Transparenz für Industrieunternehmen: Deep-Tech-Start-up ioncentric macht den tatsächlichen Zustand von Batterien sichtbar

Transparenz für Industrieunternehmen: Deep-Tech-Start-up ioncentric macht den tatsächlichen Zustand von Batterien sichtbar

Die Technologie adressiert ein wachsendes Problem: Ab 2027 verpflichtet die EU-Batterieverordnung zur Einführung digitaler Produktpässe, die neben Herkunft und Materialdaten auch dynamische Informationen zur Nutzung und zum Zustand enthalten müssen. In der Praxis fehlen diese Daten bislang häufig: Die Systeme sind fragmentiert, Zustandsanalysen erfolgen verzögert und nicht kontinuierlich.

ioncentric nutzt eine miniaturisierte Form der elektrochemischen Impedanzspektroskopie (EIS), die sich direkt in industrielle Anwendungen integrieren lässt. „Die Technologie erfasst präzise Zustandsdaten von Batterien und anderen elektrischen Systemen in Echtzeit und erkennt Veränderungen deutlich früher als herkömmliche Verfahren. Ergänzt wird dies durch eine Cloudplattform, die diese dynamischen Daten mit statischen Produktinformationen zusammenführt und für den digitalen Produktpass und prädiktive Analytik aufbereitet“, sagt Prof. Dr. Salvatore Sternkopf.

Mit der Lösung von ioncentric können Industrieunternehmen ihre Wartungsprozesse vorausschauender gestalten, Ausfälle reduzieren und Lebenszyklen besser bewerten. Gleichzeitig entsteht eine belastbare Datenbasis für regulatorische Anforderungen sowie für Ansätze der Kreislaufwirtschaft.

Das 2025 gegründete Unternehmen mit Wurzeln in der angewandten Forschung adressiert einen zentralen Engpass der industriellen Transformation: die fehlende Transparenz über den realen Zustand komplexer Energiesysteme. Mit Blick auf die zunehmende Regulierung und Elektrifizierung eröffnet sich ein breites Anwendungspotenzial – von der Elektromobilität über stationäre Energiespeicher bis hin zu industriellen Anlagen. Die nächsten Schritte sind bereits geplant: „Wir starten demnächst unsere nächste Finanzierungsrunde und freuen uns auf interessierte Deep-Tech-Investoren, die mit uns gemeinsam wachsen wollen“, so Prof. Dr. Salvatore Sternkopf.