Frends veröffentlicht heute den europäischen Benchmark-Bericht State of Integration & AI 2026, der zeigt, dass deutsche Beschäftigte im Schnitt 8,5 Stunden pro Woche mit manuellen Aufgaben verbringen – mehr als in jedem anderenuntersuchten Land. Die von Sapio Research durchgeführte Studie zeigt, dass deutsche Unternehmen zwar hohe KI-Ambitionen haben, der Erfolg jedoch häufig an Integrationskomplexität und fehlender operativer Umsetzbarkeit scheitert.Â
Der neue Bericht State of Integration & AI 2026 zeigt, dass viele deutsche Unternehmen bei der Einführung von KI vor einer strukturellen Herausforderung stehen. Obwohl KI in vielen Unternehmen strategisch gewollt ist, fehlt häufig noch die Integrationsgrundlage, um daraus messbare Ergebnisse zu erzielen.Â
Die Studie basiert auf einer Befragung von 611 IT- und Business-Entscheider:innen in sechs europäischen Ländern: Deutschland, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark und den Niederlanden. Im europäischen Durchschnitt verliert ein Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitenden €10,7 Millionen pro Jahr durch manuelle Arbeit. In Deutschland ist die Belastung hoch: Beschäftigte verbringen im Schnitt 8,5 Stunden pro Woche mit manuellen Aufgaben – der höchste Wert in der gesamten Studie. Â
Deutschland trägt die höchste manuelle BelastungÂ
Die Zahlen zeigen, dass Deutschland im europäischen Vergleich besonders stark unter manuellen Prozessen leidet. Mitarbeitende verlieren im Schnitt 49 Arbeitstage pro Jahr durch manuelle Tätigkeiten. Der häufigste Engpass ist die Berichtserstellung (35%), gefolgt von Dateneingabe und -übertragung (30%), Dokumentation (28%) und Fehlerkorrektur (26%). Auch die geschätzten Kosten sind hoch: Für ein Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitenden beläuft sich die manuelle Belastung in Deutschland auf durchschnittlich €11,43 Millionen pro Jahr. Â
„Deutschland hat eine starke Prozessdisziplin. Aber in vielen Unternehmen hat sich das noch nicht in eine echte End-to-End-Digitalisierung übersetzt. Die kulturellen Stärken – Qualitätsorientierung, Präzision sowie ein ausgeprägtes Bewusstsein für Risiko und Compliance – werden dann zum Problem, wenn sie in Übervorsicht, Perfektionismus oder Entscheidungsblockaden umschlagen. Genau das sehen wir besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen“, sagt Prof. Dr. Moritz E. Behm, Professor für Digital Innovation and Transformation Management an der Fresenius Hochschule in München.Â
Warum Integration zur entscheidenden Voraussetzung für erfolgreichen KI-Einsatz wirdÂ
Während in Europa im Durchschnitt nur 26% der KI-Projekte messbar positive Auswirkungen auf Gewinn und Verlust erzielen, liegt Deutschland mit einer Erfolgsquote von 22,2% darunter. Â
Der Bericht zeigt außerdem, dass 40% der deutschen Organisationen Integrationskomplexität als eines ihrer größten Hindernisse für KI-Erfolg nennen – mehr als in jedem anderen untersuchten Land. Gleichzeitig verfolgen nur 16% einen Integration-First-Ansatz, also eine Architekturstrategie, bei der Integration von Beginn an mitgedacht wird. Â
„Wenn KI keine Ergebnisse liefert, liegt das Problem fast nie an der KI selbst. Den meisten Organisationen fehlt dafür noch die notwendige Infrastruktur. Integration kommt zuerst – und erst darauf aufbauend kann sich ein Unternehmen schrittweise zu einem fortgeschritteneren Modell entwickeln“, sagt Asmo Urpilainen, CTO von Frends.Â
Das deutet darauf hin, dass das Problem in Deutschland nicht fehlende Ambition ist, sondern die Schwierigkeit, KI in bestehende Prozesse, Datenflüsse und Systemlandschaften zu integrieren.Â
Europaweit zeigt sich: KI-Ambition allein reicht nichtÂ
Über alle sechs Länder hinweg zeigt der Bericht, dass viele Unternehmen noch in einer frühen Phase feststecken:Â
63% der Organisationen befinden sich noch in der Analyse-, Planungs- oder Pilotphase von KI. Â
Nur 7% haben KI bereits breit in der Organisation ausgerollt. Â
36% der Unternehmen, die KI bereits einsetzen, nennen Integrationsprobleme als eines der größten Hindernisse für die weitere Skalierung – gleichauf mit Kompetenzlücken und Sicherheitsbedenken. Â
Dänemark führt die Studie bei Reife und Umsetzung an, Finnland steckt besonders deutlich in der Pilotphase fest, und Norwegen erzielt zwar hohe Zeiteinsparungen durch Automatisierung, kämpft aber gleichzeitig mit der fragmentiertestenIntegrationslandschaft. Â
Governance wird wichtiger – aber die technische Grundlage fehlt oftÂ
Auch beim Thema Governance zeigt sich eine Lücke: 64% der Führungskräfte bewerten zentrales Governance-Tooling als kritisch oder sehr wichtig. Gleichzeitig betrachten nur 12% Integration tatsächlich als zentrale Governance- und Kontrollschicht.Â
Angesichts von EU AI Act, DSGVO und wachsendem regulatorischem Druck wird diese Lücke für Unternehmen zunehmend relevant.Â
FazitÂ
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die zentrale Frage für europäische Unternehmen heute nicht mehr lautet, ob sie KI einführen, sondern wie sie daraus messbare Ergebnisse realisieren können. Entscheidend ist weniger die Ambition allein als die Frage, ob die nötigen Grundlagen vorhanden sind, damit KI in der Praxis messbare Ergebnisse liefern kann.Â
State of Integration & AI 2026 wurde von Frends beauftragt und im April 2026 unabhängig von Sapio Research durchgeführt.Â
Vollständigen Bericht hier herunterladen: https://frends.com/state-of-integration-and-ai-2026
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: sandra.siljestedt@frends.com Â
Frends iPaaS ist eine Europäische Enterprise Application Integration Platform as a Service, die es Kunden erlaubt, Anwendungen über ein einziges User Panel in hybride oder lokale Cloud-Umbgebungen zu integrieren. Frends ist eine low-code iPaaS und verwendet BPMN2.0 – den Business Process Management and Notation Standard. Mit Frends können Sie alle API Integrationen und Prozessautomatisierungen auf einer einzigen leistungsstarken Plattform entwickeln, verwalten und sichern.
Frends wurde 1988 in Finnland gegründet und ist auf dem Skandinavischen und Internationalen Markt seither rapide gewachsen. Heute vertrauen Kunden aus mehr als 15 Länder auf Frends. Frends gehört zu und wurde entwickelt von HiQ (HiQ wurde 1995 gegründet und ist seit 2020 Teil von Triton).
Um mehr zu erfahren, besuchen Sie: frends.com
