Günstiger fliegen, stressfrei buchen, sicher ankommen – welche Airlines wirklich liefern

Günstiger fliegen, stressfrei buchen, sicher ankommen – welche Airlines wirklich liefern

Wer einen Flug buchen möchte, stößt schnell auf eine ernüchternde Frage: Welche Airline zeigt mir klar, was mein Ticket wirklich kostet – und welche versteckt Treibstoffzuschläge bis zum letzten Klick? Die neue Studie Airline Benchmark 2026 von team neusta und NetFederation gibt darauf erstmals systematische Antworten.

Der Airline Benchmark 2026 hat 30 europäische Fluggesellschaften anhand von 126 Kriterien untersucht. Und das nicht aus der Perspektive von IT-Abteilungen, sondern aus der von Menschen, die einfach einen guten Flug buchen wollen.

VERSTECKTE KOSTEN, FEHLENDE ZÜGE, KEIN PREISALARM

Wer zum Flughafen muss, fragt sich: Wie komme ich hin? Gibt es eine Bahn-Flug-Kombination? Was kostet mich das wirklich? Die Studie zeigt: Diese einfachen Fragen beantworten längst nicht alle Airlines zufriedenstellend.

Nur 50 % der Airlines weisen Treibstoffzuschläge klar aus – für die andere Hälfte erfährt man den wahren Preis erst kurz vor der Buchung.

Nur 60 % der Airlines bieten Rail & Fly-Optionen an – wer mit der Bahn zum Flughafen anreisen will, findet bei fast jeder dritten Airline kein integriertes Angebot.

Lediglich 33 % der Airlines ermöglichen einen Preisalarm – wer auf ein günstiges Ticket wartet, muss bei den meisten selbst täglich nachschauen.

LUFTHANSA VORN – PEGASUS ÜBERRASCHT

Lufthansa führt das Gesamtranking mit 846 von 1.000 Punkten an und überzeugt vor allem beim Buchungserlebnis: klare Preise im Kalender, einfache Sitzplatzwahl, nahtlose Zusatzleistungen. Dicht dahinter folgen TUI fly und Norwegian.

Eine echte Überraschung: Die türkische Low-Cost-Airline Pegasus Airlines setzt als einzige Fluggesellschaft im Benchmark bereits KI-gestützte Suche und einen intelligenten Chatbot ein. Wer auf pegasus.com „Ich suche einen günstigen Flug nächsten Freitag“ tippt, bekommt sofort sinnvolle Vorschläge – ein Komfort, den die meisten europäischen Platzhirsche noch nicht bieten.

JEDE VIERTE AIRLINE-APP FÄLLT DURCH

Für die meisten Reisenden ist die App der wichtigste digitale Kontaktpunkt: beim Einchecken, beim Abrufen der Bordkarte, beim Verfolgen von Flugänderungen. Die Studie zeigt allerdings, dass es hier erheblichen Nachholbedarf gibt. Nur 73 % der Airline-Apps erreichen im Schnitt mindestens 4 Sterne im App Store – die Marke, ab der Nutzer eine App als zuverlässig wahrnehmen. Und keine einzige Airline-App kommt auf 5 Sterne.

Das bedeutet: Jeder vierte Reisende nutzt eine App, die von anderen Nutzern als mangelhaft bewertet wird. Wer schon einmal kurz vor dem Gate mit einer abstürzenden App oder einem nicht ladbaren Boarding Pass stand, weiß, warum das zählt.

KLIMAZIELE KOMMUNIZIERT, KLIMABILANZ VERSCHWIEGEN

Fast alle Airlines – rund 90 % – kommunizieren konkrete Klimaziele. Doch wer genauer hinschaut, stößt auf eine auffällige Lücke: Nur 37 % der Fluggesellschaften stellen die tatsächliche Klimabilanz ihrer Flotte transparent dar. Die Absicht wird kommuniziert, die Ergebnisse kaum.

Noch deutlicher wird der Widerspruch beim Blick auf die eigene digitale Infrastruktur: 60 % der Airline-Server laufen nicht mit Grünstrom. Wer als Airline Nachhaltigkeit glaubwürdig vertreten will, sollte nicht nur die Flotte im Blick haben – sondern auch den ökologischen Fußabdruck der eigenen Website.

BARRIEREFREI AUF DEM PAPIER, NICHT IN DER PRAXIS

60 % der untersuchten Airline-Websites erfüllen die technischen Standards der Barrierefreiheit nicht. Alle Airlines informieren zwar ausführlich über barrierefreies Reisen – doch die eigene Website ist für viele Menschen mit Einschränkungen schlicht schwer nutzbar. Die spanische Airline Vueling wurde dafür bereits mit einem Bußgeld von 90.000 Euro belegt. „Wer Glaubwürdigkeit will, muss auch digital nachhaltig handeln“, sagt Thorsten Greiten, Geschäftsführer von NetFederation. „Genau darin liegt eine der zentralen Aussagen des Benchmarks: Digitale Qualität entsteht nicht isoliert in einzelnen Funktionen, sondern im Zusammenspiel von Transparenz, technischer Sorgfalt und strategischer Klarheit.“

KI SUCHT – ABER KAUM EINE AIRLINE IST WIRKLICH BEREIT

Immer mehr Menschen fragen bei der Reiseplanung nicht mehr zuerst eine Suchmaschine, sondern einen KI-Assistenten: „Finde einen günstigen Flug nach Mailand nächstes Wochenende.“ Die gute Nachricht: 29 von 30 Airlines erlauben KI-Systemen bereits den Zugang zu ihren Daten. Die schlechte: Nur 6 Airlines nutzen KI aktiv auf der eigenen Website. „Viele Airlines öffnen ihre Türen für KI-Crawler – das ist die Pflicht. Aber die Kür, nämlich KI aktiv für das Kundenerlebnis zu nutzen, beherrscht fast niemand“, sagt Dirk Kabus, Geschäftsführer bei team neusta.

Vorreiter Wizz Air geht noch weiter: Die ungarische Low-Cost-Airline hat als erste europäische Fluggesellschaft spezielle Schnittstellen für KI-Assistenten eingerichtet. KI-Systeme können dort Flugdaten, Preise und Verfügbarkeiten in Echtzeit abrufen – nicht als lästige Crawler, sondern als vollwertiger Vertriebskanal.

300 PUNKTE ABSTAND – UND WIE AIRLINES AUFHOLEN

Zwischen dem Besten und dem Schwächsten im Ranking liegen fast 300 Punkte. Das ist kein Zufall, sondern Ausdruck strategischer Prioritäten und strategischer Lücken. Dabei ist das Feld dichter, als es auf den ersten Blick wirkt: Im Mittelfeld trennen nur wenige Punkte Platz 11 von Platz 25. Wer gezielt nachzieht, kann schnell Boden gutmachen.

Viele der identifizierten Defizite sind keine technischen Großprojekte. Treibstoffzuschläge transparent ausweisen, einen Preisalarm einrichten, Flughafeninformationen erweitern: Das sind Maßnahmen, die kurzfristig umsetzbar sind und direkt auf das Vertrauen der Reisenden einzahlen.

Andere Themen wie technische Barrierefreiheit, KI-gestützte Suche oder konsistente Nachhaltigkeitskommunikation erfordern mehr Vorlauf, sind aber angesichts wachsender regulatorischer Anforderungen keine Kür mehr, sondern Pflicht.

Der Benchmark liefert dafür die Grundlage: Er macht sichtbar, wo eine Airline im europäischen Vergleich steht. Fluggesellschaften, die ihren konkreten Rückstand kennen und wissen wollen, welche Maßnahmen den größten Hebel haben, können auf Basis der Studie einen individuellen Check anfragen.

NetFederation begleitet Fluggesellschaften dabei, digitale Lücken systematisch zu schließen – nicht als Checkliste, sondern als strategische Einordnung mit umsetzbaren nächsten Schritten. Weitere Informationen: www.netfederation.de

Die vollständige Studie mit Rankings, Trends und Empfehlungen steht zum kostenlosen Download bereit: Einfach Mailadresse auf www.airline-benchmark.de eingeben – direkter Zugriff!