„Die Industrie steht aktuell vor verschiedenen strategischen Herausforderungen: Bedarfseinbrüche, Überbestände und Supply-Chain-Disruptionen – etwa durch sinkende Verfügbarkeiten bei steigenden Preisen – verdeutlichen das“, weiß Alexander Springer, CEO der Soley GmbH. „Das Kernproblem liegt darin, dass Transparenz fehlt. Überbestände zeigen sich erst Monate später, Auswirkungen auf Margen bleiben unklar. Welche Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll wären, können Teams nicht einfach beantworten – und vor allem nicht schnell. Dabei sind die Daten vorhanden.“
Der Product-Mining-Ansatz setzt hier an, indem die gesamte Wertschöpfungskette und damit Lieferanten, Komponenten, Produkte bis hin zu den Kunden End-to-End analysiert werden. Dadurch entsteht ein klarer Blick auf bislang verborgene Abhängigkeiten und kritische Pfade. Was komplex klingt, lässt sich in Soley einfach abbilden. Dafür wird aus vorhandenen ERP-Daten ein ganzheitlicher Decision Twin – auch bekannt als Digitaler Zwilling – erstellt. Proprietäre KI-Algorithmen helfen dabei, Abhängigkeiten schnell aufzudecken und konkrete, wirtschaftlich bewertete Handlungsempfehlungen zu geben.
Damit verbunden ist ein Viergespann an Vorteilen. Durch die Identifizierung von Schlüsselkomponenten lässt sich die Resilienz proaktiv stärken. Der Aufbau von Second Sources oder die Konsolidierung von Lieferanten – wo wirtschaftlich sinnvoll – und somit die Absicherung des Kerngeschäfts ist auf diese Weise einfach umsetzbar. Daneben lassen sich Bedarfseinbrüche simulieren. Bedarfsrisiken sind frühzeitig absehbar und das Unternehmen kann auf diese reagieren. Auch das Überbestands-Management wird intelligenter. Ladenhüter und Überhangsbestände lassen sich gezielt reduzieren. „Was wäre wenn?“ Auch hierauf gibt Soley Antworten im Rahmen der Simulation von Supply-Chain-Disruptionen. Lieferantenausfälle und Preiserhöhungen lassen sich einstellen, um kritische Expositionsrisiken aufzudecken. Margenverluste können Verantwortliche somit gezielter abwenden.
Der eigentliche Mehrwert liegt jedoch nicht in den Kennzahlen. In persönlichen Gesprächen mit dem C-Level kristallisiert sich ein anderer Schmerzpunkt deutlich heraus: Es ist klar, dass Maßnahmen notwendig sind. Es fehlt jedoch der Überblick, welche Maßnahmen das konkret sein sollten. Daten sind zwar vorhanden, doch Teams können daraus meist keine sinnvoll priorisierten Maßnahmen ableiten. Daher wird die Übersetzung der Komplexität in wirtschaftlich bewertete Handlungsempfehlungen meist als eigentlicher USP von Soley angeführt.
Dass die Lösung hält, was sie verspricht, zeigt sich in der Zusammenarbeit mit der Franz Binder GmbH & Co. KG. Der Spezialist für Rundsteckverbinder hat schon länger die Product-Mining-Lösung von Soley im Einsatz. Die Erweiterung für das Supply Chain Management ist seit einigen Monaten in Betrieb und hat deutlich zur Handlungsfähigkeit beigetragen. Durch die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen konnte ein signifikanter EBIT-Effekt erzielt werden. Außerdem ließ sich der Rohmaterialbestand erheblich reduzieren – um 2,8 Mio. Euro bei vollem Servicelevel. Durch die KI-gestützten Impulse konnte das Working Capital um 22 Prozent reduziert werden. Die Identifikation von 300 Schlüsselkomponenten, die für nahezu 100 Prozent des Gesamtumsatzes entscheidend waren, half, diese im nächsten Schritt auch gezielt abzusichern.
„Supply Chain Management und Product Mining ist für binder kein klassisches IT-Projekt, sondern ein echtes strategisches Steuerungsinstrument. Was mich besonders überzeugt: Die Kombination aus Impact-Simulationen und intelligentem Bestandsmanagement gibt uns genau die Handlungsfähigkeit, die wir in einer zunehmend komplexen Supply-Chain-Welt brauchen“, erklärt Len Binder, Geschäftsführer binder.
„Unser Wunsch, Unternehmen ein Werkzeug an die Hand zu geben, um nicht mehr nur Krisenmanagement zu betreiben, ist aufgegangen. Dank der gewonnenen Transparenz bezüglich der Supply Chain kann die Industrie proaktiv handeln und die Wertschöpfungskette optimieren. Damit erzielen sie einen klaren Wettbewerbsvorteil, sparen Kosten und generieren Cash und sind letztlich deutlich resilienter aufgestellt“, resümiert Alexander Springer.
