HPWsoft unterstützt Petition gegen Zusammenlegung der ChatGPT- und Codex-Nutzungskontingente

HPWsoft unterstützt Petition gegen Zusammenlegung der ChatGPT- und Codex-Nutzungskontingente

Unabhängiger Spieleentwickler warnt vor schwer kalkulierbaren KI-Nutzungskosten und fordert Transparenz bei der geplanten Änderung der ChatGPT-Abonnements.

November 2026 – Der unabhängige Spieleentwickler HPWsoft unterstützt die Forderungen der Fair AI Usage Initiative. Diese setzt sich mit einer internationalen Petition gegen die für Dezember 2026 angekündigte Zusammenlegung der ChatGPT- und Codex-Nutzungskontingente ein.

Die geplante Änderung betrifft zahlende ChatGPT-Abonnenten, die fortgeschrittene Reasoning-Modelle sowie Codex oder Work einsetzen. Die Nutzung von Instant soll weiterhin nicht auf das gemeinsame Kontingent angerechnet werden.

Aus Sicht von HPWsoft könnte die Neuregelung insbesondere für unabhängige Entwickler, kleinere Unternehmen und professionelle Anwender erhebliche Auswirkungen haben.

Höhere Abonnementpreise lösen das Grundproblem nicht

Leistungsfähige KI-Systeme werden zunehmend für komplexe Softwareentwicklung, technische Analysen, Fehlersuche und Sicherheitsforschung eingesetzt.

Gerade bei diesen Anwendungen kann der benötigte Rechenaufwand stark schwanken.

Ein anspruchsvolles Entwicklungsprojekt kann zahlreiche aufeinanderfolgende Analysen erfordern. Der tatsächliche Verbrauch hängt dabei unter anderem vom gewählten Modell, der Komplexität der Aufgaben und der Menge verarbeiteter Informationen ab.

Für kleinere Unternehmen entsteht dadurch ein wirtschaftliches Problem: Die Kosten und die verfügbare Arbeitskapazität lassen sich nur eingeschränkt im Voraus kalkulieren.

Auch höherpreisige Abonnements wie ChatGPT Pro oder Business beseitigen diese Unsicherheit nicht grundsätzlich. Sie verfügen ebenfalls über Nutzungsbeschränkungen. Werden Kontingente ausgeschöpft, können zusätzliche Credits oder Wartezeiten erforderlich werden.

Die Frage ist deshalb nicht allein, wie viel ein Abonnement monatlich kostet, sondern welche tatsächlich nutzbare Arbeitskapazität damit verbunden ist.

OpenAI kann unveränderte Nutzungskapazität derzeit nicht garantieren

Besonders kritisch sieht HPWsoft die bislang fehlende Möglichkeit, die bisherigen und zukünftigen Nutzungskontingente konkret miteinander zu vergleichen.

Auf eine schriftliche Anfrage eines betroffenen Plus-Abonnenten antwortete OpenAI Support am 2. November 2026:

„We can t provide a guarantee today about future effective capacity for Plus.“

OpenAI hat in seiner öffentlichen Kommunikation erklärt, dass die meisten Nutzer durch die Umstellung voraussichtlich nicht häufiger als bisher auf die Erneuerung ihrer Kontingente warten müssen.

Eine verbindliche Garantie für unveränderte effektive Nutzungskapazitäten ergibt sich daraus jedoch nicht.

Für professionelle Anwender wäre eine nachvollziehbare Gegenüberstellung der bisherigen und geplanten Kontingente eine wichtige Entscheidungsgrundlage.

Kritik auch von professionellen ChatGPT-Anwendern

Die geplante Zusammenlegung wird bereits in der offiziellen OpenAI Developer Community und im öffentlichen GitHub-Repository von Codex diskutiert.

Dort äußern nicht nur Plus-Abonnenten, sondern auch Business-Kunden Bedenken.

Ein Business-Kunde erklärte beispielsweise, dass die bisherige Trennung der Nutzungskontingente für anspruchsvolle ChatGPT-Unterhaltungen und Codex beziehungsweise Work ein wesentlicher Grund für seine Entscheidung zugunsten von ChatGPT gewesen sei.

Andere Nutzer befürchten, dass komplexe Aufgaben künftig einen zu großen Anteil ihres gemeinsamen Kontingents beanspruchen könnten.

Die Kritik richtet sich damit nicht grundsätzlich gegen kostenpflichtige KI-Angebote. Vielmehr geht es um die Frage, ob bestehende Abonnements weiterhin ausreichend planbar und wirtschaftlich nutzbar bleiben.

HPWsoft unterstützt internationale Petition

Die Fair AI Usage Initiative hat auf Change.org die Petition „OpenAI: Keep ChatGPT and Codex Usage Limits Separate!“ veröffentlicht.

Die Petition fordert insbesondere:

Die Beibehaltung getrennter Nutzungskontingente für anspruchsvolle ChatGPT-Unterhaltungen und Codex/Work.

Den Schutz der bisherigen effektiven Nutzungsmöglichkeiten zahlender Abonnenten.

Die Veröffentlichung konkreter Kontingentgrößen und transparenter Verbrauchsregeln.

Wahlmöglichkeiten für Kunden bei grundlegenden Änderungen der Abonnementbedingungen.

Einen Dialog mit betroffenen Abonnenten vor der Einführung neuer Regelungen.

HPWsoft unterstützt diese Forderungen.

Die Integration verschiedener KI-Werkzeuge kann erhebliche Vorteile bieten. Eine gemeinsame Benutzeroberfläche muss jedoch nicht zwangsläufig mit gemeinsamen Nutzungskontingenten verbunden sein.

Gerade unabhängige Entwickler und kleinere Unternehmen benötigen leistungsfähige KI-Angebote, deren Kosten und Leistungsumfang langfristig kalkulierbar bleiben.

Weitere Informationen

Internationale Petition:
https://www.change.org/KeepChatGPTAndCodexSeparate

Offizielle Informationen von OpenAI:
https://help.openai.com/en/articles/20001625-understanding-chatgpt-and-codex-usage-limits

Öffentliche Diskussion im Codex-Repository:
https://github.com/openai/codex/issues/58530