Berlin, 04. November 2026 ?? OpenCloud unterstützt als Unterauftragnehmer des Poznan Supercomputing and Networking Centre (PSNC) den Betrieb und die Weiterentwicklung des European Open Science Cloud (EOSC) EU Node. PSNC ist Mitglied des Open Science Commons Consortium, das sich im Vergabeverfahren der Europäischen Kommission durchgesetzt hat. Die Vergabeentscheidung wurde am 30. Oktober 2026 bekannt gegeben.
Der Rahmenvertrag umfasst den Betrieb, die Wartung, den Support sowie die Weiterentwicklung der bestehenden Plattform.
Forschungsdaten europaweit vernetzen
Die European Open Science Cloud (EOSC) ist eine europäische Initiative, die Forschungsdaten, Software und digitale Dienste über Länder- und Organisationsgrenzen hinweg zugänglich machen und miteinander vernetzt. Ziel ist es, den Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse zu erleichtern und die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen zu stärken.
Ein wichtiger Baustein dieser Initiative ist der EOSC EU Node. Die von der Europäischen Kommission bereitgestellte Plattform ist seit Oktober 2024 in Betrieb und bietet Forschenden digitale Werkzeuge für die Speicherung und den Austausch von Dateien sowie Dienste für Filemanagement und Datenverarbeitung, die auf Datenoffenheit, Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Wiederverwendbarkeit (FAIR) ausgerichtet sind. Ein wesentlicher Bestandteil des Dienstleistungsportfolios des EOSC EU Node sind Enterprise File Sync and Share Services (EFSS), die das Speichern und Austauschen von Dateien sowie die Zusammenarbeit an Dokumenten ermöglichen. Der EOSC EU Node dient sie als Referenz für die Anbindung weiterer europäischer Forschungsplattformen. Offene Standards und interoperable Technologien bilden die Grundlage für dieses vernetzte Ökosystem.
Nach Angaben des EOSC EU Node vom Oktober 2026 macht sie bereits mehr als 190 Millionen Forschungsobjekte auffindbar und unterstützt rund 2.000 Forschungsgruppen. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung wissenschaftlicher Daten und zur Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Forschungsgemeinschaft basierend auf der europäischen Daten- und Recheninfrastruktur vor Ort.
OpenCloud setzt auf offene Technologien
OpenCloud ist eine Open-Source-Lösung für Filemanagement, Filesharing und Zusammenarbeit. Ihre cloud-native Architektur ist darauf ausgelegt, auch sehr große Datenmengen und viele Nutzer effizient zu verwalten. Dank offener Schnittstellen lässt sich die Software in bestehende IT-Landschaften integrieren und sowohl in eigenen Rechenzentren als auch in gehosteten Umgebungen betreiben.
Der bisherige File-Sync-and-Share-Lösung des EOSC EU Node basiert auf ownCloud Infinite Scale. Diese Lösung wird im Rahmen der Neuausschreibung durch OpenCloud ersetzt. Damit wird künftig die Open Source-Lösung der Heinlein Gruppe für den Austausch und die gemeinsame Bearbeitung der Forschungsdaten zum Einsatz kommen.
Gerade in der Forschung, wo Einrichtungen über Länder- und Organisationsgrenzen hinweg zusammenarbeiten, sind Open-Source-Lösungen von Bedeutung. Sie erleichtern den sicheren Datenaustausch und ermöglichen es Organisationen, selbst über den Betrieb ihrer Infrastruktur und die Verwaltung ihrer Daten zu entscheiden.
??Forschung lebt davon, dass Wissen geteilt wird und Menschen über Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Dafür braucht es digitale Werkzeuge, die zuverlässig funktionieren, offen sind und langfristig unabhängig betrieben werden können. Wir freuen uns, unsere Erfahrung in den EOSC EU Node einzubringen und gemeinsam mit unseren europäischen Partnern an einer offenen Forschungsinfrastruktur zu arbeiten??, sagt Klaas Freitag, CTO von OpenCloud.
Zusammenarbeit im europäischen Konsortium
Das Open Science Commons Consortium wird vom Athena Research and Innovation Center koordiniert. Weitere Konsortialpartner sind das Poznan Supercomputing and Networking Centre (PSNC), GÉANT Vereniging, OpenAIRE AMKE und Netcompany S.A.. OpenCloud unterstützt das Projekt als Unterauftragnehmer von PSNC.
Die beteiligten Organisationen werden den laufenden Betrieb der bestehenden EOSC-EU-Node-Dienste übernehmen und die Plattform entsprechend den Anforderungen der europäischen Forschungsgemeinschaft weiterentwickeln. Der Rahmenvertrag ermöglicht darüber hinaus zusätzliche Entwicklungsarbeiten, um auf neue Anforderungen reagieren zu können.
Der Betrieb unter der neuen Vertragsstruktur soll am 14. Februar 2027 beginnen. Der auf vier Jahre ausgelegte Rahmenvertrag schafft damit die Grundlage für eine Fortführung bis Ende 2030, vorbehaltlich der verfügbaren Finanzierung und entsprechender Einzelbeauftragungen.
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