Jeder Warenfluss hat einen zweiten Bestand
Im Großhandel wechseln Produkte laufend zwischen Zentrallager, Filialen, Lieferanten, Transportdienstleistern und Kunden. Häufig werden dabei Europaletten, weitere Flachpaletten, Gitterboxen, Kleinladungsträger, Kisten, Rollcontainer, Gestelle oder Container eingesetzt. Abhängig von den Waren sind darüber hinaus besondere Transporthilfen für empfindliche, sperrige oder hygienisch sensible Güter erforderlich.
Der wirtschaftliche Nutzen dieser Ladungsträger liegt auf der Hand: Stapler und Hubwagen können gebündelte Einheiten schnell bewegen; Gitterboxen nehmen robuste oder lose Artikel auf; geschlossene Mehrwegboxen schützen den Inhalt. Als wiederverwendbare Betriebsmittel verfügen sie jedoch auch über einen eigenen Wert. Fehlen sie im richtigen Moment, verzögern sich möglicherweise Kommissionierung, Verladung und Zustellung.
Was ohne verlässliche Konten passiert
Werden ausgegebene und angenommene Mengen nicht getrennt dokumentiert, können die Angaben von Händler, Kunde und Spedition auseinanderlaufen. Einige Behälter bleiben länger als vereinbart beim Empfänger, während im Lager bereits neue Einheiten beschafft werden. Ebenso können beschädigte Ladungsträger übersehen oder bei einer Reklamation keine belastbaren Übergabenachweise vorgelegt werden.
Bei papierbasierten oder isolierten Tabellenprozessen müssen Beschäftigte Belege suchen, Rückfragen beantworten und Salden manuell angleichen. Hinzu kommt ein Planungsproblem: Ohne aktuelle Informationen lässt sich kaum einschätzen, wann Rückläufe eintreffen oder welche Lademittel langfristig außerhalb des eigenen Betriebs gebunden sind. Auch Überbestände werden so erst spät sichtbar.
Die Übergabe zum verbindlichen Buchungspunkt machen
Eine konsequente Lademittelverwaltung erfasst den tatsächlichen Wechsel unmittelbar. Bei der Auslieferung werden Art und Zahl der übergebenen Ladungsträger vermerkt; die Rückgabe erhält eine eigene Buchung. Geschäftspartner, Ort und Zeitpunkt werden zugeordnet. Für individuell markierte Einheiten eignet sich eine Seriennummern- oder Barcodeverfolgung. Größere Mengen gleichartiger Paletten können dagegen nach Typ und Stückzahl verarbeitet werden.
Eine Kontenführung für die verschiedenen Partner schafft Klarheit darüber, wo noch Stückzahlen ausstehen. Werden mehrere Beteiligte in der Lieferkette berücksichtigt, lässt sich auch der Weg vom Großhändler über einen Frachtführer bis zum Kunden differenzierter darstellen. Ergänzende Fotos und Unterschriften liefern Nachweise bei Schäden oder Mengendifferenzen.
COSYS: Mobile Buchungen und WebDesk
Die COSYS Lademittelverwaltung ermöglicht laut Herstellerangaben Ein- und Ausgänge, Rücknahmen sowie Tauschvorgänge auf Smartphones oder mobilen Erfassungsgeräten. Die Angaben werden an das zentrale Backend übertragen und in digitalen Lademittelkonten berücksichtigt. Beschäftigte können dadurch bereits am Umschlagpunkt den dokumentierten Saldo eines Geschäftspartners prüfen.
Für Verwaltung und Auswertung dient der COSYS WebDesk. Dort sind nach Produktbeschreibung Bewegungsfolgen, Bestandsstände und Konten einsehbar. Filter nach Zeitraum, Standort, Lademittelart oder Partner erleichtern die Recherche. Auch Berichte, Buchungsbestätigungen, Fotos und elektronische Unterschriften können zur Dokumentation beitragen.
Weitere beschriebene Funktionen umfassen Erinnerungen an anstehende oder überfällige Rückgaben, Auswertungen von Bestandsverläufen und eine webbasierte Konteneinsicht für Tauschpartner. Über Schnittstellen ist eine Einbindung in bestehende ERP-, Lager- oder Transportsysteme vorgesehen. COSYS nennt Cloud-Betrieb und lokale Installation als mögliche Betriebsformen.
Aus Zahlen werden Entscheidungen
Eine digitale Übersicht ist erst dann besonders hilfreich, wenn sie zur operativen Steuerung eingesetzt wird. So können hohe Außenbestände gezielt zurückgefordert und auffällige Rücklaufzeiten mit einzelnen Partnern besprochen werden. Analysen zu Umlaufhäufigkeit und Reichweite unterstützen die Entscheidung, vorhandene Behälter umzuschichten, statt vorsorglich neue zu bestellen.
Der Nutzen hängt von der Erfassungsdisziplin ab. Werden Tauschvorgänge ausgelassen oder falschen Konten zugeordnet, liefert auch das beste Dashboard kein verlässliches Bild. Einheitliche Prozesse und regelmäßige Plausibilitätskontrollen gehören deshalb zum digitalen Verfahren dazu.
Fazit
Für Großhändler ist die Kontrolle von Paletten, Gitterboxen und anderen Mehrwegbehältern ein wichtiger Bestandteil der Lieferfähigkeit. Mobile Buchungen und transparente Geschäftspartnerkonten können Verluste und administrativen Aufwand begrenzen. Eine Lösung wie COSYS führt diese Informationen nach Anbieterangaben im WebDesk zusammen und liefert die Datenbasis für gezieltere Rückholungen und eine wirtschaftlichere Nutzung des vorhandenen Lademittelbestands.
Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf bei Hildesheim entwickelt seit 1982 Lösungen zur Digitalisierung und Optimierung von Logistik- und Geschäftsprozessen. Als mittelständischer Spezialist für Auto-ID, mobile Datenerfassung und Intralogistik bietet COSYS heute eine integrierte Plattform für die Digitalisierung von Waren-, Material- und Informationsflüssen. Das Portfolio umfasst unter anderem Lagerverwaltung, Bestandsführung, Lademittel- und Behältermanagement, Transport- und Werkslogistik, Inhouse-Logistik, Paketmanagement, Inventur, Asset Management und Business Intelligence. Mobile Apps, WebDesk sowie Cloud- und On-Premises-Lösungen verbinden operative Prozesse mit zentraler Verwaltung, Analyse und Optimierung. KI, Task Management, Process Mining und eigenes MDM erweitern die Plattform um intelligente Automatisierungs-, Analyse- und Verwaltungsfunktionen. COSYS begleitet Unternehmen von der Prozessanalyse und Konzeption über die Implementierung und Integration bis hin zu Support und langfristiger Betreuung. Ergänzend stehen passende MDE-Hardware, Auto-ID-Technologien, Reparaturservice und WLAN-Funkvermessung zur Verfügung.
