EUDI-Wallet-Adapter und eNoVA-Gesetz im Fokus

EUDI-Wallet-Adapter und eNoVA-Gesetz im Fokus

Mehr als 30.000 Besucher:innen, 1.400 Live-Sessions, 900 Speaker und 650 Aussteller: Mit einem neuen Besucherrekord demonstriert die diesjährige Ausgabe der Smart Country Convention das steigende Interesse und die Wichtigkeit der Digitalisierung von Staat und Verwaltung. Governikus war erneut mit einem eigenen Stand im hub27 sowie als Mitaussteller im Wallet-Forum vertreten. Im Mittelpunkt der Präsenz standen Lösungen für die Wallet-Anbindung, elektronische Signaturen und Siegel, Validierung sowie sichere Kommunikationsinfrastrukturen mit OSCI, Post-Quanten-Kryptografie, NOOTS-Anbindungen und EU eDelivery.

Wallet-ready in den Jahresendspurt

Die 2027 kommende EUDI-Wallet war eines der Fokusthemen sowohl der Messe als auch von Governikus. In einer Paneldiskussion sprach Florian Scheld, Director Products, zusammen mit Alexander Handschuh (DStGB), Martin Mohns (BMDS) und Michael Pfleger (FITKO), darüber, wie die EUDI-Wallet in Ländern und Kommunen verankert werden kann. Damit dies gelingt, braucht es eine technische Anbindung an bestehende Systeme und Prozesse. Hier setzt Governikus mit dem Wallet-Adapter an: Als zentrale Integrationskomponente, die über das Produktportfolio des IT-Planungsrats Bund, Ländern und Kommunen zur Verfügung steht, verbindet er EUDI-Wallets mit bestehenden Verwaltungsleistungen. Die interoperable Verbindung wurde bereits erfolgreich mit unterschiedlichen Szenarien getestet. Kunden können den Adapter bereits jetzt im Testbetrieb nutzen. Als Mitaussteller im Wallet-Forum in Halle 25 brachte Governikus seine Expertise ein und stellte gemeinsam mit Materna und dem ITZBund den Wallet-Adapter vor.

„Mit dem Wallet-Adapter erleichtern wir Behörden die Anbindung digitaler Identitäten und Nachweise an bestehende Verwaltungsleistungen. Statt technische Anpassungen an neue Standards in jeder Behörde einzeln umzusetzen, werden diese zentral gebündelt. Gleichzeitig profitieren Bürgerinnen und Bürger von einer nutzerfreundlichen und wiedererkennbaren Gestaltung über verschiedene Online-Dienste hinweg,“ so Florian Scheld.

Neuerungen im elektronischen Austausch zwischen Notariaten und Behörden

Ein weiterer Schwerpunkt war das eNoVA-Gesetz (elektronischer Notar- und Verwaltungsaustausch). Dieses schafft die gesetzlichen Voraussetzungen, um den Vollzug von Immobilienverträgen, gerichtliche Genehmigungsverfahren und steuerliche Anzeigen von Notariaten weiter zu digitalisieren. Die gesetzlichen Verpflichtungen treten schrittweise in Kraft. Ab dem 1. Januar 2027 sind Behörden, kommunale Gebietskörperschaften und Notariate dazu verpflichtet, ausschließlich elektronisch zu kommunizieren.

Governikus bietet Lösungen zum Versand/Empfang sowie Signaturanbringung an, die rechtliche Vorgaben in praxistaugliche technische Verfahren übersetzen und so eine zuverlässige und standardisierte elektronische Kommunikation ermöglichen.

„Wir bieten unterschiedliche Lösungen zur Erfüllung der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen an, die regulatorische Anforderungen und die konkreten Bedürfnisse der öffentlichen Verwaltung zusammenbringen“, führt Peggy Katzer, Business Consultant & Akademie Manager, aus.

Persönlicher Austausch und starke Partnerschaften

Mit einem Stand an zentraler Position im hub27 war Governikus für viele Messebesucher:innen direkt beim Betreten der Halle präsent. Gemeinsam mit den Partnern G+D Netcetera, Governikus ITU und Ceyoniq bot das Unternehmen ein vielseitiges Standprogramm, das viele Interessierte anzog. So nutzten zahlreiche Kunden die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch und interessierte Besucher:innen beteiligten sich an einen fachlichen Austausch.

Nach der erfolgreichen Messepräsenz richtet sich der Blick bereits nach vorn: Governikus freut sich darauf, auch bei der nächsten Smart Country Convention vom 5. bis 7. Oktober 2027 wieder dabei zu sein.