Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, GWW, wurde jetzt zum Preisträger des Deutschen Awards für Nachhaltigkeitsprojekte 2026 für ihr energiealternatives Sonnenhaus-Projekt im Wernigeröder Pappelweg. In diesem Jahr war sie damit das einzige kommunale Wohnungsunternehmen Deutschlands, das von der Jury mit dem Preis geehrt wurde.
Der Deutsche Award für Nachhaltigkeitsprojekte kürt jährlich die besten Nachhaltigkeitsprojekte der deutschen Unternehmenslandschaft. Der Award wird unter der Schirmherrschaft von Brigitte Zypries, Bundeswirtschaftsministerin a. D., vom Deutschen Institut für Service-Qualität in Kooperation mit dem Nachrichtensender ntv und der Deutschen Unternehmer Plattform DUP vergeben. 2026 waren 433 Nachhaltigkeitsprojekte nominiert.
Auf einer Festveranstaltung in Berlin am 17. September 2026 hob die Schirmherrin Brigitte Zypris zur Eröffnung hervor: „Als politisches Leitthema mag Nachhaltigkeit derzeit in den Hintergrund gerückt sein, dennoch zeigen die zahlreichen Nominierungen und Preisträger, wie unverzichtbar sie ist“.
Der Award zeige, dass Nachhaltigkeit für deutsche Unternehmen längst Teil ihrer Strategien und ihres Handelns sei. Zugleich strahle die Auszeichnung Vorbildcharakter aus und solle noch mehr Firmen und Institutionen dazu animieren, Nachhaltigkeit konsequent in ihre Unternehmensphilosophie aufzunehmen.
GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann und GWW-Prokuristin Kristin Grunewald zeigten sich hocherfreut zu den diesjährigen Preisträgern zu gehören und sehen den Preis als weiteren Ansporn.
Christian Zeigermann: „Die Award-Jury hob bei unserem Sonnenhaus-Projekt besonders den Vorbildcharakter hervor, dass der erzeugte Solarstrom unseren Sonnenhaus-Bewohnern kostenfrei zur Verfügung gestellt wird und so nachhaltiger Hausbau mit einem sozialen Konzept verschmilzt.“
„Mit dem Sonnenhaus wollten wir als Stadt-Tochter von Anfang an Vorreiter in Wernigerode sein, aber wir sind es, wie man sieht, sogar auch für Deutschland“, so Zeigermann weiter. „Unser Sonnenhaus ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes und Einzigartiges.
Welcher Vermieter kann schon von sich sagen, dass er seinen Mietern den am Tag erzeugten Strom aus dem PV-Anlagen auf dem Dach schenkt. Wir tun es. Indem wir die 16 einzelnen PV-Anlagen vom Dach jeweils den einzelnen Wohnungen zugeordnet haben. Eine weitere PV-Anlage mit Speicher speist den Allgemeinstrom wie zum Beispiel das Treppenhauslicht. Jeder Mieter kann so über seinen eigenen Wechselrichter entscheiden, ob er zum Beispiel seine Waschmaschine am Tag anstellt und damit zum Sonnen-Nulltarif arbeiten lässt. So bestimmt jeder selbst, wie hoch seine Nebenkosten ausfallen. Die Sonne hilft ihm bis zu 50 Prozent Nebenkosten zu sparen, wenn er mitdenkt. Damit schaffen wir ein ganz neues Energiebewusstsein in der Mieterschaft, das zudem dem Klimaschutz dient.“
Freude zeigte der GWW-Geschäftsführer abschließend auch darüber, dass der Wettbewerb zeige, wie auch die Kommunalen zu Fortschrittstreibern werden könnten. Das sei schon seit Jahren der GWW-Ansatz als Tochter der Stadt Wernigerode. Alternative Energiehäuser seien noch in der Experimentierphase. Christian Zeigermann erlebe, dass die GWW mit dem Sonnenhaus die aktuelle Diskussion in Deutschland mitbestimme.
Zum Projekt GWW-Sonnenhaus
Das erste GWW-Mehrfamilienhaus mit 100 Prozent nachhaltigem Energie-Konzept im Wernigeröder Pappelweg wurde am 3. April 2025 an die Öffentlichkeit übergeben und ist inzwischen fast vollständig vermietet. Aufsehen erregt es durch seine futuristische Architektur, die der maximalen Energieausnutzung der Sonne folgt. Mit dem Sonnenhaus beschreibt die GWW die Zukunft des städtischen Bauens und ist dabei Pionier in Wernigerode und darüber hinaus.
Herzstück des modernen GWW-Mehrfamilienhauses ist seine neuartige Energieversorgung, deren Ausgangspunkt die Sonne ist. Auf dem Dach finden sich nicht nur flächendeckend Photovoltaik- Platten zur Stromerzeugung, sondern auch eine Solarthermie-Anlage zur Speisung der Fußbodenheizung.
Insgesamt kann in den Monaten April bis Oktober allein durch die Sonne eine komplett autarke Gebäudebeheizung erreicht werden. Im Winter hilft bei Minusgraden eine CO2-neutrale Holzpellet-Heizung. Die Dreifachverglasung sorgt dafür, dass Wärme im Gebäude gehalten wird, und ein großer, isolierter Pufferspeicher im Keller speichert überschüssige Wärme bis zu zwei Wochen.
Im Inneren entstanden 15 hochwertige Wohneinheiten mit zwei bis vier Räumen, darunter auch Maisonette-Wohnungen, für unterschiedliche Mieter-Zielgruppen.
GWW in Kürze
Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, Tochter der Stadt Wernigerode, verwaltet in der Harzmetropole über 3.000 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von 176.000 Quadratmetern. Die Wohnungen befinden sich unter anderem in den Wohngebieten Altstadt, Burgbreite, Stadtfeld, Harzblick und im Ortsteil Benzingerode. Etwa 7.500 der ca. 34.000 Wernigeröder wohnen bei der GWW.
Die GWW verwaltet zudem 28 Gewerbeeinheiten, darunter ein Café, das Wernigeröder Kino Volkslichtspiele, der Fürstliche Marstall, das Krummelsche Haus und ein Kreativloft mit Co-Working-Arbeitsplätzen. Zugleich ist sie Bauherr der August-Hermann-Francke-Grundschule in Wernigerode und des 100-Prozent energiealternativen „Sonnenhauses“.
2024 wurde die GWW mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für die Sanierung das Gebäude-Karrees mit Klimagarten rund um den Wernigeröder Walther-Grosse-Ring ausgezeichnet.
Für das „Sonnenhaus“ wurde die GWW 2026 als erster Mehrfamilienhaus-Neubau Sachsen-Anhalts mit der „Grünen Hausnummer Plus“ geehrt.
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Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, Tochter der Stadt Wernigerode, verwaltet in der Harzmetropole über 3.000 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von 176.000 Quadratmetern. Die Wohnungen befinden sich unter anderem in den Wohngebieten Altstadt, Burgbreite, Stadtfeld, Harzblick und im Ortsteil Benzingerode. Etwa 7.500 der ca. 34.000 Wernigeröder wohnen bei der GWW.Â
Die GWW verwaltet zudem 28 Gewerbeeinheiten, darunter ein Café, das Wernigeröder Kino Volkslichtspiele, der Fürstliche Marstall, das Krummelsche Haus und ein Kreativloft mit Co-Working-Arbeitsplätzen. Zugleich ist sie Bauherr der August-Hermann-Francke-Grundschule in Wernigerode und des 100-Prozent energiealternativen „Sonnenhauses“.
2024 wurde die GWW mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für die Sanierung das Gebäude-Karrees mit Klimagarten rund um den Wernigeröder Walther-Grosse-Ring ausgezeichnet.
Für das „Sonnenhaus“ wurde die GWW 2026 als erster Mehrfamilienhaus-Neubau Sachsen-Anhalts mit der „Grünen Hausnummer Plus“ geehrt.
www.gww-wr.de