Software Make or Buy: Verschiebt KI die wirtschaftliche Grenze?

Software Make or Buy: Verschiebt KI die wirtschaftliche Grenze?

Augsburg – KI-gestützte Softwareentwicklung gibt Unternehmen Anlass, bisherige Make-or-Buy-Entscheidungen neu zu bewerten. Dabei reicht ein Vergleich von Lizenzpreisen und Entwicklungskosten nicht aus. Im Blogbeitrag „Software: Make or Buy – verschiebt KI die wirtschaftliche Grenze?“ betrachtet Martin Neumeier, Kaufmännischer Leiter der SSA SoftSolutions GmbH, die Gesamtkosten und den wirtschaftlichen Nutzen beider Ansätze.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Lösung einen Geschäftsprozess über mehrere Jahre wirtschaftlich sinnvoll unterstützt. Eine Standardsoftware kann die passende Wahl sein, wenn sie die Anforderungen gut abbildet. Werden jedoch umfangreiche Anpassungen, zusätzliche Schnittstellen oder dauerhaft manuelle Arbeitsschritte notwendig, verändert sich die Rechnung.

Prozesskosten gehören in den Vergleich

Neben Lizenz- und Einführungskosten können bei Standardsoftware Aufwände für Konfiguration, Datenmigration, Schulung und Administration entstehen. Auch zusätzliche Arbeitsschritte, etwa das wiederholte Übertragen von Informationen zwischen Systemen, sollten berücksichtigt werden.

Für Individualsoftware gilt derselbe Anspruch an eine vollständige Betrachtung. Neben der Entwicklung gehören Betrieb, Wartung, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung in die Kalkulation. Eine höhere Anfangsinvestition kann sich wirtschaftlich rechtfertigen, wenn die Lösung den Prozess besser unterstützt. Ob dies zutrifft, muss für den jeweiligen Anwendungsfall geprüft werden.

KI als Faktor in der Wirtschaftlichkeitsrechnung

KI kann einzelne Tätigkeiten in der Softwareentwicklung unterstützen, beispielsweise bei der Erstellung und Überarbeitung von Code, bei Tests oder bei der Dokumentation. Werden diese Arbeiten effizienter, kann sich die Kostenstruktur einer Individualentwicklung verändern.

Daraus folgt jedoch keine pauschale Entscheidung zugunsten individuell entwickelter Software. Anforderungen, Prozessverständnis, Integration und die langfristige Betreuung bleiben wesentliche Aufgaben. Auch Standardsoftware entwickelt sich weiter und kann von KI profitieren.

Neumeier plädiert deshalb dafür, frühere Annahmen über die Wirtschaftlichkeit von Softwarelösungen zu überprüfen. Entscheidend bleibt die konkrete Kombination aus Kosten, Prozesspassung und Nutzen für das Unternehmen.

Fünf Fragen für die Entscheidung

Der Blogbeitrag stellt fünf kaufmännische Prüffragen in den Mittelpunkt:

* Wie gut passt die Standardlösung zum tatsächlichen Geschäftsprozess?
* Welche zusätzlichen Kosten entstehen rund um die Standardlösung?
* Welche Kosten verursacht eine Individualentwicklung über ihren gesamten Lebenszyklus?
* Welchen wirtschaftlichen Wert hat ein besser unterstützter Prozess?
* Wie strategisch wichtig ist dieser Prozess für das Unternehmen?

Die Fragen sollen Unternehmen helfen, über den Anschaffungspreis hinauszublicken. Insbesondere bei Prozessen, die eng mit dem eigenen Geschäftsmodell verbunden sind, kann eine erneute Bewertung sinnvoll sein. Für weitgehend standardisierte Abläufe kann eine gut passende Standardlösung weiterhin die wirtschaftlich überzeugende Wahl bleiben.

Der vollständige Beitrag „Software: Make or Buy – verschiebt KI die wirtschaftliche Grenze?“ ist im SoftSolutions-Blog verfügbar:

https://www.softsolutions.de/blog/software-make-or-buy-verschiebt-ki-die-wirtschaftliche-grenze?utm_source=pr&utm_medium=referral&utm_campaign=make_or_buy_ki&utm_content=pressemeldung