Automatisierung der Lead-Recherche und Kaltakquise mit ALI

Automatisierung der Lead-Recherche und Kaltakquise mit ALI

Wer den Vertrieb skalieren ohne neue Mitarbeiter als Vorgabe auf den Tisch bekommt, stößt im Alltag schnell an eine harte Grenze. Die Leute sitzen vor Bildschirmen und wühlen sich durch LinkedIn, weil sie valide Entscheider finden im B2B-Vertrieb müssen. Das frisst Stunden. Am Ende hat man eine Tabelle voller Namen, aber die Kernfrage bleibt meist unbeantwortet: Wie finde ich Kunden, die gerade kaufbereit sind? Die ewige Debatte um kalte Leads vs. warme Leads entscheidet sich in der Praxis oft schlicht an der Menge an Zeit, die jemand in die digitale Vorab-Forensik gesteckt hat. Ich habe mir in den letzten Wochen angesehen, wie man diese Lead-Recherche automatisieren kann.

Die Münchner Gründer Flo und Vincent standen in ihrer Agentur ice space_ vor exakt diesem Engpass. Sie brauchten Neukunden. Die manuelle Suche blockierte allerdings die Ressourcen. Sie bauten ein eigenes Konstrukt, das sie ALI tauften. Inzwischen läuft das System als eigenständige Software. Technisch gesehen ist das Setup eine funktionierende gekaufte Lead-Listen Alternative. Das System hortet keine statischen Adressen in irgendwelchen Datenbanken. Mehrere KI-Agenten scannen das Netz kontinuierlich nach konkreten Ereignissen. Eine Firma schließt eine Finanzierungsrunde ab, das Management wechselt, ein Mittelständler schreibt auffällig viele Tech-Jobs aus, ein Unternehmen expandiert in einen neuen Markt.

Häufen sich solche Signale bei einem Firmenprofil, schlägt das System an. Das Setup für den Nutzer ist denkbar unspektakulär. Man tippt die eigene Website ein. Die Algorithmen lesen die Seite aus, extrahieren das Angebot und definieren die Suchparameter selbstständig. Nach ein paar Minuten spuckt die Maschine die ersten Ergebnisse aus. Zu jedem priorisierten Kontakt generiert das System direkt einen passenden Text. Wer personalisierte Erstkontakte automatisch erstellen will, findet die entsprechenden Entwürfe für E-Mail, LinkedIn oder das Telefon direkt im Dashboard. Ein automatischer Versand findet niemals statt. Ein Mensch prüft den Text, passt ihn vielleicht minimal an und drückt auf Senden.

Das klärt auch die rechtliche Seite. Daten fließen nur bei einem echten, dokumentierten Anlass. Das berechtigte Interesse nach Artikel 6 DSGVO greift hier sauber, weil das erkannte Kaufsignal den sachlichen Grund für die Kontaktaufnahme liefert. Die gesetzlichen Pflichtinformationen landen automatisch im Textentwurf.

Aus dem Eigenbetrieb der Gründer existieren konkrete Messwerte. Das Team wollte spürbar Zeit sparen bei Kaltakquise und lag am Ende bei rund 30 Minuten weniger Aufwand pro Kontakt. Die Öffnungsrate der versendeten E-Mails lag bei 79 Prozent. Knapp ein Fünftel der angeschriebenen Personen antwortete auf die erste Nachricht. Ein fertiger Lead kostet im System durchschnittlich zwei Euro.

Der Zugang funktioniert über ein Credit-System. Der Einstiegspreis für Einzelnutzer liegt bei 99 Euro im Monat. Für einen Testlauf stehen anfangs 200 Credits zur Verfügung. Falls mich demnächst jemand in einem Forum fragt, wie man die Pipeline effizienter füllt, würde ich vermutlich genau hierauf verweisen (https://ali-leads.de/). Das Tool tut schlichtweg, was es soll. Die Maschine bereitet alles vor. Den Abschluss macht der Mensch.