Würzburg/Düsseldorf – 18. Mai 2026_ Kneipp, einer der führenden deutschen Hersteller von kosmetischen und pharmazeutischen Produkten, nutzt die Product Information Management (PIM)-Lösung von Akeneo, um ihre Produktdatenprozesse zu zentralisieren und zu automatisieren. Das Unternehmen verwaltet damit Produktinformationen für 18 Länder in einer einzigen Plattform und setzt erstmals KI-Funktionen für die automatisierte Erstellung von SEO-Inhalten ein.
Herausforderung: Fragmentierte Datenhaltung bremste Omnichannel-Strategie
Vor der Einführung von Akeneo war die Produktdatenpflege bei Kneipp auf mehrere Systeme verteilt: ein ERP-System (SAP), ein Dokumentenmanagementsystem sowie verschiedene Bildarchive auf unterschiedlichen Netzlaufwerken. Eine zentrale Metadatenverwaltung, multilinguale Produktdarstellung oder strukturierte Datenanreicherung waren in dieser Infrastruktur nicht möglich.
Besondere Anforderungen stellte dabei das Produktportfolio des Unternehmens: Neben klassischen Körperpflegeprodukten umfasst das Sortiment rezeptfreie Arzneimittel und sogenannte OTC-Produkte (Over The Counter) – also diätetische Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel – die strengen regulatorischen Vorgaben unterliegen. Die internen Freigabeprozesse für diese Produktkategorie waren entsprechend aufwendig und zeitintensiv.
„Vor der Einführung von Akeneo war unsere Basis für die Bespielung der digitalen Verkaufskanäle ein Bildarchiv, das weder eine Metadatenverwaltung noch Datenanreicherung oder eine multilinguale Produktdarstellung für die verschiedenen internationalen Regionen ermöglichte“, erklärt Alex Schäfer, IT Manager Digital Technology & Architecture bei Kneipp.
Implementierung in vier Monaten – gemeinsam mit Portaltech Reply
Die Einführung des Akeneo PIM erfolgte 2020 in Zusammenarbeit mit dem zertifizierten Akeneo-Partner Portaltech Reply und wurde innerhalb von nur vier Monaten abgeschlossen. Die SAP-Anbindung wurde dabei bewusst als Einbahnstraße konzipiert: Stammdaten fließen aus dem ERP in das PIM, während angereicherte Inhalte wie Vegan-Kennzeichnungen, länderspezifische Marketingtexte oder SEO-Attribute ausschließlich in Akeneo gepflegt werden.
Heute nutzen verschiedene Unternehmensbereiche die Plattform für unterschiedliche Zwecke: Das Trade-Marketing- und E-Commerce-Team verantwortet die operative Datenpflege, während andere Abteilungen Akeneo als strukturierte Informationsquelle nutzen.
KI automatisiert SEO-Content-Erstellung
Ein zentrales Einsatzfeld ist inzwischen die KI-gestützte Generierung von Produktinhalten. Akeneo generiert auf Basis vorhandener Produktbeschreibungen automatisch alternative SEO-Attribute und unterstützt damit die Erstellung von Unique Content für verschiedene Vertriebskanäle und Regionen.
„Früher mussten wir für diese SEO-Attribute Inhalte manuell ausfüllen – heute fassen wir manche Felder gar nicht mehr an und haben eine deutliche Arbeitsersparnis“, so Thomas Krafft, Leiter Handelsmarketing bei Kneipp.
Darüber hinaus lassen sich Produktinhalte über regelbasierte Mechanismen automatisiert für verschiedene Länder und Sprachversionen duplizieren und anpassen – ein wesentlicher Effizienzgewinn für ein Unternehmen mit Vertriebsaktivitäten in 18 Märkten.
Compliance-konforme Workflows für regulierte Produktkategorien
Ein besonderer Vorteil der Lösung liegt in der Abbildung regulatorischer Freigabeprozesse. Für OTC-Produkte und Nahrungsergänzungsmittel lassen sich in Akeneo mehrstufige Approval-Workflows einrichten, die sicherstellen, dass Produktinformationen vor der Veröffentlichung alle notwendigen internen Prüfinstanzen durchlaufen. Dies reduziert Compliance-Risiken und verkürzt gleichzeitig die Zeit bis zur Marktreife neuer Produkte.
Über Kneipp
Die Kneipp GmbH ist einer der führenden Hersteller von kosmetischen und pharmazeutischen Produkten in Deutschland. Begonnen hat diese Erfolgsgeschichte 1891. Damals übertrug Sebastian Kneipp dem Firmengründer Leonhard Oberhäußer das Exklusivrecht, pharmazeutische und kosmetische Produkte sowie diätetische Lebensmittel „mit dem Namen und dem Bilde des Herrn Pfarrer Sebastian Kneipp“ zu entwickeln, herzustellen und zu vertreiben. Aus diesem kleinen „Startup“ in einer Würzburger Apotheke ist ein internationales Unternehmen geworden, das weltweit rund 700 Mitarbeitende beschäftigt, davon über 500 in Deutschland. Heute vertreibt Kneipp seine Produkte in 18 Ländern rund um den Globus über Vertriebspartner und eigene Tochterunternehmen.