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Android-Smartphone von Werk aus mit Spionageprogramm ausgestattet / G DATA entdeckt gefährlichen Computerschädling in Firmware von Android-Gerät (FOTO)

Die Experten des deutschen Sicherheitsherstellers G DATA haben
erstmalig ein Smartphone entdeckt, das bereits ab Werk mit einem
umfassenden Spionageprogramm ausgeliefert wird. Die Malware ist als
Google Play Store-Dienst getarnt und Teil der vorinstallierten
Geräte-Software. Das Spionageprogramm arbeitet im Hintergrund und ist
für Nutzer nicht zu entdecken. Unbemerkt vom Anwender sendet das
Smartphone persönliche Daten an einen in China befindlichen Server
und ist in der Lage, heimlich weitere Anwendungen verdeckt zu
installieren. So können persönliche Daten abgerufen, Gespräche
belauscht, Online-Banking Daten, E-Mails und SMS gelesen oder Kamera
und Mikrofon ferngesteuert werden. Der chinesische Hersteller Star
fertigt das betroffene Modell „N9500“, das in seinem Aussehen an das
Smartphone eines namhaften Herstellers erinnert. Eine Deinstallation
der manipulierten App und des Spionageprogramms ist nicht möglich, da
diese in die Firmware des Geräts integriert ist. Das Android-Gerät
ist bei großen Online-Händlern zu Preisen zwischen 130 und 165 Euro
erhältlich und wird europaweit vertrieben.

„Die Möglichkeiten mit diesem Spionageprogramm sind nahezu
unbegrenzt. Online-Kriminelle erhalten den vollen Zugriff auf das
Smartphone“, weiß Christian Geschkat, Produktmanager Mobile
Solutions. „G DATA Kunden hatten eine Erkennung durch unsere
Sicherheitslösung gemeldet und uns dadurch auf die Spur dieser
kriminellen Masche gebracht.“

++ Testkauf führte zu beunruhigenden Ergebnissen

Die G DATA Sicherheitsexperten haben nach den Hinweisen durch
Kunden das Gerät gekauft und analysiert. So wurde festgestellt, dass
in der Firmware ein Fake Google Play Store-Dienst mit dem Trojaner
Android.Trojan.Uupay.D versehen wurde. Die Spionagefunktion ist für
den Besitzer unsichtbar und kann nicht deaktiviert werden. Dadurch
haben Online-Kriminelle vollen Zugriff auf das Smartphone und alle
persönlichen Daten. Protokolle, die einen Zugriff für Anwender
ersichtlich machen könnten, werden direkt gelöscht. Auch das
Einspielen von Sicherheits-Updates wird durch das Programm blockiert.

„Lediglich in den laufenden Prozessen des Smartphones können
Anwender eine App mit dem Icon des Google Play Stores sehen,
ansonsten maskiert sich die Anwendung“, berichtet Christian Geschkat,
G DATA Produktmanager Mobile Solutions. „Eine Deinstallation des
Trojaners ist leider nicht möglich, da dieser Teil der
Geräte-Firmware ist und hierzu zählende Apps können nicht gelöscht
werden. Hierzu zählt auch die gefälschte Google Play Store App des
N9500.“ Ob das eigene Gerät betroffen ist, können Besitzer mit Hilfe
der G DATA Internet Security für Android feststellen, die den
Schädling unter Android.Trojan.Uupay.D entdeckt. Betroffenen Käufern
rät der Experte zur umgehenden Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen
Verkäufer.

++ Gefahr für Anwender

Für Anwender stellt das Smartphone eine große Gefahr dar. Über das
Spionageprogramm können Kriminelle heimlich Apps installieren,
wodurch das gesamte Spektrum an Missbrauch möglich ist: Ortung,
Abhören & Aufzeichnen, Einkäufe, Bank-Betrug wie mTan-Diebstahl,
Versand von Premium-SMS.

Wohin die Daten übermittelt werden ist nicht feststellbar. „Die
abgegriffenen Daten werden an einen anonymen Server in China
geschickt“, so Christian Geschkat. „Wer die Daten schlussendlich
erhält und verwendet, lässt sich nicht nachvollziehen.“

++ Preis des Mobilgeräts soll Anwender anlocken

Es überrascht der günstige Preis zwischen 130 und 165 Euro, obwohl
das Gerät technisch hochwertig ausgestattet ist. Das Quad-Core
Smartphone wird mit umfangreichem Zubehör, wie zweitem Akku,
KFZ-Ladeadapter und zweiter Schale, ausgeliefert. Vergleichbare
Geräte von namhaften Herstellern kosten fast das Dreifache. Die
Sicherheitsexperten von G DATA vermuten, dass der günstige Preis des
Mobilgeräts durch den späteren Verkauf von gestohlenen Datensätzen
der Smartphone-Besitzer erreicht wird. „Besonders günstige Angebote
im Internet, die verlockend klingen, sollten Käufer generell stutzig
machen. Niemand hat etwas zu verschenken“, rät Christian Geschkat.

++ Smartphones und Tablets im Visier von Kriminellen

Die gestiegenen Verkaufszahlen von Smartphones und Tablets sind
nicht unbemerkt an Online-Kriminellen vorbeigegangen. Allein in
Deutschland nutzen laut comScore rund 40 Millionen Bürger ein
Smartphone. Im vergangenen Jahr sind mehr als 1,2 Millionen neue
Schadprogramme für Android aufgetaucht – die Tendenz zeigt steil nach
oben. Anwender sollten daher eine umfassende Sicherheitslösung für
die mobilen Alleskönner einsetzen.

Pressekontakt:
Thorsten Urbanski
Public Relations Manager
Phone: +49 (0) 234 – 9762 239
E-Mail: thorsten.urbanski@gdata.de

Vera Schmidt
Pressereferentin
Phone: +49 (0) 234 – 9762 376
E-Mail: vera.schmidt@gdata.de

Königsallee 178b
44799 Bochum, Deutschland

Weitere Informationen unter:
http://

Posted by on 16. Juni 2014. Filed under Allgemein,Computer & Technik,Information & TK. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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