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«Durch das starke Wachstum haben wir bereits heute den Maximalausbau realisiert»

Die SKAN-Gruppe expandiert und beschäftigt heute an verschiedenen internationalen Standorten über 900 Mitarbeitende. Am Hauptsitz in Allschwil bezieht sie im Sommer 2021 einen modernen Neubau. GIA Informatik und das global in der Reinraumtechnologie und Isolatortechnik tätige Unternehmen arbeiten seit rund zehn Jahren zusammen. Dabei liefert SAP viele Funktionalitäten und den passenden Leistungsumfang, den das Grossunternehmen benötigt. Im Interview gibt Urs Trachsler, Director ICT der SKAN AG, Einblicke in den Stand der Arbeiten, die ICT-Sicherheit und die strategischen Ziele.

Urs Trachsler, SKAN baut derzeit in Allschwil einen Neubau. Welche Arbeiten stehen an?

Bis zum Einzug Anfang Juli steht der Innenausbau an. Aus ICT-Sicht ist dies die wichtigste Phase. Wir erschliessen die WAN-, LAN- und WLAN-Netzwerkinfrastruktur und qualifizieren diese. Über 40 Sitzungszimmer werden mit modernster AV-Infrastruktur ausgerüstet. Digital-Signage-Systeme und ein Wegeleitsystem erschliessen ganz neue Kommunikationsmöglichkeiten. Die Printer-Infrastruktur wird erneuert und erweitert mit Follow-Me-Print-Funktionen. Zudem binden wir diverse Umsysteme an, zum Beispiel unseren neuen Lagerlift mit SAP-Warehouse-Management-Integration.

Warum haben Sie sich für einen Neubau entschieden?

Das Hauptziel beim Projektstart vor vier Jahren war es, möglichst viele Aktivitäten zu zentralisieren und in einem Gebäude zu vereinen. Durch das starke Wachstum haben wir bereits heute den Maximalausbau realisiert. Mit einem ausgeklügelten Raumkonzept, moderner Infrastruktur und neuen Zusammenarbeitsformen im Open-Space-Office versprechen wir uns eine erhebliche Effizienzsteigerung. Heute sind wir am Standort Allschwil auf viele verschiedene Gebäude verteilt, diese Anzahl wird nun stark reduziert. Mit dem Neubau realisieren wir einen eigenen Serverraum, der redundant angebunden ist und uns genügend Platz für den Ausbau in den nächsten Jahren bietet.

Derzeit realisieren Sie das Warehouse Management (WM). Weshalb und was beinhaltet es?

Im Rahmen der Expansion der SKAN sind auf dem alten Campus mehrere kleine Fertigungs- und Lagerhallen entstanden. Dies liess vereinfachte Lagerprozesse unhandlich werden, bei denen etwa Material stets am selben und an nur einem Ort gelagert wird. Überdies verlangen das steigende Auftragsvolumen und der damit verbundene höhere Durchsatz im Lager nach Lösungen bezüglich Automatisierung und Systemunterstützung.

Den Umzug ins neue Headquarter und neue Lagerräumlichkeiten nutzt SKAN, um die Lagerverwaltung mit SAP WM von Grund auf neu zu gestalten. Verschiedene Lagertypen wie Hochregallager, BAZL-Zonen und der automatisierte Lagerlift stellen unterschiedliche Anforderungen an Lagerstrategien, die im SAP WM modelliert und gesteuert werden. Transportaufträge, die mit SAP WM direkt vom System erstellt und verwaltet werden, sorgen für eine durchgehende Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Materialbewegungen.

SKAN wächst auch international und errichtete vor mehreren Jahren in Görlitz einen Fertigungsbetrieb. Was sind Ihre Ziele?

Um der steigenden Nachfrage des internationalen Marktes gerecht zu werden, startete Anfang 2014 die SKAN Deutschland GmbH die Produktion in Görlitz. Die Fertigungskompetenzen des Betriebes liegen in der Edelstahlverarbeitung, in Montage und Schaltschrankbau sowie in den komplexen Prüfungen und Abnahmen nach pharmazeutischen Standards. Mehr als 220 Mitarbeitende sichern die Produktions- und Montageprozesse und stehen in enger Abstimmung mit dem Stammhaus in der Schweiz sowie den Niederlassungen in den USA, in Japan und Belgien. Neben der weiterhin strategisch wichtigen Fokussierung auf Kundeneinzelfertigung mit Projektcharakter haben wir in den letzten Jahren standardisierte Produktlinien aufgebaut, mit denen wir die Lieferzeiten drastisch reduzieren und Skaleneffekte besser nutzen können.

Welche ICT-Strategie verfolgen Sie?

Die ICT-Strategie, angelehnt an der Strategie 2025, wurde kürzlich intern komplett überarbeitet und auf die Wachstumsziele der SKAN ausgerichtet. Im Vordergrund stehen zentralisierte ICT-Infrastruktur-Standardlösungen, die modular aufgebaut und skalierbar sind. Unser Digital Core mit SAP dient als Single Source of Truth und hat mit allen angebundenen Umsystemen einen sehr hohen Stellenwert. Weitere wichtige Punkte sind das Zusammenwachsen und die Synergieeffekte mit der 2020 neu geschaffenen Abteilung Digital Solutions sowie die ICT-Sicherheit. Ferner unterstützen wir mit einem kleinen, hochspezialisierten DevOps-Team unser Business mit spezifisch für SKAN-Bedürfnisse entwickelten Softwarelösungen.

Die ICT-Sicherheit ist ein Hauptthema. Wie gehen Sie diese Aufgabe an?

2019 und 2020 haben wir unsere ICT-Security-Infrastruktur in kurzer Zeit komplett durch State-of-the-art-Technologien ersetzt und internes Security-Know-how und Prozesse aufgebaut. Wir setzen auf lokale Partner mit spezifischem Wissen und kurzen Wegen. Alle SKAN-Mitarbeitenden durchlaufen einmal jährlich ein obligatorisches Security-Training. Ein besonderes Augenmerk liegt bei der spezifischen Schulung von Schlüsselpositionen. Mit der Inbetriebnahme der Netzwerkinfrastruktur im Neubau Allschwil setzen wir ein Zonenkonzept konsequent um, damit das Office-Netz unabhängig von Automations- und weiteren Netzen betrieben werden kann. Wir arbeiten eng mit den internen Abteilungen zusammen und schauen beim Einsatz von Cloud-Applikationen genau hin.

Wie hat sich in den letzten Jahren Ihr ICT-Budget entwickelt?

In den vergangenen zwei Jahren wurden grosse ICT-Investitionen getätigt, die das Wachstum der SKAN-Gruppe nachhaltig unterstützen. Am Standort Allschwil erhöhten wir den Personalbestand in der ICT von 7 auf 17 Mitarbeitende. Mit dem Bezug des Neubaus erhalten unsere Angestellten Zugang zu modernster ICT-Technologie, die dafür nötigen Investitionen bieten einen hohen Investitionsschutz. Darum wird das ICT-Budget in den nächsten Jahren im Vergleich zum Umsatz der SKAN-Gruppe weniger stark wachsen.

GIA Informatik bietet Informatik-Dienstleistungen mit Kernkompetenzen im Erarbeiten und Betreiben von Lösungen aus einer Hand in den Bereichen ERP, IT-Services mit eigener Cloud-Infrastruktur und Produktentwicklung. Das Unternehmen mit rund 135 Mitarbeitenden gehört zur GRAPHA-Holding mit Sitz in Hergiswil. GRAPHA-Holding ist Weltmarktführer in der grafischen Industrie schwerwiegend im Maschinen- und Anlagebau. Das Familienunternehmen ist seit 1946 weltweit in rund 50 Ländern erfolgreich am Markt und beschäftigt über 3000 Mitarbeitende. https://gia.ch/

Posted by on 18. Mai 2021. Filed under Softwareindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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