Neuer Auswahlleitfaden für Spitex-Software in der Schweiz von job.rocks veröffentlicht

Neuer Auswahlleitfaden für Spitex-Software in der Schweiz von job.rocks veröffentlicht

Zürich, 11. August 2026 – Spitex-Organisationen stehen bei der Digitalisierung vor einer grundlegenden Frage: Benötigen sie eine vollständige Fachlösung für Klienten, Leistungen, Pflegedokumentation und Abrechnung oder eine flexible Ergänzung für Personalpool, Einsatzplanung, Kommunikation und Arbeitszeiten? Ein aktualisierter Schweizer Auswahlleitfaden von job.rocks ordnet die unterschiedlichen Softwaretypen ein und zeigt, welche Kriterien vor einer Entscheidung geprüft werden sollten.

Der Leitfaden unterscheidet drei Kategorien: Spitex-Komplettlösungen, modulare Personaleinsatzplanung und einfache Planungs-Apps. Diese Systeme können sich im Alltag ergänzen, übernehmen aber nicht dieselben Aufgaben. Eine Dienstplan-App ersetzt keine medizinische Pflegedokumentation. Umgekehrt muss eine flexible Personaleinsatzplanung nicht automatisch Klientenverwaltung, Leistungsabrechnung oder branchenspezifische Fachberichte abdecken.

„Bei der Softwareauswahl werden häufig Lösungen miteinander verglichen, die für unterschiedliche Prozesse entwickelt wurden“, sagt Gerrit Kesten, Co-Founder von job.rocks. „Eine Spitex-Organisation sollte deshalb zuerst klären, welche Aufgaben zwingend in einem Fachsystem liegen und wo eine ergänzende Personaleinsatzplanung sinnvoll ist. Erst danach lassen sich Funktionen, Schnittstellen und Kosten seriös vergleichen.“

Sieben Prüffelder für die Softwareauswahl

Der Auswahlleitfaden empfiehlt, nicht mit einer möglichst langen Funktionsliste zu beginnen, sondern mit den tatsächlichen Arbeitsabläufen der Organisation. Im Mittelpunkt stehen sieben Prüffelder:

1. Klienten- und Leistungsverwaltung: Welche fachlichen Daten, Leistungsnachweise und Abrechnungsprozesse muss das System abdecken?

2. Einsatzplanung: Lassen sich Verfügbarkeiten, Qualifikationen, Standorte und Einsatzanforderungen gemeinsam prüfen?

3. Mobile Nutzung: Welche Informationen sehen Mitarbeitende unterwegs und welche Zeiten oder Rückmeldungen können sie erfassen?

4. Schnittstellen und Exporte: Wie werden Fach-, Lohn- und Planungssysteme verbunden, ohne Daten mehrfach zu pflegen?

5. Datenschutz und Berechtigungen: Wo werden Daten verarbeitet und wie funktionieren Rollen, Zugriffe, Protokollierung und Löschung?

6. Reporting: Welche Auswertungen benötigt die Organisation für interne Steuerung, Fachprozesse und externe Anforderungen?

7. Gesamtkosten: Welche Aufwände entstehen zusätzlich zu Lizenzen durch Einrichtung, Migration, Schnittstellen, Support und Zusatzmodule?

Reale Abläufe statt vorbereiteter Produktdemo

Der Leitfaden empfiehlt Spitex-Organisationen, mögliche Lösungen anhand eines realistischen Ablaufs zu testen. Dazu gehören beispielsweise ein kurzfristiger Personalausfall, eine Einsatzanforderung mit bestimmter Qualifikation, die mobile Rückmeldung einer Pflegefachperson und die anschliessende Übergabe geprüfter Zeitdaten. So wird sichtbar, welche Schritte das System tatsächlich unterstützt und wo weiterhin manuelle Übertragungen oder zusätzliche Fachlösungen notwendig sind.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf klaren Systemgrenzen. job.rocks selbst ist eine Plattform für Personalpool, Einsatzplanung, App-Kommunikation und Zeiterfassung. Die Lösung ersetzt keine medizinische Pflegedokumentation und keine vollständige Spitex-Leistungsabrechnung. In einem modularen Aufbau kann sie operative Personal- und Planungsprozesse ergänzen.

Der aktualisierte Leitfaden enthält Vergleichstabellen, praktische Prüffragen und Hinweise zu Einführung, Datenmigration und Pilotbetrieb. Er richtet sich an Geschäftsleitungen, Disposition, Pflegeverantwortliche und Administration von Schweizer Spitex-Organisationen.

Zum vollständigen Auswahlleitfaden für Spitex geht es hier.