Banking-Trends 2026: KI als Gamechanger oder Geduldsprobe?

Banking-Trends 2026: KI als Gamechanger oder Geduldsprobe?

München, 16. Februar 2026 – 2026 wird für den Bankensektor ein Übergangsjahr in Sachen KI und Automatisierung. Pegasystems (www.pega.com/de), The Enterprise Transformation Company, erklärt, warum das Change Management dabei die wohl größte Herausforderung ist.

In praktisch allen Banken wurde 2025 eine Vielzahl von KI- und Automatisierungsprojekten gestartet. Aber nach wie vor ist der Bankensektor von Ungewissheit, Ängsten und Vorbehalten in Bezug auf KI geprägt. In dieser Situation ist es angebracht, klug und offen mit der Thematik umzugehen. Schließlich geht es um nichts Geringeres als die Schlüsseltechnologie der Zukunft. Gerade in einer so strikt regulierten Branche wie dem Bankenwesen liegt die Akzeptanzschwelle für den praktischen Einsatz generativer KI oder agentenbasierter KI-Projekte enorm hoch.

Deshalb ist 2026 das Jahr, in dem die KI- und Automatisierungsinitiativen in diesem Sinne weiterentwickelt werden. Dabei muss auch an der richtigen Rollen- und Arbeitsteilung zwischen Menschen und KI intensiv gearbeitet werden. Und nicht zuletzt wird es darum gehen, Kunden für KI zu begeistern. Dafür müssen die Services stimmen und gleichzeitig muss deutlich werden, dass Banken transparent und verantwortungsbewusst mit dem Einsatz von KI umgehen. Pega zeigt die wichtigsten Aufgabenfelder für die Banken in diesem Jahr:

1. Anwendungsbereiche: Die Einsatzmöglichkeiten für KI sind nahezu unbegrenzt, doch in einigen Bereichen ist das Potenzial besonders groß, etwa bei der Dokumentenverarbeitung, im Kundenservice oder bei der Berechnung sogenannter Next-best Actions. Diese „low-hanging fruits“ versprechen schnelle und signifikante Verbesserungen, müssen aber sorgfältig umgesetzt werden. Das betrifft sowohl die Auswahl der richtigen KI-Technologie als auch die transparente Gestaltung der neuen Tools und die Implementierung der Intelligenz in einer Managementebene statt im Frontend.

2. Change Management: KI und Automatisierung werden die Arbeitsplätze und -prozesse in den Banken radikal verändern. Das Change Management wird daher zu der wohl größten Herausforderung. Prozesse müssen analysiert werden, um zu verstehen, wie sie sich wandeln. Auch dabei kann KI helfen. Erst mit einem tiefen Verständnis der praktischen Optimierungspotenziale und dem durchdachten Orchestrieren von Tätigkeiten und Entscheidungen wird aus KI-Technologie ein echter Wertschöpfungsbooster.

3. Verantwortung und Sicherheit: Der EU AI Act und die DSGVO bilden die Grundlage für die verantwortungsbewusste Nutzung von KI. Datenschutz, Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind auch für KI maßgebend. Black-Box-Technologien, bei denen Abläufe und Entscheidungskriterien im Verborgenen bleiben, sind in einer Branche wie dem Bankenwesen nicht akzeptabel. Zudem tolerieren regulierte Prozesse nur minimale Fehlerquoten. Dies praktisch umzusetzen, wird Zeit brauchen und Geduld erfordern.

4. KI und Mensch: Die Aufgaben und Rollen von Mitarbeitenden und KI-Agenten verändern sich – und damit auch deren Arbeitsteilung. Nach wie vor wollen Kunden oder Aufsichtsbehörden mit Menschen sprechen. Empathie, maßgeschneiderte Beratung und Interaktion werden in vielen Situationen immer noch geschätzt. Und menschliche Aufsicht und Kontrolle ist in einer so stark regulierten Branche zumindest bei komplexeren Entscheidungen und solchen mit weitreichenden Auswirkungen nach wie vor unverzichtbar, und daran wird sich auch erst einmal nichts ändern.

„Der Einsatz von KI wird 2026 im Bankenwesen einen Reifeprozess durchlaufen“, erklärt Michael Baldauf, Financial Services Senior Director bei Pegasystems. „Wir werden uns daher auch über die Grenzen von KI unterhalten und eine ernsthafte Diskussion darüber führen müssen, wie intensiv wir diese Technologien zur Automatisierung einsetzen können und wollen. Das Change Management wird dabei eine zentrale Rolle spielen.“

Dieses Listicle und das Bild in höherer Auflösung können unter www.brandmacher.de/company/pegasystems abgerufen werden.