise die Navigation in Suchergebnissen,
schneller erledigt werden.

Weniger Arbeitsaufwand für Administratoren

Auch ist ein neues grafisches Modul für eine bequemere Einrichtung des UCS Active
Directory Connectors implementiert. Damit ist es leichter, die zentralen Variablen dieser Verbindungskomponente zwischen den Verzeichnisdiensten MS Active Directory und OpenLDAP zu konfigurieren.
Ab Version 2.2 verfügt UCS über einen neuen Aktualisierungs-Mechanismus: UCS-Releases
lassen sich automatisch als Online-Updates einspielen. Der direkte Zugriff und das Einspielen der Univention Softwarepakete erfolgt über eine zusätzliche grafische Komponente im Administrationssystem oder über die Kommandozeilenschnittstelle. Auch der Univention Installer ist erweitert. Erstmals bietet er beispielsweise einen Expertenmodus zur Partitionierung, mit dem sich Software-RAID-Systeme aufsetzen lassen. Außerdem bringen das Managementsystem und der UCS-Installer angepasste und verbesserte englische Übersetzungen mit. Die Sprachauswahl ist bereits bei der Anmeldung möglich.

Erste Komponenten für die Desktop-Virtualisierung

Ein Schwerpunkt in der Weiterentwicklung von UCS ist die Desktop-Virtualisierung. In UCS 2.2 ist der Linux-Kernel auf die Versionen 2.6.18 und 2.6.26 aktualisiert. Beide Varianten unterstützen die Virtualisierungstechnik XEN. Virtualisierung per XEN lastet Hardware-Ressourcen besser aus und reduziert deutlich den Administrationsaufwand. Außerdem bringt die Aktualisierung von XEN eine verbesserte Unterstützung von Windows-Instanzen, wodurch sich mehr virtualisierte Windows-Umgebungen einrichten lassen. Organisationen können damit den Desktop-Arbeitsplätzen ihrer Mitarbeiter virtualisierte Anwendungen zur Verfügung stellen. So erhalten Anwender ihre bekannten Programme sowie, über Regeln steuerbar, Zugriff auf ein viel breiteres Spektrum an Windows- oder Linux-Applikationen. „Damit legen wir die Grundlagen für den Aufbau einer zeitgemäßen IT-Infrastruktur mit
virtualisierten Desktop-Arbeitsplätzen“, erklärt Peter H. Ganten, Geschäftsführer von Univention. „Eine solche IT-Umgebung vereint die Vorteile von Terminalservern und lokalen Desktops: Sie bietet einerseits die Möglichkeit zur zentralen Administration von Applikationen und Benutzern, während andererseits die Anwender ihre individuellen Desktops beibehalten können.“

Aktuelle Open-Source-Applikationen verbessern die Windows-Kompatibilität

Die UCS-Version 2.2 enthält zudem zahlreiche Aktualisierungen von Desktop-Applikationen: OpenOffice.org 3.0, KDE 3.5.10, Firefox 3.0.6 und Flash 9.0 (r159). Der E-Mail-Client Kontact ist in der aktuellsten, stabilen Enterprise-Version des Kolab-Konsortiums verfügbar. Sie bietet eine bessere Kompatibilität zu Outlook, was den Umgang mit Anhängen und Terminen betrifft. Außerdem sind in diese Kontact-Version Erweiterungen für die Kommunikation über verschlüsselte E-Mails integriert.
Mit dem Update von Samba 3.0.30 auf die Version 3.2.8 ist diese für die Kompatibilität von UCS zu Microsoft Windows wichtige Softwarekomponente auf eine aktuelle und stabile Version erneuert. Das wirkt sich insbesondere positiv auf das Zusammenspiel mit Windows-2008-Servern aus.

Auch die Groupware-Lösung UGS profitiert von den Neuerungen

Der auf UCS basierende Univention Groupware Server (UGS) kommt ebenfalls auf einen
neuen Release-Stand. Anwender der Groupware-Lösung Kolab 2 für UGS 2.2 können Benutzer, Gruppen und Mailing-Listen aus dem Verzeichnisdienst OpenLDAP mit einem
globalen Adressbuch synchronisieren, auf das auch MS Outlook zugreifen kann. Dadurch
entfällt in vielen Fällen die Notwendigkeit eines speziellen Adressbuch-Plugins für Microsoft Outlook. Außerdem sind der Webclient dieser Groupware-Lösung auf die Version Horde Webmailer 1.1.1 aktualisiert und die Horde-SyncML-Implementierung so verbessert, dass der Datenabgleich zwischen mobilen Endgeräten und dem Groupware-Server schneller vonstatten geht. Der Groupware-Client Kontact ist in der aktuellen, stabilen Enterprise-Version (3.5.10) des Kolab-Konsortiums verfügbar, die ebenfalls verbesserte Kompatibilität zu Outlook bietet.

Weiterführende Informationen und Downloads:
Die Neuerungen von UCS 2.2 im Überblick:
http://www.univention.de/ucs_highlights_2x.html
Screenshots zu UCS 2.2: http://www.univention.de/ucs_screenshots.html
Download von UCS 2.2: http://download.univention.de/download/ucs-cds/ucs2.2-0/

Posted by on 31. März 2009. Filed under Allgemein,New Media & Software. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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