Effektive Cybersicherheit: 70 Prozent der Beschäftigten vertrauen ihrer IT-Abteilung

Effektive Cybersicherheit: 70 Prozent der Beschäftigten vertrauen ihrer IT-Abteilung

Eine leistungsfähige IT-Abteilung bildet die Grundlage für eine wirksame Cyberabwehr. Sieben von zehn Angestellten sehen ihre IT-Abteilung bei der IT-Security gut aufgestellt. Das zeigt die repräsentative Studie „Cybersicherheit in Zahlen“ von G DATA CyberDefense, Statista und brand eins. Auffällig ist: Die Einschätzung der IT-Sicherheit fällt je nach Fachbereich unterschiedlich aus.

Eine umfassende IT-Sicherheitsstrategie erfordert Budget, spezialisiertes Know-how und Personal. Fast zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland sind der Ansicht, dass ihre IT-Abteilung den aktuellen Anforderungen an eine effektive IT-Sicherheit gewachsen ist. Das zeigt die Studie „Cybersicherheit in Zahlen“, die das IT-Security-Unternehmen G DATA CyberDefense gemeinsam mit Statista und brand eins erhoben hat. Jedoch ist auch ein Viertel (23 Prozent) der deutschen Arbeitnehmenden der Ansicht, dass ihr Unternehmen nur teilweise gut abgesichert ist und Schwachstellen aufweist. Nur sieben Prozent nennen Sicherheitslücken und unzureichende Cybersicherheit als hohes Risiko. Die Ergebnisse offenbaren ein insgesamt hohes Vertrauen in die IT-Abteilungen deutscher Unternehmen. In der Realität müssen IT-Abteilungen mit begrenzten Ressourcen immer komplexere Sicherheitsanforderungen zusätzlich zu ihren klassischen Aufgaben bewältigen. Eine starke IT allein reicht dafür nicht aus. Zusätzlich besteht das Risiko, dass Cybersicherheit als alleinige Aufgabe der IT gesehen und nicht als unternehmensweite Aufgabe verstanden wird.

„70 Prozent der Beschäftigten vertrauen ihrer IT-Abteilung – ein starkes Signal, doch mit NIS-2 wird das Thema endgültig zur Chefsache“, sagt Andreas Lüning, Mitgründer und Vorstand bei G DATA CyberDefense AG. „Wirksamer Schutz entsteht erst, wenn Geschäftsführung und Fachabteilungen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Unternehmen sollten diese Dynamik jetzt nutzen, um ihre Strategie an die neuen regulatorischen Anforderungen anzupassen.“

Die Sicht auf Cybersicherheit hängt von der Rolle im Unternehmen ab

Auffällig ist, dass die Bewertung der IT-Abteilung im Unternehmen je nach Fachbereich unterschiedlich ist. Besonders groß ist das Vertrauen durch die Geschäftsführung und Rechtsabteilung mit 82 Prozent. Die Geschäftsführung sieht aber auch mit acht Prozent das größte Defizit aller Abteilungen bei der Umsetzung von effektiver IT-Sicherheit. Das passt zur wachsenden Verantwortung der Unternehmensleitung durch regulatorische Vorgaben wie NIS-2.

Die Bewertung im Personalwesen fällt deutlich kritischer aus (70 Prozent). Ein Grund: HR-Abteilungen sind regelmäßig mit Phishing-Nachrichten, gefälschten Bewerbungen oder Social-Engineering-Angriffen konfrontiert. Die IT und EDV bewerten die Situation selbst insgesamt positiv (81 Prozent). Für Unternehmen ist das eine gute Ausgangslage. Um mit der angespannten Bedrohungslage Schritt zu halten, sollten sie jedoch ihre IT-Sicherheitsstrategie regelmäßig überprüfen. Denn IT-Sicherheit ist kein abgeschlossener Prozess: Neue Technologien, Angriffsmethoden und regulatorische Anforderungen erfordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Schutzmaßnahmen.

Cybersicherheit in Zahlen zum Download

„Cybersicherheit in Zahlen“ erschien bereits zum fünften Mal und zeichnet sich durch eine hohe Informationsdichte und besondere methodische Tiefe aus: Mehr als 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland wurden im Rahmen einer repräsentativen Online-Studie zur Cybersicherheit im beruflichen und privaten Kontext befragt. Die Fachleute von Statista haben die Befragung eng begleitet und können dank einer Stichprobengröße, die weit über dem branchenüblichen Standard liegt, belastbare und valide Marktforschungsergebnisse im Magazin „Cybersicherheit in Zahlen“ präsentieren. Darüber hinaus haben die Marktforscher Zahlen, Daten und Fakten aus mehr als 300 Statistiken zu einem umfassenden Nachschlagewerk der IT-Sicherheit zusammengeführt.

Hier finden Sie „Cybersicherheit in Zahlen“ zum Download.