Forschungssicherheit nach dem Fall CISPA: Validato sieht Lücke bei der Personensicherheit

Forschungssicherheit nach dem Fall CISPA: Validato sieht Lücke bei der Personensicherheit

Die Validato AG, Spezialistin für Background Screening und Human Risk Management im DACH-Raum, begrüßt die Pläne von Union und SPD, Hochschulen und Forschungsinstitute zu mehr Forschungssicherheit zu verpflichten. Zugleich weist das Unternehmen auf eine Lücke hin: Die bisher bekannten Vorschläge regeln Organisation, Listen und Finanzierung. Ein Verfahren, um Personen und Partner mit Zugang zu sensibler Forschung systematisch zu prüfen, ist darin nicht vorgesehen.

Was Union und SPD planen

Laut einem Strategiepapier, über das das Handelsblatt am 8. Oktober 2026 berichtete, schlägt die SPD eine Technologieliste für sensible Forschungsbereiche vor. Die Union fordert Compliance-Systeme, ein jährliches Lagebild der Sicherheitsdienste, restriktivere Visaregeln und die Kopplung von Bundesmitteln an den Schutz sensiblen Wissens. Die Wissenschaftsorganisationen sollen bis Jahresende verbindliche Regeln für Kooperationen mit Staaten außerhalb der EU vorlegen, andernfalls will der Bund eigene Vorgaben machen. Beschlossen sind die Maßnahmen noch nicht.

Die Lücke: Wer ist der Partner?

Auslöser der Debatte sind Kooperationen des CISPA mit Forschenden, die laut Handelsblatt Verbindungen zu militärnahen chinesischen Universitäten haben. Ein Abfluss sicherheitsrelevanten Wissens ist nicht belegt, eine externe Sonderprüfung wurde beauftragt. Abgeordnete von SPD und CDU fordern seither, Verbindungen von Partnern zu Militär, Nachrichtendiensten und staatlichen Stellen früh zu erkennen. Wie Hochschulen das konkret leisten sollen, bleibt offen. Lebensläufe, Publikationslisten und Kooperationsverträge geben darüber in der Regel keine Auskunft.

„Wissen fließt nicht über Organigramme ab, sondern über Menschen und ihre Netzwerke. Regeln und Förderauflagen sind richtig, aber sie greifen erst, wenn Hochschulen wissen, mit wem sie tatsächlich forschen.“

 — Reto Marti, Managing Partner, Validato

Validato empfiehlt Prüfung auf vier Ebenen

Validato empfiehlt ein risikobasiertes Research Security Screening, das vier Ebenen verbindet:

Person: Identität, Abschlüsse, Werdegang, Sanktions- und Watchlists

Institution: Affiliationen, Nähe zu Militär oder Verteidigungsforschung, Finanzierung von Forschungsaufenthalten

Partner: Due Diligence für Kooperationspartner, Drittmittelgeber und Unternehmen

Projekt: Einstufung der Sensibilität und Prüftiefe je Rolle, Re-Screening bei sensiblen Funktionen

Ohne Generalverdacht und rechtskonform

Maßgeblich ist aus Sicht von Validato nicht die Herkunft einer Person, sondern ihr Zugang zu sensiblen Technologien und Daten sowie nachweisbare Verbindungen zu interessierten Akteuren. Die Prüfung muss verhältnismäßig, transparent und dokumentiert sein und Datenschutz, Mitbestimmung und Diskriminierungsverbot beachten. Das Ergebnis ist eine Risikoeinschätzung, über Konsequenzen entscheidet die Einrichtung selbst.

Ausblick

Mit der Frist zum Jahresende und der geplanten Kopplung von Fördermitteln an Sicherheitsanforderungen steigt der Handlungsdruck auf Hochschulen und Forschungsinstitute. Validato rät Einrichtungen, Personensicherheit von Beginn an in ihre Compliance-Strukturen aufzunehmen, statt sie später nachzurüsten.

Validato ist ein führender Anbieter für zuverlässige Background Checks und Human Risk Management in Deutschland. Die Plattform unterstützt Unternehmen dabei, Bewerberinnen sowie bestehende Mitarbeitende strukturiert und effizient auf Integrität, Interessenskonflikte und potenzielle Risiken zu prüfen – datenschutzkonform, modular und skalierbar.

Validato ist speziell auf die Anforderungen in Deutschland ausgerichtet, verzichtet auf Set-up-Gebühren, Jahresgebühren oder Mindestanzahl an Screenings und lässt sich flexibel in bestehende HR- oder Recruiting-Prozesse integrieren.

Mehr unter: www.validato.com