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Autonomes Fahren: Wie die Automotive-Software-Branche Sicherheit schaffen will / Noch keine etablierten Security-Standards in der Automobilindustrie

Vernetzte Fahrzeuge und autonomes
Fahren sind derzeit die großen Zukunftsthemen in der
Automobilindustrie. Die entscheidende Basis für die verschiedenen
Anwendungen im Auto ist die Steuerungssoftware. Vor diesem
Hintergrund diskutieren Fachleute aus der Informatik und
Elektronikentwicklung im Rahmen des größten europäischen
Fachkongresses für Embedded Software Entwicklung
(www.ese-kongress.de) Anfang Dezember in Sindelfingen ein dringliches
Thema: Die Sicherheit der Steuerungssoftware.

Denn Sicherheit hat gerade bei einem Fahrzeug, das nicht mehr von
Menschenhand gelenkt wird, höchste Priorität. Die Herausforderung in
der Softwareentwicklung für das autonome, vernetzte Auto liegt darin,
dass zwei verschiedene Formen der Sicherheit zu adressieren sind:
Safety und Car-Security. Safety betrachtet die funktionale Sicherheit
eines Autos, also die verlässliche Funktion von sicherheitsrelevanten
Fahrzeugsystemen wie den Bremsen und dem Airbag. Car-Security zielt
auf den Schutz der elektronischen Systeme vor unbefugtem Zugriff ab,
die zunehmend eine Öffnung nach außen erfahren. So muss z.B. für das
automatisierte Fahren eine dauerhafte Datenanbindung des Fahrzeugs
mit externen Systemen hergestellt werden – was wiederum eine
Angriffsstelle für Hacker bedeutet.

Funktionale Sicherheit hat in der Automobilbranche Tradition. Mit
ihr beschäftigt sich der Branchenstandard ISO26262, der weitgehend
adaptiert wurde. Relativ neu ist die Gefahr durch den Angriff auf
Steuergeräte des Autos, die auch sicherheitskritische Funktionen
übernehmen können. Im Gegensatz zur funktionalen Sicherheit gibt es
hier noch keinen etablierten Branchen-Standard.

Bei der Entwicklung von Steuerungssoftware helfen Standards wie
die ISO 26262 im Hinblick auf die Car-Security nur bedingt – da diese
aus Sicht von Dr. Jens Lisner vom TÜV NORD IFM das Thema noch etwas
vernachlässigt. „Für die Integrität der sicherheitsrelevanten Systeme
ist es ganz entscheidend, dass Car-Security und Safety gemeinsam
betrachtet werden und die Lösungen aus beiden Bereichen
zusammenpassen.“ Seine Erkenntnisse, die Dr. Lisner in einem
Fachvortrag auf dem ESE Kongress vermittelt, geben Anhaltspunkte, wie
sich die Anforderungen von Safety und Security gleichwertig
berücksichtigen lassen – und damit die Grundlagen für sicheres
autonomes Fahren geschaffen werden.

Auch bei der Audi Electronics Venture GmbH kennt man die
Herausforderungen für die Softwareentwicklung im Bereich „Pilotiertes
Fahren“. Die Vernetzung innerhalb und außerhalb des Automobils, etwa
der Austausch von Daten zwischen Fahrzeug und externen Systemen für
die Navigation, die Nutzung von aggregierten Flottendaten oder
cloud-basierte Dienste, hat die Komplexität der Systeme massiv
gesteigert. „Es gilt Software-Architekturen für leistungsstarke
Steuergeräte zu entwickeln, vor allem unter dem Aspekt von Safety und
Security,“ sagt Dipl.Ing (FH) Florian Netter von Audi Electronics
Venture und Referent im Kongress. „Erst damit lassen sich die
komplexen pilotierten Fahrfunktionen effizient im Automobil
integrieren und berechnen.“

Hinweis für Journalisten: Wir laden Sie herzlich ein, sich für
eine kostenlose Teilnahme am ESE Kongress 2015 zu akkreditieren. Auf
Anfrage versuchen wir gerne, Ihnen ausgewählte Referenten für
Interviews zu vermitteln. Senden Sie uns hierzu einfach eine kurze
E-Mail mit Ihren Akkreditierungsinformationen (Kontaktdaten sowie
Infos zu der Publikation, für die Sie tätig sind) sowie
Interview-Wünschen an martina.annuscheit@vogel.de.

Vortragstermine zum Thema „Autonomes Fahren“:

03.12.2015, 8:50-9:35 Uhr
Dr. Jens Lisner, TÜV NORD IFM
Herausforderung Security und Safety – Anforderungen an die Security
im Kontext der ISO 26262

03.12.2015, 10:35-11:15 Uhr
Florian Netter, Audi Electronics Venture GmbH
Herausforderung pilotiertes Fahren – Der Erfolgsfaktor in der
Softwareentwicklung, um diese meistern zu können

03.12.2015, 14:45-15:25 Uhr
Dr. Hieronymus Fischer, ESG
Hochautomatisierte Fahrerassistenzsysteme absichern –
Szenarienbasiertes Testen als Kernelement

03.12.2015, 17:35-18:15 Uhr
Dipl.-Phys. Stefan Kriso, Robert Bosch GmbH /
Dipl.-Ing. Markus Ihle, Bosch Center of Competence „Security“, ETAS
Security im Kontext der Funktionssicherheit – Wie Safety und Security
zusammenhängen

Über den ESE Kongress

Der Embedded Software Engineering Kongress www.ese-kongress.de.
ist der größte Kongress im deutschsprachigen Raum sowie europaweit
für die Entwicklung von Geräte- und Steuerungssoftware für
Industrieanwendungen, Kfz-Elektronik, Telekom sowie Consumer- und
Medizintechnik. Das fünftägige Programm umfasst über 100 Fachvorträge
sowie eine Fachausstellung mit über 50 Unternehmen. Für 2015 erwarten
die Veranstalter über 1000 Teilnehmer.

Pressekontakt:
Vogel Business Media GmbH & Co. KG
Redaktion Elektronikpraxis
Martina Annuscheit
Grafinger Str. 26
81671 München
Tel. +49 (0) 931 418-3087
martina.annuscheit@vogel.de
www.elektronikpraxis.de

Posted by on 24. November 2015. Filed under Software,Softwareindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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