SAS entlarvt KI-gestützten Versicherungsbetrug mit Agentic AI

Heidelberg, 10. Juni 2026 — Immer mehr Versicherte nutzen frei verfügbare KI-Tools, um erfundene Schäden mit gefälschten Bildern nachzuweisen. SAS, einer der weltweit führenden Anbieter von Lösungen für Daten und künstliche Intelligenz (KI), reagiert mit einer KI-Lösung auf solche zunehmend raffinierten Betrugsversuche: KI-Agenten identifizieren verdächtige Beweisfotos und weisen auf Anomalien hin. Versicherungsermittler sind damit in der Lage, echte Bilder sofort von manipulierten oder synthetischen zu unterscheiden und betrügerische Schadensmeldungen zu entlarven, bevor es zur Regulierung kommt.

Eine schnell wachsende Bedrohung

Technologien wie Generative AI begünstigen betrügerische Vorgänge, da sie Manipulationen einfacher, schneller und breiter verfügbar machen. Allein in Deutschland verursacht Versicherungsbetrug einen geschätzten Schaden von über 6 Milliarden Euro pro Jahr; etwa bei jedem zehnten Fall in der Schaden- und Unfallversicherung gibt es Ungereimtheiten. Ermittler sind jedoch längst nicht ausreichend vorbereitet, wenn es um Betrug mit intelligenten Technologien geht. So hat eine Umfrage der Association of Certified Fraud Examiners (ACFE) und SAS gezeigt, dass 93 Prozent der Experten in der Betrugsbekämpfung ihre Organisation für bestenfalls mäßig gerüstet halten, um KI-gestützten Betrug zu erkennen. In der Versicherungsbranche schätzt kein einziger Befragter den eigenen Status diesbezüglich höher als „mäßig“ ein.

Synthetische Bilder erkennen

SAS hat mit Agentic AI eine Fraud-Screening-Pipeline auf Basis von SAS Intelligent Decisioning (https://www.sas.com/de_de/software/intelligent-decisioning.html) und SAS Viya entwickelt, mit der sich synthetisch erzeugte oder manipulierte Bilder im Zusammenhang mit Schadensmeldungen frühzeitig erkennen lassen, bevor sie zur Beurteilung des Falles herangezogen werden. Die agentenbasierte Pipeline zur Betrugsprüfung kombiniert Computer Vision, Optical Character Recognition (OCR) und LLM-basiertes Reasoning. Die SAS Lösung wurde für Versicherer entwickelt, lässt sich aber auf Branchen wie Banken und Behörden übertragen, wo Betrug mithilfe von gefälschten Bildern ebenfalls ein wachsendes Problem darstellt.

Die KI-gestützte Pipeline bietet:

— Automatisiertes Content-Screening: Dokumente und Bilder werden automatisch auf Anzeichen für Manipulation hin geprüft.

— Multi-Signal-Betrugserkennung: OCR-Texterkennung, semantisches Reasoning und forensische Bildanalyse identifizieren verdächtige Inhalte.

— Risikobasierte Entscheidungen: Ein kalibrierter Risikoscore steuert Aktionen wie automatische Freigabe, Eskalation an einen Sachbearbeiter oder Ablehnung.

— Erklärbare Ergebnisse: Visuelle Overlays markieren auffällige Bildbereiche und machen nachvollziehbar, warum Inhalte als verdächtig eingestuft wurden.

— Operatives Monitoring: Dashboards in SAS Viya beobachten Modellverhalten, Risikotrends und Entscheidungen im Zeitverlauf.

Manipulationen, die das Auge übersieht

Mit ChatGPT, Gemini & Co. lassen sich ohne spezielle Vorkenntnisse überzeugende „Schäden“ in Alltagsfotos einfügen. Die kleinen Manipulationen bleiben dem menschlichen Auge häufig verborgen und sind schwierig nachzuweisen, sobald die Bilder in eine Schadenforderung eingebunden sind.

Beispiele finden sie hier (https://info.haffapartner.de/newsroom/sas-entlarvt-ki-gestuetzten-versicherungsbetrug-mit-agentic-ai).

„Mit wenigen Prompts können Betrüger mit Generative AI visuelle Beweise erzeugen, verfälschen oder löschen, um unberechtigte Versicherungsansprüche zu stützen“, erklärt Franklin Manchester, Principal Global Insurance Advisor bei SAS. „Versicherer müssen mit intelligenter Technologie dagegenhalten, um Betrugsversuche einzubremsen. Tools zur Erkennung synthetischer Bilder helfen Versicherern, Verluste zu reduzieren, die Genauigkeit zu erhöhen. Nicht zuletzt schützen sie damit ehrliche Kunden und ersparen der Gemeinschaft der Versicherten hohe Kosten.“

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