Wenn fehlende Trays die Pharmaproduktion ausbremsen

Wenn fehlende Trays die Pharmaproduktion ausbremsen

In Pharmaunternehmen bewegen sich nicht nur Rohstoffe, Zwischenprodukte und Fertigwaren zwischen Lager-, Produktions- und Verpackungsbereichen. Auch Trays, Kunststoffbehälter und weitere Mehrwegbehälter zirkulieren permanent. Sie stellen Material bereit, begleiten interne Warenbewegungen oder werden zwischen einzelnen Prozessschritten weitergegeben.

Problematisch wird es, wenn der rechnerische Bestand ausreichend erscheint, die benötigten Trays aber am falschen Ort stehen, noch in einem anderen Bereich gebunden sind oder ihre Rückführung nicht dokumentiert wurde. Dann fehlt nicht unbedingt Bestand – sondern Verfügbarkeit.

2.000 Trays im Bestand und trotzdem fehlen 100

Genau hier liegt die Schwäche einer reinen Bestandsbetrachtung. Für die Produktionsversorgung ist nicht nur entscheidend, wie viele Trays das Unternehmen besitzt. Entscheidend ist, wie viele davon jetzt tatsächlich verfügbar sind.

Mit der COSYS Behältermanagement Software werden Bewegungen von Trays und anderen Ladungsträgern direkt im Prozess digital gebucht. Ein- und Auslagerungen, Umlagerungen sowie Übergaben können mobil erfasst werden. Je nach Behälterstruktur erfolgt die Identifikation nach Typ oder individueller Seriennummer.

Damit lässt sich nachvollziehen, welche Bestände sich beispielsweise im Lager, an Produktionslinien, in anderen Unternehmensbereichen oder noch im Umlauf befinden. Mehrere Standorte beziehungsweise Mandanten sowie Transits und Umlagerungen können ebenfalls abgebildet werden.

Wenn der Tray-Kreislauf langsamer wird als die Produktion

Besonders kritisch sind schleichende Veränderungen. Trays verschwinden nicht zwingend vollständig aus dem Kreislauf. Vielleicht verbleiben sie lediglich zunehmend länger in einem Prozessschritt.

Aus einer durchschnittlichen Umlaufzeit von zwei Tagen werden drei, anschließend vier. Der Gesamtbestand bleibt zunächst identisch – die effektiv verfügbare Menge sinkt trotzdem.

Genau deshalb sollte Behältermanagement nicht bei einer digitalen Bestandsliste enden. COSYS Business Intelligence wertet unter anderem Bestandsänderungen, Umschlagshäufigkeiten, Lager-Endbestände, überfällige Lademittel und Behälterverläufe aus.

Process Mining kann zusätzlich untersuchen, wie die Behälterbewegungen tatsächlich ablaufen. So werden beispielsweise unnötige Prozessschleifen oder Bereiche sichtbar, in denen Trays regelmäßig länger gebunden bleiben als vorgesehen.

Forecasting erkennt den Engpass, bevor das Regal leer ist

Für Pharmaunternehmen wird es besonders interessant, wenn historische Bewegungsdaten mit dem zukünftigen Bedarf verbunden werden.

COSYS Forecasting kann Bestandsentwicklungen, Entnahmemuster und historische Bewegungen analysieren und daraus Bedarfsprognosen ableiten. Steigt beispielsweise die Produktionsauslastung, lässt sich frühzeitig abschätzen, ob die vorhandene Anzahl an Trays für das erwartete Volumen ausreicht.

Damit verändert sich die Fragestellung von „Wie viele Trays fehlen uns?“ zu „Wann entsteht voraussichtlich eine Unterdeckung?“

Das kann unnötige Sicherheitsbestände reduzieren und gleichzeitig verhindern, dass erst reagiert wird, wenn ein Produktionsbereich bereits auf Behälternachschub wartet.

Beschädigte Trays sind Bestand – aber nicht zwingend verfügbar

Noch eine Kennzahl kann klassische Bestandslisten verzerren: der Zustand der Behälter.

Ein beschädigtes Tray befindet sich physisch weiterhin im Unternehmen, kann für einen bestimmten Prozess aber ungeeignet sein. COSYS ermöglicht deshalb die Fotodokumentation bei Behälterbuchungen. Ergänzend kann Computer Vision Bilder analysieren, Beschädigungen erkennen und deren Dokumentation unterstützen.

Im COSYS WebDesk lassen sich außerdem Beschädigungsquoten analysieren. Häufen sich Schäden beispielsweise nach bestimmten Prozessschritten oder an einzelnen Standorten, entsteht daraus ein konkreter Ansatzpunkt für die Ursachenanalyse.

PPWR macht effiziente Mehrwegkreisläufe zusätzlich relevant

Seit dem 12. August 2026 gelten wesentliche Vorgaben der europäischen PPWR. Damit rücken Mehrwegtransportverpackungen und funktionierende Wiederverwendungssysteme weiter in den Fokus.

Für Pharmaunternehmen bietet sich deshalb die Gelegenheit, Behälterkreisläufe nicht lediglich regulatorisch zu betrachten, sondern wirtschaftlich zu optimieren: Je transparenter Umläufe, Zustände und tatsächliche Bedarfe sind, desto gezielter können vorhandene Mehrwegbehälter eingesetzt werden.

COSYS verbindet dafür mobile Behältererfassung mit zentralem WebDesk, Business Intelligence, Process Mining, Forecasting und KI-Funktionen. MDE-Hardware, Schnittstellen und Services ergänzen die modulare Lösung.

Testen Sie die Prozesse selbst: Die kostenlose COSYS Lademittelverwaltung Demo-App für Android und iOS ermöglicht Buchungen, Bestandsabfragen und erste Funktionen der digitalen Behälterverwaltung direkt auf Smartphone oder Scanner.

Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf (bei Hildesheim) besteht seit knapp 40 Jahren und ist eines der führenden Systemhäuser im Bereich mobiler Datenerfassungslösungen für Android und Windows. Ein mittelständisches Unternehmen, das seit 1982 die Entwicklung von Identifikationssystemen vorantreibt und heute branchenspezifische Komplettlösungen für nahezu alle gängigen Geschäftsprozesse anbietet. Vom Prozessdesign und der Konzepterstellung, über die Implementierung der Hard- und Software bis hin zum Projektmanagement und maßgeschneiderten Wartungsverträgen, decken wir das komplette Leistungsspektrum der Systementwicklung, Integration und Betreuung ab. Des Weiteren bietet COSYS einen Reparaturservice, WLAN-Funkvermessung, sowie Lösungen für die Bauteil-Rückverfolgung mittels DPM-Codes.