Maßgeschneiderte Anwendungen entstehen selten in einem linearen Ablauf. In der Praxis beginnt individuelle Software häufig mit der Klärung von Zielen, Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten. Dazu zählen unter anderem die Abgrenzung des Funktionsumfangs, die Priorisierung fachlicher Anforderungen sowie die Definition von Erfolgskriterien, an denen sich Umsetzung und Abnahme orientieren.
Auf dieser Grundlage werden Anforderungen strukturiert dokumentiert und in umsetzbare Arbeitspakete überführt. In der individuellen Softwareentwicklung ist dabei entscheidend, dass Fachseite und Umsetzungsteam ein gemeinsames Verständnis über Prozesse, Datenflüsse und Schnittstellen herstellen. Je nach Projekt werden Prototypen eingesetzt, um frühes Feedback zu ermöglichen, oder es wird eine Zielarchitektur festgelegt, die Skalierung, Wartbarkeit und Sicherheitsaspekte berücksichtigt.
In der Umsetzungsphase werden Funktionen iterativ entwickelt, geprüft und in Testumgebungen bereitgestellt. Automatisierte und manuelle Tests, Code-Reviews sowie nachvollziehbare Versionsstände unterstützen dabei, Fehler frühzeitig zu erkennen und Änderungen kontrolliert einzuspielen. Parallel werden Betriebsanforderungen konkretisiert, etwa zu Monitoring, Berechtigungen, Backup-Strategien oder Performance-Zielen.
Vor dem Go-live stehen typischerweise Abnahmetests, die Migration bestehender Daten und die Vorbereitung des Produktivbetriebs. Dazu gehören Rollout-Plan, Rückfalloptionen und die Abstimmung von Wartungsfenstern. Nach der Inbetriebnahme folgt eine Phase der Stabilisierung, in der Rückmeldungen ausgewertet, Prioritäten angepasst und eine saubere Übergabe in den Regelbetrieb sichergestellt werden.
Für die organisatorische und technische Begleitung solcher Vorhaben steht Phillip Gruber von Techcompass e. U. als Ansprechpartner zur Verfügung.