In den Medien ist leider immer wieder von Vorfällen im Bereich der illegalen Großwildjagd zu lesen. Diese Berichte sorgen in der Gesellschaft stets für empörte Diskussionen über die Jagd auf Wildtiere.
Zwar werden in der Bundesrepublik selbstverständlich keine Löwen oder Elefanten gejagt, es lohnt sich jedoch dennoch, die rechtlichen Regelungen zur Jagd in Deutschland einmal genauer zu betrachten. Es ist keinesfalls für jeden Bürger erlaubt, den Wald mit einem Gewehr unsicher zu machen. In einem vorhandenen Jagdschein besteht immer eine essentielle Voraussetzung.
Was bei der Jagd in Deutschland außerdem zu beachten ist, erklärt der folgende Beitrag.
In diesen Bereichen ist die Jagd gestattet
Gebiete, in denen das Jagen erlaubt ist, werden in Deutschland als Jagdbezirke bezeichnet. Die Grundlage für diese Regelungen besteht in dem Bundesjagdgesetz.
Liegt ein Gebiet in dem Besitz einer Privatperson, kann diese jedoch selbst entscheiden, ob das Jagen in diesem erlaubt ist. In der Bundesrepublik wird so eine generelle Unterscheidung zwischen gemeinschaftlichen Jagdbezirken und Eigenjagdbezirken vorgenommen.
Oberste Priorität: Die Sicherheit
Um sicherzustellen, dass es im Zuge der Jagd Aktivitäten zu keinen Verletzungen kommt, gilt es, zu jeder Zeit bestimmte Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten. Insbesondere ist dies bei der Drück- und der Treibjagd zu beachten. Bei diesen Jagd Varianten sind die Jäger in einer Gruppe aktiv und treiben die Tiere aus ihren Unterschlüpfen.
Im Vorfeld muss das jeweilige Gebiet bereits entsprechend gekennzeichnet beziehungsweise abgesperrt werden. Dadurch erfahren Reiter, Fahrradfahrer, Jogger und Spaziergänger von der stattfindenden Jagd und es wird verhindert, dass diese sich versehentlich im Jagdgebiet aufhalten. Eine entsprechende Information erfolgt darüber hinaus auch an die Forstbehörde und die Polizei. Die Jäger müssen bei der Jagd außerdem auffällige Schutzkleidung tragen.
Um die Sicherheit der Jäger selbst zu gewährleisten, ist es außerdem essentiell, dass diese die passende Waffe für sich nutzen. Hilfreiche Informationen dazu finden sich auch auf der Wiederladen Webseite.
Einhaltung der Schonzeiten
Generell ist es in Deutschland ausschließlich zu bestimmten Zeiten gestattet, zu jagen. Die Drückjagd ist beispielsweise nur bei Tageslicht in den Herbst- und Wintermonaten gestattet.
Eine hohe Bedeutung kommt daneben auch dem Schutz des Tierbestandes zu. Die Schonzeiten können abhängig von der jeweiligen Tierart verschieden ausfallen. Bestimmt werden diese stets auf Länderebene.
Im Paragraphen 2 des Bundesjagdgesetzes ist außerdem geregelt, welche Tierarten überhaupt in Deutschland gejagt werden dürfen. Die entsprechende Liste kann durch die Bundesländer angepasst und verändert werden. Dennoch sind in diesem Zusammenhang stets auch internationale Vorgaben und Richtlinien, etwa hinsichtlich des Naturschutzes, einzuhalten.
Eine generelle Unterscheidung besteht zwischen Feder- und Haarwild. Zu dem Haarwild gehören beispielsweise Rotwild, Dachs und Feldhasen, zu dem Federwild dagegen Fasane und Rebhühner.
Wer darf den Jagdschein erwerben?
Amokläufe und Unglücke in der Vergangenheit haben dazu geführt, dass das Thema des Waffenbesitz in der Bundesrepublik kontrovers diskutiert wird. Welche Personen den Jagdschein erwerben dürfen, gibt der Paragraf 17 des Bundesjagdgesetzes vor.
Grundsätzlich muss das Mindestalter von 16 Jahren erreicht sein, um einen Jagdschein zu erhalten. Vorbestraften Personen kann der Erwerb des Jagdscheins jedoch untersagt werden. Ebenfalls ist dies der Fall für Menschen, die durch das Waffengesetz als unzuverlässig eingestuft werden oder deren polizeiliches Führungszeugnis Eintragungen enthält.
Auch Erkrankungen können dafür sorgen, dass das Führen einer Waffe nicht gestattet ist, wie etwa schwerwiegende Beeinträchtigungen des Sehvermögens oder bestimmte Ausprägungen der Schüttellähmung. Ungeeignet für das Führen von Waffen gelten daneben auch Personen, die an einer Drogen- oder Alkoholabhängigkeit oder einer psychischen Erkrankung leiden.