Vom SEF-Netzwerk in die Produktion: PS Industry setzt ganzheitliche Digitalisierungsstrategie um

Vom SEF-Netzwerk in die Produktion: PS Industry setzt ganzheitliche Digitalisierungsstrategie um

Limburg a. d. Lahn, 3. Juni 2026 – Der SEF Smart Electronic Factory e. V. zeigt an einem aktuellen Projekt, wie aus seinem Netzwerk konkrete Digitalisierungsvorhaben für den produzierenden Mittelstand entstehen. Bei dem Entwickler und Fertiger PS Industry wurde eine ganzheitliche Digitalisierungsstrategie entwickelt und umgesetzt – gemeinsam mit den SEF-Mitgliedern Asseco und der Technischen Hochschule Mittelhessen. Im Zentrum standen die Einführung eines ERP-Systems, die Digitalisierung zentraler Unternehmensprozesse sowie die konzeptionelle Vernetzung von Fertigungsbereichen.

Das Projekt verdeutlicht, welche Rolle der SEF Smart Electronic Factory e.V. als Plattform für die industrielle Digitalisierung im Mittelstand einnimmt: Der Verein bringt Unternehmen, Technologiepartner und Wissenschaft zusammen, damit Digitalisierungslösungen schneller in die Praxis gebracht werden können. Die operative Umsetzung erfolgte durch die beteiligten Mitglieder.

„Dieses Projekt zeigt sehr gut, dass Unternehmen bei der Digitalisierung besonders dann schneller vorankommen, wenn sie von den Erfahrungen und Kompetenzen anderer profitieren können. Gerade im Mittelstand kann heute niemand alle technologischen und organisatorischen Herausforderungen allein lösen. Entscheidend ist, unterschiedliche Perspektiven und Domänenwissen zusammenzubringen, um tragfähige Lösungen für die Praxis zu entwickeln“, sagt Christina Hild, Geschäftsführerin des SEF Smart Electronic Factory e. V.

Digitalisierungsstrategie verbindet Prozesse, IT und Fertigung

PS Industry entwickelt und produziert technische Leuchten. Um Abläufe transparenter zu gestalten, Insellösungen abzulösen und schneller auf Veränderungen reagieren zu können, wollte das Unternehmen seinen Digitalisierungsgrad gezielt erhöhen. Gemeinsam mit den SEF-Mitgliedern Asseco und der Technischen Hochschule Mittelhessen entstand daraus eine ganzheitliche Digitalisierungsstrategie, die Prozesse, IT und Fertigung zusammenführt.

Zu Beginn analysierten die Projektpartner die bestehende Prozess- und Systemlandschaft und definierten anschließend eine Zielarchitektur für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Darauf aufbauend entschied sich PS Industry für die Einführung des ERP-Systems von Asseco, das schrittweise implementiert wurde. Parallel planten die Beteiligten die Vernetzung zentraler Fertigungsbereiche – darunter Elektronikfertigung, Leuchten-Endmontage und Cobot-Anwendungen – sowie die dazugehörige IT- und Serverinfrastruktur.

Im Mittelpunkt stand dabei ein durchgängiger Ansatz für die Digitalisierung der Produktion und der administrativen Prozesse. Ein strukturierter Projektplan sorgte dafür, dass technische, organisatorische und wirtschaftliche Anforderungen zusammengeführt und praxisnah umgesetzt werden konnten.

Leuchtturm-Beispiel für den Mittelstand

„Besonders wichtig war uns allen die Orientierung an den realen Rahmenbedingungen mittelständischer Unternehmen. Begrenzte personelle Ressourcen, Budgetrestriktionen und fehlendes Spezialwissen bremsen Digitalisierungsprojekte häufig aus. Deshalb legten wir sehr großen Wert auf eine Lösung, die wirtschaftlich tragfähig, skalierbar und im Tagesgeschäft praktikabel ist“, sagt Andor Prohaszka, Geschäftsführer bei PS Industry.

Mit der neuen Systemlandschaft geht PS Industry einen wichtigen Schritt für eine vernetzte Produktion. Das Unternehmen reduziert die heterogene Struktur, verbessert die Datenbasis für strategische Entscheidungen und kann schneller auf Veränderungen im Produktionsumfeld reagieren. Gleichzeitig erleichtern standardisierte digitale Prozesse die Einarbeitung neuer Mitarbeiter und schaffen mehr Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Weitere Digitalisierungsschritte sind bereits geplant und werden aktuell gemeinsam mit Mitgliedern des SEF-Netzwerks diskutiert und vorbereitet.