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Marlems Sprechassistent – Sprechen trotz Stottern, Spastik oder Schlaganfall

Eine Frau in einer Behinderteneinrichtung ist spastisch gelähmt. Sie sitzt im Rollstuhl, kann ihre Arme nur mit Mühe gezielt bewegen und das Sprechen fällt ihr wegen ihrer spastischen Lähmung sehr schwer. Obwohl sie hochintelligent ist, haben nur wenig Menschen die notwendige Geduld sich mit Ihr zu unterhalten.

Eine typische Situation in der Markus Lemcke, Geschäftsinhaber des IT-Unternehmens Marlem-Software, darüber nachdenkt, was solch ein Mensch benötigt um besser am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Folgende Idee entstand: Die Frau benötigt eine Möglichkeit Texte zu Schreiben die dann vorgelesen werden. Das schreiben von Texten kann sehr lange dauern, deswegen sollte es möglich sein, geschriebene Texte zu speichern und wieder vorlesen zu lassen. Da Lemcke es wichtig war, dem Nutzer keine Vorschriften zu machen auf welchem Gerät diese Möglichkeit zur Anwendung kommt, beschloß er eine App zu programmieren die auf allen Geräten funktioniert. Wenn die Web-App auf einem Tablet, Ipad oder Laptop aufgerufen wird, sollten die Bedienelemente größer dargestellt werden, weil mehr Platz zur Verfügung steht wie auf einem Smartphone oder Iphone. Die großen Bedienelemente haben den Vorteil, dass Menschen mit eingeschränkten Händen es einfacher haben die Bedienelemente zu treffen.

Aus dieser Idee entstand die Progressive Web App Marlems-Sprechassistent. Die App funktioniert auf den Betriebssystemen Windows 10, IOS, Android, Ubuntu und MacOS. Sie kann auf Laptop, Computer, Smartphones und Iphones ausgeführt werden. Es können sehr viel Texte gespeichert und gesprochen werden.

Die Tatsache, dass die Sprachausgabe ohne Internetverbidung auskommt, hat zur Folge, dass die App auch im Ausland eingesetzt werden kann. Da die App alle Dateien die sie benötigt beim ersten Start in einen Browserspeicher lädt, funktioniert sie auch im Zug, wenn das Iphone oder Smartphone keine Internetverbindung hat.

Auch wenn die Web-App ursprünglich für einen Mensch mit Spastik entwickelt wurde, sie ist auch für Menschen die nach einem Schlaganfall gar nicht oder schlecht sprechen können und für Menschen die stottern. Somit ist die App auch für Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen interessant.

Markus Lemcke wünscht sich, dass viele Menschen durch seine App wieder Mut bekommen sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen und mitzureden.

Posted by on 9. Juni 2020. Filed under Computer & Technik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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