Mittelständische Unternehmen sowie soziale Einrichtungen stehen vor der Aufgabe, ihre Energiekosten unter wechselnden Marktbedingungen zu steuern. Neben Maßnahmen zur Energieeffizienz rückt dabei die Gestaltung der Strom- und Gasbeschaffung in den Mittelpunkt. Die BB ASCON Energie GmbH hat vor diesem Hintergrund ihre Plattform BB ASCON volatility.hub ausgebaut. Nach Unternehmensangaben stehen fünfzehn zusätzliche Analyseparameter ab sofort für den Einsatz in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Verfügung. Die Weiterentwicklung verbindet klassische Energiehandelsexpertise mit KI-gestützten Auswertungen und Multi-Energy-Algorithmen.
Die Plattform soll Unternehmen dabei unterstützen, Preisbewegungen zu analysieren, Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Energiemärkten zu untersuchen und mögliche Beschaffungszeitpunkte zu bewerten. Im Vordergrund steht die Aufbereitung von Marktdaten als Grundlage für Einkaufsentscheidungen.
Energieeffizienz und Beschaffung gemeinsam betrachten
Aus Sicht von BB ASCON stellt sich für Unternehmen zunehmend die Frage, wie sie mit starken Preisbewegungen umgehen können, wenn zusätzliche Effizienzmaßnahmen nur begrenzt umsetzbar sind. Ein geringerer Verbrauch reduziert zwar den Energiebedarf. Zu welchen Preisen die verbleibenden Mengen eingekauft werden, hängt jedoch auch von Marktbedingungen, Vertragsmodellen und Beschaffungszeitpunkten ab.
Für Wohlfahrtsverbände und soziale Einrichtungen berührt diese Frage die Finanzierung ihres gesellschaftlichen Auftrags. Fertigungs- und Produktionsunternehmen müssen wiederum berücksichtigen, in welchem Umfang sich höhere Energiekosten über ihre Absatzpreise weitergeben lassen. Die Analyse der Beschaffungsmärkte soll deshalb helfen, mögliche Kostenbelastungen frühzeitig zu bewerten und Handlungsoptionen vorzubereiten.
Geopolitische Entwicklungen und die Umstellung auf eine CO?-ärmere Energieversorgung bilden dabei wesentliche Rahmenbedingungen, die BB ASCON in die Einordnung des Marktgeschehens einbeziehen will.
Von der Preisbewegung zur Beschaffungsentscheidung
Die BB ASCON volatility.hub richtet sich an Marktteilnehmer mit unterschiedlichen Aufgaben. Energiehändler können untertägige Preisentwicklungen und Marktbewegungen an deutschen Strom- und Gasmärkten verfolgen. Portfolio- und Beschaffungsmanager erhalten Auswertungsmöglichkeiten für die Spot- und Terminmärkte für Strom und Gas. Nachhaltigkeitsmanager können aktuelle und historische Strom- und Gasmarktdaten für Analysen und die Erstellung eigener Modelle nutzen.
Mit den zusätzlichen Parametern will BB ASCON die Untersuchung von Preisdynamiken erweitern. Die Verbindung energiewirtschaftlicher Erfahrung mit algorithmischen Verfahren soll dazu beitragen, Marktbewegungen differenzierter einzuordnen und ihre Bedeutung für die jeweilige Beschaffungssituation zu beurteilen.
„Die Plattform hilft uns, Preisanstiege zu analysieren, Marktdynamiken besser zu verstehen und das Marktumfeld mithilfe algorithmischer Verfahren einzuschätzen“, sagt Dipl.-Ing. Ralf Kröpke, Geschäftsführer der BB ASCON Energie GmbH aus Augsburg. „Unser Ziel ist es, aus den verfügbaren Daten eine nachvollziehbare Grundlage für Beschaffungsentscheidungen zu erzielen.“
Mehr als 30 Analysekonfigurationen und grafische Auswertungen
Nach Unternehmensangaben umfasst die Plattform mehr als 30 Analysekonfigurationen sowie grafische Darstellungen von Preisflächen, Preisverläufen und Preiswechseln. Diese sollen unterschiedliche Marktsituationen sichtbar machen und die Bewertung möglicher Eindeckungszeitpunkte unterstützen.
„Mit der BB ASCON volatility.hub lassen sich mögliche Einkaufszeitpunkte analytisch aufbereiten und unter den aktuellen Marktbedingungen bewerten“, erläutert Kröpke. „Die Ergebnisse sollen Unternehmen dabei helfen, einzelne Beschaffungsschritte in eine längerfristig angelegte Strategie einzuordnen. Dabei müssen der tatsächliche Energiebedarf, die betrieblichen Anforderungen und die Risikotragfähigkeit zusammen betrachtet werden.“
Die Plattform dient der Entscheidungsvorbereitung. Algorithmische Auswertungen ermöglichen keine sicheren Vorhersagen künftiger Preise und garantieren keine Einsparungen. Die Verantwortung für die Beschaffungsstrategie und deren Umsetzung verbleibt beim jeweiligen Unternehmen.
