Eigener Serverraum oder Raum-in-Raum-System – welche Lösung ist die bessere Wahl?

Die sichere Unterbringung geschäftskritischer IT-Systeme gehört zu den zentralen Herausforderungen moderner Unternehmen. Dabei stellt sich regelmäßig die Frage, ob ein klassischer, baulich errichteter Serverraum oder ein Raum-in-Raum-System für Server die geeignetere Lösung darstellt. Beide Ansätze verfolgen dasselbe Ziel – den Schutz sensibler Daten und Hardware vor physischen Gefahren -, unterscheiden sich jedoch erheblich in Planung, Umsetzung und Betrieb.

Konventionelle Serverräume werden als fester Bestandteil eines Gebäudes errichtet. Sie erforderb umfangreiche bauliche Maßnahmen, darunter Brandschutzwände, spezielle Decken- und Bodenkonstruktionen sowie die Integration von Klimatisierung, Löschanlagen und Zutrittskontrolle. Die Planungs- und Bauphase erstreckt sich häufig über mehrere Monate. Nachträgliche Änderungen an Größe oder Schutzklasse sind mit erheblichem Aufwand verbunden.

IT-Sicherheitszellen verfolgen einen anderen Ansatz. Diese eigenständigen, in sich geschlossenen Einheiten werden innerhalb bestehender Gebäude aufgestellt und bieten definierten Schutz vor Brand, Löschwasser, Rauchgasen, Staub, elektromagnetischen Störungen sowie unbefugtem Zutritt. Da sämtliche Schutzfunktionen in die Zelle selbst integriert sind, entfallen aufwendige bauliche Eingriffe in die Gebäudesubstanz. Die Inbetriebnahme erfolgt deutlich schneller, da die Systeme vorkonfiguriert geliefert werden können.

Aus wirtschaftlicher Sicht bietet das modulare Konzept Vorteile bei der Skalierbarkeit. Unternehmen, deren IT-Anforderungen wachsen, können zusätzliche Module ergänzen oder bestehende Zellen an einen neuen Standort versetzen. Beim klassischen Serverraum ist eine solche Flexibilität baulich kaum realisierbar.

Hinsichtlich der Normkonformität erfüllen beide Varianten die gängigen Anforderungen, etwa nach EN 1047-2, EN 50600 oder ISO/IEC 27001. Entscheidend ist, dass die gewählte Lösung auf die individuellen Schutzziele des Unternehmens abgestimmt wird – unabhängig vom Konzept.

Die Wahl zwischen Serverraum und Raum-in-Raum-System hängt letztlich von Faktoren wie Gebäudesituation, Budget, Zeitrahmen und langfristiger IT-Strategie ab. Unternehmen, die eine schnelle Umsetzung bei gleichzeitig hohem Schutzniveau benötigen, profitieren häufig von der modularen Variante. Wer hingegen einen Neubau plant und langfristig an einem Standort investiert, kann mit einem dedizierten Serverraum ebenfalls eine solide Grundlage schaffen.

Brodinger IT-Sicherheitstechnik e.U. mit Sitz in Ampflwang, Österreich, ist Hersteller normgerechter Serverraum-, Rechenzentrum- und Serverschranksysteme und bietet Lösungen für beide Konzepte – von der Sicherheitszelle bis zum schlüsselfertigen Rechenzentrum.