Mit der Budgetplanung für 2027 lohnt der Blick in den eigenen Lizenzbestand. In fast jedem Unternehmen liegen unbefristete Lizenzen, die niemand mehr nutzt: nach einer Serverkonsolidierung, nach der Migration auf eine andere Datenbank, nach einer ULA-Zertifizierung oder nach dem Ende eines Projekts. Diese Lizenzen verursachen im schlechtesten Fall weiter Supportkosten und verlieren gleichzeitig an Wert. ProLicense empfiehlt, den Bestand einmal jährlich zu prüfen und Überschüsse gezielt abzugeben. Den Schwerpunkt im Handel bilden Oracle- und VMware-Lizenzen.
Warum Warten Geld kostet
Der Restwert einer gebrauchten Lizenz folgt der Nachfrage am Zweitmarkt. Erscheint eine neue Produktversion oder endet der Support für die verkaufte Version, sinkt der erzielbare Preis. Wer erst verkauft, wenn ein Produkt kaum noch eingesetzt wird, findet häufig keinen Käufer mehr. Umgekehrt bleiben Lizenzen, die noch breit im Markt genutzt werden, gut handelbar.
Hinzu kommen laufende Kosten. Wer Support für Lizenzen zahlt, die auf keinem System mehr aktiv sind, finanziert einen Posten ohne Gegenwert.
Oracle und VMware: zwei unterschiedliche Märkte
Bei Oracle entstehen Überschüsse meist nach einer Konsolidierung, einer Migration auf eine andere Datenbank oder nach einer ULA-Zertifizierung, bei der am Ende mehr Lizenzen ausgewiesen werden, als der Betrieb braucht. Diese Lizenzen sind am Zweitmarkt gefragt, weil Käufer gegenüber Neulizenzen deutlich sparen.
Bei VMware hat sich die Lage seit der Übernahme durch Broadcom gedreht. Broadcom vertreibt Subscriptions, unbefristete Lizenzen aus der Zeit davor sind damit ein Asset. Unternehmen, die ihre Umgebung verkleinern oder auf eine Alternative wechseln, geben Perpetual-Lizenzen ab, während andere ihren Mehrbedarf lieber gebraucht und ohne Abo decken.
Was den Preis bestimmt
Den Restwert bestimmen mehrere Faktoren: Produkt und Version, die Lizenzmetrik, die Stückzahl, der Supportstatus und die Nachweislage. Große, einheitliche Pakete erzielen bessere Preise als einzelne Restposten. Eine lückenlose Dokumentation der Herkunft erhöht den Wert, weil der Käufer sonst ein Risiko einpreist.
Verkaufbar sind ausschließlich unbefristete Lizenzen. Abonnements und Subscriptions lassen sich nicht übertragen. Die Voraussetzungen für den Handel hat der Europäische Gerichtshof 2012 festgelegt: rechtmäßiger Ersterwerb in der EU, unbefristete Lizenz, vollständige Übertragung und unbrauchbar gemachte eigene Kopie. Die Beweislast liegt beim Verkäufer.
„Viele Unternehmen entdecken ihre überschüssigen Lizenzen erst, wenn ohnehin niemand mehr danach fragt. Wer den Bestand jedes Jahr einmal ehrlich prüft, verkauft in einem Markt, in dem das Produkt noch gefragt ist. Das ist der Unterschied zwischen Erlös und Abschreibung“, sagt Markus Oberg, Partner und Business Development Manager der ProLicense.
So läuft ein Verkauf ab
Am Anfang steht der Abgleich von Bestand und tatsächlicher Nutzung, idealerweise als Lizenzbilanz. Danach prüft ProLicense die Verkaufbarkeit: Verträge, Nachweiskette und vertragliche Nebenwirkungen. Bei Oracle ist besonders die Neubepreisung der verbleibenden Lizenzen zu beachten, wenn ein Teil des Bestands abgegeben wird.
Nach dem Abschluss des Verkaufs folgen Übertragung, De-Installation und die Dokumentation, die beide Seiten für spätere Audits brauchen.
„Der Preis entsteht am Markt, die Sicherheit entsteht in den Unterlagen. Wer Ersterwerb, Übertragbarkeit und De-Installation sauber belegen kann, verkauft ohne Risiko. Fehlt ein Glied in der Kette, wird aus dem Erlös ein Problem“, sagt Rechtsanwalt Sören Reimers, Geschäftsführer der ProLicense.
ProLicense prüft, bewertet und wickelt den Verkauf mit eigenen Lizenzexperten und Rechtsanwälten ab. Ziel bleibt minimale Kosten bei voller Compliance. Anfragen nimmt ProLicense über die Kontaktseite entgegen.
ProLicense berät seit 2009 Unternehmen im Software License Management, unabhängig von Oracle, Microsoft, VMware und allen anderen Herstellern. Die Gründer Sören Reimers (Rechtsanwalt) und Christian Grave (Diplom-Kaufmann) waren jeweils über acht Jahre bei Oracle tätig. ProLicense unterstützt bei Software-Audits, Lizenzverhandlungen und ULA-Zertifizierungen, beim Wechsel zu Drittsupport für Software, Hardware und End-of-Life Open Source sowie beim Umstieg auf Alternativen wie Azul, Payara oder Nutanix. Als Reseller von HeroDevs bietet ProLicense Never-Ending Support für abgekündigte Open-Source-Software an. Ziel jedes Mandats: minimale Kosten bei voller Compliance. Mehr unter www.prolicense.com.
