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M&A: Erfolgsfaktor IT / Deloitte-Studie zeigt zentrale Rolle der IT bei erfolgreichen Fusionen undÜbernahmen – Nachholbedarf bei deutschen Unternehmen

Die IT spielt eine entscheidende Rolle bei
erfolgreichen M&A-Transaktionen – frühzeitige Einbindung und
entsprechende Integrationsstrategie können wesentlich zu
Synergieeffekten beitragen. Zwischen Transaktionserfolg und
Top-Management-Interesse für IT-Themen besteht dabei ein positiver
Zusammenhang. Allerdings können nur 30 Prozent der für „Dear CFO, why
IT does matter within M&A transactions“ befragten M&A-Experten dieses
Interesse bestätigen. Die IT wird häufig noch immer als
Support-Funktion betrachtet. Einige Unternehmen haben sie jedoch als
Erfolgsfaktor identifiziert – über ein Drittel gibt an, innerhalb
ihrer IT-Abteilungen M&A-Personal zu beschäftigen. Für 60 Prozent
spielt sie in der M&A-Strategie hingegen keine Rolle. Zielvorgaben
werden daher oft nicht erreicht. Insgesamt befragte Deloitte zusammen
mit der Technischen Universität München 88 IT- und M&A-Experten
deutscher Unternehmen unterschiedlicher Größe für diese Studie.

„Für Transaktionen gibt es kein allgemein gültiges Erfolgsrezept.
Sie sind komplex und benötigen deshalb – neben der Orientierung an
bewährten Strategien – eine individuell auf sie zugeschnittene
Vorgehensweise. Vielen Unternehmen fällt es schwer,
Synergiepotenziale optimal auszunutzen. Unsere Studie zeigt, dass die
IT ein besonders effektiver Hebel für Synergieeffekte ist. Die
Gelegenheit, die IT in einer frühen Phase des M&A-Prozesses
einzubeziehen, wird jedoch in vielen Fällen verpasst“, kommentiert
Peter Ratzer, Partner und Leiter Technology bei Deloitte.

Top-Management zeigt wenig Interesse

70 bis 80 Prozent sehen die IT lediglich als Supportfunktion –
obwohl sie elementar am Transaktionserfolg beteiligt ist, wird sie
also häufig unterschätzt. Das Resultat eines Deals ist maßgebend
abhängig von IT- und geschäftsbedingten Synergien. Die Mehrheit der
Befragten konnte indes keine entsprechenden Synergieeffekte
generieren. Dies liegt unter anderem an mangelndem Interesse und
Verständnis des Top-Managements für IT-Angelegenheiten sowie an
verfehlten Selbsteinschätzungen einiger Unternehmenslenker. Knapp 60
Prozent bewerten ihre M&A-Aktivitäten als exzellent oder gut –
obgleich mehr als die Hälfte der Fusionen und Übernahmen scheitern.

Synergien brauchen Zeit

Research & Development (R&D), Marketing & Sales, Customer Service
und Procurement sind die Bereiche mit den meisten
Synergiepotenzialen. Signifikante Treiber sind eine gesteigerte
Prozesseffizienz, optimierte Cross-Selling-Möglichkeiten und eine
bessere Informationsverfügbarkeit. Die IT kann dabei ein effektiver
Faktor sein, diese Ziele zu verwirklichen und Kosten zu reduzieren.
85 Prozent der Studienteilnehmer konnten ihre IT-Kosten senken und
die finanzielle Performance im Zuge der Transaktion deutlich
verbessern – dies allerdings erst nach drei Jahren. Das zeigt:
Unternehmen tun sich bei langwierigen Integrationsprozessen häufig
schwer. Ein verstärkter Fokus auf die erfolgreiche Realisierung von
Synergieeffekten ist daher entscheidend.

Frühzeitige Einbindung und passende Integrationsstrategie

Ein Hauptgrund für Misserfolge von Post-Merger-Integrationen (PMI)
und Carve-outs (M&A-Transaktionen) ist die zu späte Einbindung der IT
in den M&A-Strategieprozess. Hinzu kommt eine unzureichende Beachtung
im Due-Diligence-Prozess. Für den Weg zu diesem Wandel und den
angestrebten Gesamtprojekterfolg ist weiterhin eine geeignete
Integrationsstrategie erforderlich. Hier bieten sich unterschiedliche
Varianten an. Der Studie zufolge entscheiden sich 45 Prozent für eine
vollständige Absorption. Dieser Ansatz führt nicht zwingend zum
Transaktionserfolg – wichtig ist vielmehr, dass die
IT-Post-Merger-Strategie dem verfolgten M&A-Ziel entspricht. Durch
Beachtung dieser Aspekte können Unternehmen unnötige Kosten und
Entlassungen vermeiden sowie Synergiepotenziale und zu optimierende
Anwendungsapplikationen rechtzeitig identifizieren.

Fokus auf M&A-Tools und Fachpersonal

Mit ausschlaggebend für das Gelingen einer Fusion ist der Gebrauch
bewährter M&A-Tools. Dazu zählen u.a. Self-Due-Diligence, geeignete
Tracking-Tools und das Profitieren von Lerneffekten aus vergangenen
Transaktionen. Letztere liegen beim IT-M&A-Personal, das im besten
Fall bereits M&A-Erfahrung besitzt. Interessanterweise äußerten 40
Prozent, weder geeignetes Personal einzustellen noch zu beschäftigen.
Oftmals werden Mitarbeiter nicht ausreichend weitergebildet oder
M&A-Experten mit notwendigem IT-Hintergrund fehlen vollkommen: Für
viele Unternehmen besteht bei der IT-Einbindung in den
Transaktionsprozess daher noch Nachholbedarf.

„Der Schlüssel ist, ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der IT im
M&A-Prozess zu schaffen. Um sicherzustellen, dass CEO und weitere
Entscheidungsträger Herausforderungen und Synergiepotenziale der IT
wahrnehmen, muss sich der CIO regelmäßig mit ihnen austauschen. So
können Mitarbeiter gezielt geschult, die IT frühzeitig in den Prozess
involviert und letztendlich eine optimale Ausschöpfung der
Synergieeffekte erreicht werden“, resümiert Peter Ratzer.

Den kompletten Report finden Sie unter http://ots.de/OtS8Y zum
Download.

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen
Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance
für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen;
Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Mit
einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150
Ländern und Gebieten verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit
erstklassigen Leistungen und steht Kunden so bei der Bewältigung
ihrer komplexen unternehmerischen Herausforderungen zur Seite. „To be
the Standard of Excellence“ – für mehr als 200.000 Mitarbeiter von
Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch
zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur
verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: absolute Integrität,
erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung und kulturelle
Vielfalt. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben
und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder
Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen
von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden. Deloitte bezieht
sich auf Deloitte ToucheTohmatsu Limited („DTTL“), eine „private
company limited by guarantee“ (Gesellschaft mit beschränkter Haftung
nach britischem Recht), ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und
ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes ihrer
Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständig und unabhängig.
DTTL (auch „Deloitte Global“ genannt) erbringt selbst keine
Leistungen gegenüber Mandanten. Eine detailliertere Beschreibung von
DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie auf
www.deloitte.com/de/UeberUns.

© 2014 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Pressekontakt:
Isabel Milojevic
Leiterin Presse
Tel: +49 (0)89 29036 8825
imilojevic@deloitte.de

Posted by on 4. September 2014. Filed under Computer & Technik,New Media & Software. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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