22. September 2026 – Touristen und andere Gelegenheitsfahrgäste müssen sich in den Buslinien der Verkehrsgesellschaft Rosenheim (VGR) keine Gedanken mehr über das richtige Ticket und den Fahrscheinkauf machen. Ein Check-in mit der Bankkarte beim Einsteigen und ein Check-out beim Aussteigen genügen. Das gemeinsam mit INIT eingeführte Ticketing-System VGR-Tap kümmert sich um die Abrechnung und deckelt bei mehreren Fahrten den Preis. Es speichert die Fahrtberechtigung im Backend, sodass kein Ticket mehr ausgedruckt werden muss, und kommt ohne Registrierung aus.
Der einfachste Weg zum Busticket führt für Fahrgäste der VGR seit Anfang August 2026 über VGR-Tap. Das neue Ticketing-System basiert auf dem Account-Based Ticketing (ABT) von INIT, mit dem die Busnutzung so bequem wie das kontaktlose Bezahlen mit der Bankkarte oder dem Smartphone wird. Fahrgäste müssen sich nicht mehr mit Tarifen auseinandersetzen und im Voraus wissen, wie viele Fahrten sie im Tagesverlauf noch absolvieren werden, und sie müssen auch keinen Fahrschein mehr beim Fahrer oder im TicketZentrum der VGR erwerben. Sie benötigen lediglich ihre Bankkarte, die sie beim Einsteigen und Aussteigen an den Validator halten, der in allen 27 Bussen der Verkehrsgesellschaft montiert wurde.
Ein optisches und ein akustisches Signal bestätigen den erfolgreichen Check-in und Check-out. Im Hintergrund registriert das System die Fahrten und fasst dabei auch mehrere Fahrten innerhalb der zulässigen Höchstfahrtdauer zusammen. Am Tagesende werden die Fahrtkosten vom Konto abgebucht, wobei für Einzelfahrten nicht mehr als der Preis eines Streifens auf der Streifenkarte (Preisstand 2026: 1,87 Euro) berechnet wird und die Gesamtkosten auf den Preis einer Tageskarte für die Zone 7 gedeckelt sind (Preisstand 2026: 7 Euro). Die Fahrtberechtigung wird im Backend von INIT ABT hinterlegt, wo sie bei einer Kontrolle vom Kontrollpersonal abgerufen werden kann. Fahrgäste zeigen einfach die Bankkarte vor, mit der sie sich eingecheckt haben. Kunden- oder Bankdaten sind dabei nicht einsehbar – es gibt lediglich eine Rückmeldung, ob eine Fahrtberechtigung vorliegt.
Eine Registrierung ist für VGR-Tap nicht notwendig. Dennoch können Fahrgäste vergangene Fahrten und die Abbuchungshistorie über das VGR-Kundenportal einsehen. Zur Identifizierung dienen die Bankkartendaten.
Mit VGR-Tap will die Verkehrsgesellschaft Rosenheim das Fahrpersonal beim Fahrkartenverkauf entlasten und die Busnutzung deutlich vereinfachen – insbesondere für Gelegenheitsfahrer, etwa Touristen oder Besucher des Herbstfestes, die über keine Zeitkarte verfügen. Deshalb war es für das Unternehmen wichtig, das neue System trotz eines ambitionierten Zeitplans bis zum Beginn des Herbstfestes Ende August an den Start zu bringen, was dank der engagierten Unterstützung durch INIT gelang. Für den ÖPNV-Lösungsspezialisten hatte sich die VGR wegen seiner großen Expertise und überzeugender Referenzprojekte entschieden.
Derzeit befindet sich VGR-Tap im Testbetrieb. Dieser läuft bis Ende Januar 2027, doch es zeichnet sich bereits ab, dass das neue System gut angenommen wird – in den ersten Wochen stiegen die Nutzungszahlen schnell an.
„Je niedriger die Hürden beim Fahrscheinkauf und Bezahlen sind, desto attraktiver wird der ÖPNV auch für diejenigen, die ihn nicht regelmäßig nutzen“, betont Tobias Weiß, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Rosenheim. „Mit VGR-Tap haben wir in Zusammenarbeit mit INIT ein innovatives Angebot geschaffen, das ohne Fahrscheinkauf, Papierticket und Registrierung auskommt. Alle Beteiligten haben enorm viel Herzblut in das Projekt gesteckt, weshalb es uns enorm freut, dass VGR-Tap so schnell Anklang findet und genutzt wird.“
„In Deutschland steckt Account-Based Ticketing noch in den Anfängen, doch das Interesse von Verkehrsunternehmen wächst“, erklärt Sebastian Neil Hölken, Geschäftsführer von HanseCom. „Die Verkehrsgesellschaft Rosenheim ist eines der ersten Unternehmen, das ein solches Ticketing-System hierzulande eingeführt hat. Dass sie dabei auf uns vertraut, macht uns sehr stolz und erlaubt es uns, gemeinsam praxisnahe Erfahrungen mit dem Ticketing der Zukunft zu sammeln, von denen künftig auch andere Verkehrsunternehmen profitieren werden.“
Diese Presseinformation und das Bild in höherer Auflösung können unter www.pr-com.de/companies/hansecom abgerufen werden.
