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OpenHPI zur CeBIT mit neuen Onlinekursen am Start: Web-Technologien und Software Analytics (FOTO)

Zeitgleich mit der CeBIT hat das Hasso-Plattner-Institut (HPI)
zwei weitere kostenlose Onlinekurse für jedermann ins Angebot
genommen – auf Chinesisch zum Kennenlernen der Technologien des World
Wide Web und auf Englisch zum Umgang mit automatisierter
Software-Analyse. Leiter des Kurses zu den Web-Technologien, der auf
der chinesichen Plattform www.openHPI.cn läuft, ist HPI-Direktor
Prof. Christoph Meinel. Durch den Onlinekurs „Automated Visual
Software Analytics“ auf www.open.hpi.de führt Prof. Jürgen Döllner,
Leiter des HPI-Fachgebiets Computergrafische Systeme.

„Die Herausforderung bei großen Softwareentwicklungsprojekten
liegt für Projektverantwortliche darin, solche Projekte sicher und
effizient zu steuern – nur allzu oft geraten Softwareprojekte in
gefährliche Schieflage“, berichtet Döllner. Voraussetzung für eine
effiziente Projektumsetzung seien dabei u. a. die realistische
Planung von Entwicklerstunden, des Budgets und nicht zuletzt auch das
Monitoring des gesamten Softwareentwicklungsprozesses, vor allem
hinsichtlich Finanzierung, Qualität, Fehleranfälligkeit und
Zeitmanagement.

„Einen Überblick schaffen hier Software Analytics – mit Hilfe von
Software-Lagekarten, die erstmalig alle unterschiedlichen
Softwareentwicklungsdaten integrieren, auswerten und
entscheidungsunterstützend aufbereiten“, erläutert der
Computergrafik-Wissenschaftler. Derartige Lagekarten sind angelehnt
an typische Karten der Geographie; sie bilden jedoch nicht
Indikatoren wie Bodenschätze, Bevölkerungsentwicklung oder
Niederschläge ab, sondern die oft tausenden Softwaremodule und die
für Projektbeteiligte relevanten Softwaremetriken.

„Dadurch werden Aussagen zur Entwicklungsaktivität, zur Qualität
und Wartbarkeit des Quellcodes, zum Fortschritt einzelner
Arbeitspakete, Entwicklerteams sowie dem des gesamten Projekts
ermöglicht. Mit Software Analytics können selbst größte
Softwareentwicklungsprozesse besser verstanden, frühzeitig bewertet
und zielgerichtete Maßnahmen getroffen werden“, so Döllner. Software
Analytics seien dabei, weltweit die Art und Weise, wie komplexe
Software gebaut und über Jahrzehnte weiterentwickelt werde,
grundlegend zu ändern.

Wie solche Lagekarten erstellt und sinnvoll genutzt werden, wird
nun komprimiert und praxisorientiert im englischsprachigen MOOC
„Automated Visual Software Analytics“ auf www.open.HPI.de angeboten.
Für den sechswöchigen Onlinekurs gibt es keine formalen
Vorbedingungen oder Zulassungsbeschränkungen. Einschreibungen sind
jederzeit möglich, Kursinhalte flexibel verfügbar. Der MOOC ist
insbesondere aufgrund der spezifischen Thematik interessant für
IT-Projektentwickler, Software Ingenieure und
IT-Budgetverantwortliche.

Hintergrund zu www.open.HPI.de

OpenHPI bietet seine kostenlosen, für jeden frei zugänglichen
Onlinekurse zu Themen der Informationstechnologie seit September 2012
an. Rund 160.000 Einschreibungen aus etwa 150 Ländern sind derzeit
auf openHPI registriert. Fast 17.000 Zertifikate und rund 20.000
Teilnahmebescheinigungen konnten bereits ausgestellt werden.
Sämtliche Onlinekurse, die bislang auf Deutsch, Englisch und
Chinesisch auf der Plattform angeboten wurden, sind auch im
Archivmodus jetzt noch jederzeit nutzbar, allerdings ohne Prüfung und
Zertifikat.

Die Internet-Bildungsplattform openHPI ist dadurch weltweit
einzigartig, dass sich die Inhalte auf Informationstechnologie und
Informatik konzentrieren und die Kurse sowohl in deutscher als auch
englischer Sprache angeboten werden. Im Unterschied zu
„traditionellen“ Vorlesungsportalen folgen die Kurse bei openhpi.de
einem festen sechswöchigen Zeitplan – mit definierten
Angebotsimpulsen wie Lehr-Videos, Texte, Selbsttests, regelmäßige
Hausaufgaben und Prüfungsaufgaben. Kombiniert sind die Angebote mit
einer sozialen Plattform, auf der sich die Teilnehmer mit den
Kursbetreuern und anderen Teilnehmern austauschen, Fragen klären und
weiterführende Themen diskutieren können.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI)
in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für
IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in
Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang
„IT-Systems Engineering“ an – ein besonders praxisnahes und
ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 480
Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas
erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder
d.school, bietet 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Insgesamt zehn
HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte
und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente
universitäre Forschung – in seinen neun Fachgebieten, aber auch in
der HPI Research School für Doktoranden mit ihren
Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt
der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen
großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das
Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle
Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf
Spitzenplätze.

Pressekontakt:
HPI-Pressestelle: presse@hpi.de; HPI-Pressesprecher: Hans-Joachim
Allgaier, M.A., Tel. +49 331 5509-119

Posted by on 15. März 2015. Filed under Allgemein,Computer & Technik,Internet,Software,Softwareindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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