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70 % der deutschen Führungskräfte haben seit dem Einsatz von KI ihre Erwartungen an die Leistung ihrer Teams erhöht
Bei 67 % bleibt die Arbeitsbelastung gleichzeitig unverändert oder steigt
49 % verlieren zwei bis drei von zehn Arbeitsstunden mit der Suche nach Informationen, die im eigenen Unternehmen bereits vorhanden sind
Deutsche Unternehmen von 1000 Mitarbeitenden verlieren dadurch durchschnittlich 444.454 € pro Jahr an verlorener Arbeitszeit.
Künstliche Intelligenz soll Arbeit effizienter machen und Teams entlasten. In deutschen Unternehmen zeigt sich bislang jedoch ein anderes Bild: 70 % der Führungskräfte haben seit dem Einsatz von KI ihre Erwartungen daran, was ihre Teams leisten können, erhöht. Außerdem berichten 67 %, dass ihre eigene Arbeitsbelastung und die ihrer Mitarbeitenden gleich geblieben oder sogar gestiegen sind.
Das zeigt die Auswertung des Factorial Business Facts Index 2026 für Deutschland. Bei der Untersuchung wurden im August 2026 rund 750 Führungskräfte und Entscheidungsträger aus deutschen Unternehmen. Befragt wurden 3.760 Entscheidungstragende aus fünf europäischen Ländern (DE, ES, FR, IT, PT).
Mehr Leistung durch KI, aber kaum weniger Arbeit
Nur 27 % der deutschen Führungskräfte beobachten seit dem Einsatz von KI eine sinkende Arbeitsbelastung. Demgegenüber steht eine deutliche Mehrheit, bei der sich die Belastung nicht reduziert hat. Zudem erwarten 80 % der deutschen Führungskräfte, dass ihr Unternehmen aufgrund von KI innerhalb der kommenden zwölf Monate anders arbeiten wird. 22 % rechnen sogar mit grundlegenden Veränderungen der Arbeitsweise.
Laura Proefock, Director of Strategy und Deutschland-Verantwortliche bei Factorial, sagt:
„Mehr Produktivität darf nicht einfach mehr Arbeitsbelastung bedeuten. Wenn KI die Erwartungen an Teams erhöht, müssen Unternehmen gleichzeitig dafür sorgen, dass Technologie tatsächlich Arbeit abnimmt. Dafür braucht es Prozesse und Systeme, die Informationen zusammenführen und repetitive Aufgaben vereinfachen, damit Mitarbeitende ihre Zeit dort einsetzen können, wo menschliches Urteilsvermögen und Entscheidungen gefragt sind.“
Fast jede zweite Führungskraft verliert Arbeitszeit durch fehlende Vernetzung.
Dass KI allein bestehende Ineffizienzen nicht beseitigt, zeigt ein weiteres Ergebnis der Studie. 48,5 % der deutschen Führungskräfte geben an, zwei bis drei von zehn Arbeitsstunden damit zu verbringen, bereits vorhandene Informationen zu suchen, abzugleichen oder erneut aufzubereiten.
Dieser Zeitverlust hat auch finanzielle Folgen. Auf Basis der Befragung und offizieller Eurostat-Daten errechnet Factorial für ein deutsches Unternehmen mit 1.000 Beschäftigten Kosten von 444.454 Euro pro Jahr, allein durch die verlorene Arbeitszeit der betroffenen Führungskräfte. Die Berechnung bezieht sich ausschließlich auf das Management und rechnet den Effekt nicht auf die gesamte Belegschaft hoch.
Die Ergebnisse weisen dabei auf ein strukturelles Problem hin: Informationen und Prozesse verteilen sich häufig über verschiedene Anwendungen und Abteilungen. 72 % der deutschen Führungskräfte sind überzeugt, dass ihr Unternehmen mit weniger und stärker zentralisierten Softwarelösungen besser arbeiten würde. Nur 20 % sagen, dass die bestehende Struktur gut funktioniert.
Damit entsteht für Unternehmen eine doppelte Herausforderung: Während KI die Erwartungen an Geschwindigkeit und Leistung erhöht, bestehen gleichzeitig grundlegende Reibungsverluste im Arbeitsalltag fort. Der Produktivitätsgewinn durch neue Technologien hängt damit auch davon ab, wie gut Daten, Prozesse und Systeme innerhalb eines Unternehmens miteinander verbunden sind.
Über den Factorial Business Facts Index 2026
Für den Factorial Business Facts Index 2026 wurden im August 2026 insgesamt 3.760 Führungskräfte und Entscheidungstragende aus Unternehmen in Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und Portugal befragt, darunter rund 750 Personen in Deutschland. Die quantitative und unabhängige Untersuchung wurde gemeinsam mit Dynata im CAWI-Verfahren durchgeführt. Die Ergebnisse wurden anhand von Eurostat-Daten nach Unternehmensgröße gewichtet.
Factorial wurde 2016 in Barcelona gegründet und ist die KI für Unternehmen, die das Potenzial jedes Unternehmens kennt, verbindet und freisetzt. Mehr als 17.000 Unternehmen in über 90 Ländern nutzen Factorial, um ihre Prozesse zu optimieren und bessere Entscheidungen zu treffen. Nach dem Erreichen des Unicorn Status im Jahr 2022 schloss Factorial 2026 eine Series D Finanzierungsrunde über 150 Millionen US Dollar ab. Damit wurde das Unternehmen mit 2,5 Milliarden US Dollar bewertet und zählt zu den wertvollsten KI Scale ups Europas. Factorial wächst weiter mit dem Ziel, die umfassendste und zugleich einfach zu bedienende Lösung für Unternehmen jeder Größe zu werden.
