Wiesbaden, 24. Februar 2026 – Unternehmen richten ihr Identitätsmanagement mehrheitlich neu aus und setzen zunehmend auf mobile Credentials und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) mit biometrischen Merkmalen. Zugleich wachsen Datenschutz- und ethische Bedenken. Das geht aus dem State of Security and Identity Report 2026 von HID (www.hidglobal.de) hervor.
Mehr als 1.500 Sicherheits- und IT-Fachkräfte, Endanwender und Branchenpartner hat HID für seinen State of Security and Identity Report 2026 befragt. Das zentrale Ergebnis der Studie: Sicherheitsverantwortliche werden sich in diesem Jahr darauf konzentrieren, Identitäten so zu verwalten, dass Vertrauen aufgebaut, der Schutz gestärkt und die Wahlfreiheit der Nutzer in zunehmend konvergenten physischen und digitalen Umgebungen erhalten bleibt. Daraus leitet HID sieben zentrale Trends ab:
1. Identitätsmanagement dominiert die strategische Planung
Nahezu drei Viertel der Befragten (73 %) nennen Identitätsmanagement als oberste Priorität. Gleichzeitig lösen sich Unternehmen mehr und mehr von isolierten Berechtigungssystemen. Stattdessen setzen sie öfter auf einheitliche Identitätsgovernance über physische Zugänge und digitale Systeme hinweg. Dieser Wandel spiegelt einen branchenweiten Konsens wider: Die Frage lautet nicht mehr, ob Identitätsplattformen konsolidiert werden sollen, sondern wie Unternehmen die Umsetzung so gestalten, dass möglichst wenig Reibung entsteht, die Compliance sichergestellt ist und ein messbarer Return on Investment (ROI) erzielt wird.
2. Mobile Credentials haben eine kritische Masse erreicht
Die Einführung mobiler Credentials wird heute primär durch Verbesserungen bei der Sicherheit (50 %) und weniger durch ein Plus an Komfort (34 %) vorangetrieben. Das stellt einen deutlichen Wandel dar und zeigt, dass Unternehmen die Vorteile im Hinblick auf die Sicherheit erkannt haben. Hybride Berechtigungsumgebungen sind allerdings nach wie vor der Standard: 84 % der Endanwender nutzen weiterhin physische Berechtigungen wie Karten oder Badges parallel zu mobilen Implementierungen. Dieses Ergebnis verdeutlicht, dass die unterschiedlichen Nutzergruppen und operativen Anforderungen langfristige Flexibilität erfordern.
3. Biometrie erweitert sich über MFA hinaus in die Kern-Zugangskontrolle
Auch biometrische Technologien gewinnen weiter an Bedeutung: 45 % der Befragten bewerten sie als strategisch wichtigen Faktor. Fingerabdruck (71 %) und Gesichtserkennung (50 %) sind in diesem Zusammenhang die führenden Verfahren. Gleichzeitig haben sich ethische und datenschutzrechtliche Bedenken im Jahresvergleich von 31 % auf 67 % mehr als verdoppelt, was dazu führt, dass Unternehmen bessere Schutzmaßnahmen implementieren. Dieser Punkt unterstreicht zudem einmal mehr die Notwendigkeit von Transparenz und Compliance bei der Einführung solcher Verfahren.
4. Echtzeit-Ortungssysteme werden zum Mainstream
Real-time Location Solutions (RTLS), also Echtzeit-Ortungssysteme, verbreiten sich insbesondere im Gesundheitswesen, in der Fertigung und in der Logistik weiter. Rund 42 % der Endanwender nennen RTLS als strategische Priorität, während 40 % bereits von aktiven Implementierungen berichten. Herausforderungen bleiben allerdings die Kosten (33 %), Datenschutzbedenken (29 %) und die Integrationskomplexität (29 %), die die Fortschritte in diesem Bereich ausbremsen. Zudem geben 38 % der Partner an, dass Kunden mit den Möglichkeiten von RTLS nicht vertraut sind. Das zeigt einen erheblichen Schulungsbedarf.
5. Die Konvergenz von physischer und digitaler Identität beschleunigt sich
Einheitliche Identitätslösungen werden zum Mainstream. Wie weit verbreitet sie sind, zeigen die Zahlen: 75 % der befragten Unternehmen haben solche Lösungen entweder bereits implementiert (29 %) oder evaluieren sie aktiv (46 %). Aus gutem Grund, denn die Vergabe von einheitlichen und personenbezogenen Berechtigungen für Gebäude, Netzwerke und Anwendungen steigert Effizienz und Sicherheit. Dennoch bleiben Budgetrestriktionen (51 %), Komplexität (37 %) und fehlende Expertise (34 %) zentrale Hürden.
6. RFID-Nutzung wächst kontinuierlich
Die Nutzung von Radio Frequency Identification (RFID) wächst stetig. Die Technologie ist heute bereits essenzieller Teil der Infrastruktur und keine Innovation mehr. Mehr als die Hälfte (54 %) der Befragten setzen RFID aktiv für Asset-Tracking, Bestandsmanagement und Verlustprävention ein. Was einst als Nischentechnologie galt, wird zunehmend als Kerninfrastruktur für Transparenz über Vermögenswerte, Bestandskontrolle und operative Intelligenz betrachtet. Sicherheitsverantwortliche nennen schnellere Nachverfolgung (62 %) und verbesserte Transparenz (41 %) als Hauptvorteile.
7. Investitionen verlagern sich klar hin zu integrierten Plattformen
Die Ära isolierter Einzellösungen geht zu Ende. Unternehmen priorisieren integrierte Identitäts- und Sicherheitsplattformen gegenüber isolierten Lösungen. Ziel sind bessere Transparenz, höhere Effizienz und größere Resilienz in zunehmend komplexen Umgebungen. Die Komplexität bei der Integration bleibt jedoch das Haupthindernis. Über die Hälfte der Befragten (52 %) nennen sie bei Identitätssystemen als Barriere, 37 % bei der physischen und digitalen Konvergenz.
Ethische und datenschutzrechtliche Bedenken auf Rekordniveau
Über einzelne Technologietrends hinaus hebt der State of Security and Identity Report 2026 ein zentrales Thema für dieses Jahr hervor: Ethische Fragestellungen und Datenschutzbedenken erreichen ein Allzeithoch. Im Bereich Biometrie äußern 67 % der Endanwender hohe oder mittlere Bedenken hinsichtlich ethischer und datenschutzrechtlicher Implikationen. In Kombination mit Standortverfolgung und konvergenten Identitätsplattformen stehen Organisationen im Spannungsfeld zwischen stärkerem Schutz und individuellen Rechten. Viele Sicherheits- und IT-Fachkräfte berichten, dass sie aktiv Richtlinien, Governance-Frameworks und technische Kontrollen entwickeln, um diese Bedenken zu adressieren. Das signalisiert eine höhere Reife bei sicherheitsrelevanten Entscheidungsprozessen.
„Sicherheitsverantwortliche stehen klar unter Druck, ihre Zugangs- und Identitätsinfrastruktur zu modernisieren. Unsere Studie zeigt jedoch, dass sie gleichermaßen auf Governance, Schutz und Transparenz fokussiert sind, um nachhaltiges Vertrauen zu schaffen“, erklärt Ramesh Songukrishnasamy, Senior Vice President Engineering bei HID. „Die Unternehmen, die in diesem Jahr erfolgreich sind, bieten ihren Stakeholdern eine echte Lösungswahl und gewährleisten zugleich robuste Sicherheit.“
Der vollständige State of Security and Identity Report 2026 steht hier zum kostenlosen Download bereit: https://www.hidglobal.com/documents/hid-2026-state-security-and-identity-report
Dieses Listicle kann auch unter www.pr-com.de/companies/hid-global abgerufen werden.