x-tention und die Universitätsmedizin Mainz (UM) geben den Start eines wegweisenden Projekts bekannt: Gemeinsam mit den Technologiepartnern Better und Tieto Caretech führen sie die klinische Datenplattform UM.Core an der UM ein.
Im zugrundeliegenden Clinical Data Repository (CDR) werden die klinischen Daten aus den heterogenen Systemen des Hauses erstmals patientenzentriert strukturiert und auf Basis der internationalen Standards openEHR und FHIR herstellerneutral gehalten. Die UM investiert hiermit bewusst in die langfristige Hoheit über die sensiblen klinischen Daten.
Ausgangslage: Daten im Herstellersilo
Die UM umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Einrichtungen und verfügt über eine hochspezialisierte und über viele Jahre gewachsene klinische IT-Landschaft. Relevante Patientendaten werden in unterschiedlichen Primär- und Fachsystemen mit eigener spezialisierter Datenhaltung erfasst. Die Vernetzung dieser Daten miteinander ist ein sehr aufwendiger Prozess.
Zielsetzung: Offene Standards, klare Governance
Das Projekt UM.Core zielt darauf ab, klinische Daten künftig in einem CDR in höchstem Grad strukturiert verfügbar zu machen, um eine einheitlichere Sicht auf Patienten und deren Behandlungsverlauf zu ermöglichen. Die Datenhaltung erfolgt in openEHR – einem internationalen Standard, der auf lebenslange Datenhaltung ausgelegt ist und einen Systemwechsel ohne aufwendige Datenmigration ermöglicht.
Das CDR wird als Managed Service in der zertifizierten Private Health Cloud durch x-tention betrieben. Die technologische Grundlage für die offene, standardisierte Datenhaltung bildet die Plattform von Better. Tieto Caretech bringt mit der Lifecare Open Platform und SmartUI die Komponenten für rollenbasierte klinische Sichten und nutzerorientierte Anwendungen ein. Die Integration der Datenströme aus den Quellsystemen erfolgt über MACH | Orchestra. Die fachliche Projektsteuerung sowie die klinische Validierung der Datenbausteine liegen bei der UM.
Nutzen: Stärkung der Patientensicherheit, Reduktion des Vendor Lock-ins
Für das klinische Personal schafft UM.Core einen bislang einzigartigen systemübergreifenden 360°-Echtzeit-Überblick über alle relevanten Patientendaten in einem konsolidierten Dashboard. Dadurch werden Suchaufwände reduziert, Entscheidungsgrundlagen verbessert und die Patientensicherheit gestärkt.
Perspektivisch wird der umfassende Zugriff auf klinische Informationen von proprietären Datenhaltungen entkoppelt und damit Abhängigkeiten im Sinne eines Vendor Lock-ins deutlich reduziert. UM.Core wird zugleich als hochverfügbare Notfallkomponente mitgedacht: Fällt ein Primärsystem aus, bleibt der lesende Zugriff auf essenzielle Behandlungsdaten erhalten und die Arbeitsfähigkeit des klinischen Personals wird sichergestellt.
„Das Vertrauen, das die Universitätsmedizin Mainz in uns setzt, ist für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich“, so Herbert Stöger, Geschäftsführer und Gründer von x-tention. „Mit dem Aufbau einer herstellerneutralen Datenplattform geht das Haus einen Schritt, den wir für wegweisend halten – nicht nur für die eigene Einrichtung, sondern für die gesamte Krankenhauslandschaft. Gemeinsam mit unseren Partnern Better und Tieto Caretech sind wir überzeugt: Die Zukunft der klinischen IT liegt in offenen Datenplattformen.“
„UM.Core zielt darauf ab, klinische Daten künftig in einem CDR in höchstem Grad strukturiert verfügbar zu machen, um eine einheitlichere Sicht auf Patient:innen und deren Behandlungsverlauf zu ermöglichen. Gleichzeitig bietet die offene Architektur der Plattform das Potential für eine verbesserte Vernetzung und für mehr Kooperationen in Patientenversorgung und Forschung“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz. Und betont: „Ich freue mich, dass wir das CDR explizit auch für die klinische Patientenversorgung einführen. Wir sind damit Pionier in Deutschland und gestalten die Medizin der Zukunft aktiv mit.“
*Bildunterschrift:
v.l.n.r.: Dr. Stephan Weinberg (Kaufmännischer Vorstand der UM), Kathrin Zednik (Vorstand Pflege- und Gesundheitsfachberufe der UM), Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich (Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der UM), Wolfgang Pramendorfer (Geschäftsführer und Gründer von x-tention), Clemens Hoch (Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit RLP; Vorsitzender des Aufsichtsrats der UM), Bernhard Kronsteiner (Geschäftsführer von x-tention), Dipl.-Ing. Kathleen Kreutzer (Vorstand Bau und Infrastruktur der UM), Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees (Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan der UM), Hannah Herkel (Leiterin Abteilung Hochschulen im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit; Stv. Vorsitzende des Aufsichtsrats der UM), Daniel Schmitz (Abteilungsleiter Datenintegration GB IT der UM)
Über x-tention
“IT with care“, dafür steht x-tention seit 25 Jahren. Wir harmonisieren und integrieren unterschiedliche IT-Systeme im Gesundheitswesen, damit sich unsere Kunden ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. In den fünf Kernmärkten Deutschland, Österreich, der Schweiz, UK und den USA unterstützen mehr als 800 Mitarbeitende über 1.000 Kunden erfolgreich in den Bereichen Consulting, Softwareentwicklung, Data Science, Delivery, Managed Services und Cybersecurity. Weitere Informationen erhalten Sie unter
Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend in 11 Departments zusammenarbeiten und jährlich rund 395.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 600 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Hinweis
Aus Gründen der Lesbarkeit verzichten wir auf geschlechtsspezifische Formulierungen. Soweit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Männer, Frauen und Diverse in gleicher Weise.
