„KI and me. In künstlicher Beziehung.“ – unter diesem Motto steht der Safer Internet Day am 10. Februar 2026 der EU-Initiative klicksafe. Künstliche Intelligenz (KI)-gestützte Chatbots gehören für viele Kinder und Jugendliche längst zum Alltag: Sie helfen bei Hausaufgaben, beantworten Fragen und übernehmen zunehmend auch die Rolle von Gesprächspartnern und Ratgebern. KI-Begleiter simulieren Nähe, Verständnis und Vertrauen – genau das birgt aus IT-Security-Sicht Risiken. Anlässlich des Safer Internet Days gibt G DATA CyberDefense Eltern fünf Tipps, wie sie ihre Kinder für Risiken rund um KI-Bots sensibilisieren.
Sie sind rund um die Uhr verfügbar, reagieren empathisch und wirken oft erstaunlich menschlich: generative KI-Chatbots. Anlässlich des Safer Internet Days am 10. Februar 2026 rückt die EU-Initiative klicksafe die Rolle von KI-Bots im Alltag junger Menschen in den Fokus. Sie übernehmen zunehmend die Rolle einer Vertrauensperson. Dieses Vertrauen wird jedoch schnell zum Sicherheitsrisiko, wenn hochsensible Daten preisgegeben werden, wie psychische Belastungen, Gesundheitsfragen oder auch familiäre Konflikte. Viele Systeme sind zudem unzureichend reguliert und Datenschutzstandards sind uneinheitlich. Gelangen Zugangsdaten zudem in falsche Hände, erhalten unbefugte Dritte Einblick in die Sorgen und Probleme junger Menschen in einer sensiblen Entwicklungsphase.
„Was viele unterschätzen: KI-Chatbots sind keine neutralen Gesprächspartner, sondern datenverarbeitende Systeme“, sagt Tim Berghoff, Security Evangelist bei G DATA CyberDefense. „Kindern und Jugendlichen ist oft nicht bewusst, dass Chatbots kein „echtes“ Verständnis wie Menschen besitzen, sondern lediglich die statistisch wahrscheinlichste Antwort geben. Wer Chatbots als „digitalen Kummerkasten“ nutzt, vertraut einem System höchstpersönliche Informationen an. Jede Interaktion bedeutet eine Weitergabe von Daten an Dritte – mit möglichen Folgen für Privatsphäre und Sicherheit.“
G DATA CyberDefense gibt zum Safer Internet Day 2026 fünf Tipps, wie Eltern ihre Kinder vor Risiken durch KI-Chatbots schützen:
Gespräche über KI-Chatbots führen
Erklären Sie Ihrem Kind, dass KI-Bots keine echten Freunde sind, sondern Programme, die Nähe nur simulieren. Sprechen Sie offen darüber, warum sich diese Gespräche trotzdem sehr persönlich anfühlen können.
Sensible Daten sind tabu
Intime Gedanken, Gesundheitsprobleme, Fotos oder private Konflikte gehören nicht in KI-Chats. Was einmal eingegeben wurde, kann gespeichert, ausgewertet oder weiterverwendet werden.
KI-Antworten sind keine Fakten
KI-Chatbots können überzeugend formulieren, liegen aber auch falsch. Machen Sie deutlich, dass KI keine verlässliche Quelle für medizinische, rechtliche oder persönliche Entscheidungen ist und Informationen immer überprüft werden sollten.
Deepfakes und KI-Inhalte gemeinsam einordnen
Zeigen Sie Ihrem Nachwuchs, wie mit Hilfe von KI Inhalte erzeugt werden, die täuschend echt wirken. Das hilft zu verstehen, warum nicht alles glaubwürdig ist, was freundlich, verständnisvoll oder überzeugend formuliert klingt.
Klare Nutzungsregeln vereinbaren
Vereinbaren Sie gemeinsam, wann und wofür KI-Chatbots genutzt werden dürfen – etwa nicht nachts oder nicht bei persönlichen Problemen. Klare Regeln schaffen Orientierung und reduzieren Risiken, ohne die Nutzung grundsätzlich zu verbieten.
Mehr Tipps finden Interessierte auf G DATA Safer Internet Day.
Was ist der Safer Internet Day?
Der Safer Internet Day (SID) setzt sich jedes Jahr Anfang Februar für mehr Schutz und Aufklärung von Kindern und Jugendlichen bei der Onlinenutzung ein. Koordiniert wird der Aktionstag in Deutschland von der EU-Initiative klicksafe, die die Online-Kompetenz junger Menschen fördert und dieses Jahr das Motto „KI and me. In künstlicher Beziehung.“ ausgerufen hat. Jeder kann an dem Tag Aktionen beisteuern und mitmachen, ob Institution, Stiftung, Unternehmen, Vereine oder Privatpersonen.
