Knapp jeder dritte KI-Nutzende im Job arbeitet mit Werkzeugen, die der Arbeitgeber nie bereitgestellt hat, in Betrieben ab 250 Beschäftigten sind es 25,5 Prozent (Quelle IW-Beschäftigtenbefragung 2026). Zu diesen Werkzeugen zählen zunehmend Coding Agents. Sie lesen Dateien, führen Befehle aus und erledigen Aufgaben mit vielen Arbeitsschritten selbstständig. Wer ihnen Zugriff auf Unternehmensdaten gibt, ohne zu wissen, was sie sehen, hat ein Problem, das kein Verbot löst. Die Frage lautet, unter welchen Regeln Claude Code und Codex im Haus arbeiten.
Nur 23 Prozent der Unternehmen haben überhaupt Regeln für den Einsatz von KI (Quelle Bitkom Research, 604 Unternehmen, 2025). Nach Einschätzung der Redaktion fehlt vor allem ein gemeinsamer Ort, an dem Daten, Rechte und Protokoll zusammenliegen. Ein Coding Agent, der ohne Anbindung auf dem Rechner läuft, kennt weder das Wissen einer Plattform noch die Berechtigungen seines Nutzers.
Geschäftsführung und IT-Leitung stellen deshalb dieselben Fragen. Welche Daten sieht der Agent, nach welchen Regeln arbeitet er, und lässt sich nachvollziehen, was er getan hat? Ein Verbot beantwortet keine davon. Es schiebt die Nutzung dorthin, wo niemand mitliest.
MCP ist ein offenes Protokoll, über das KI-Anwendungen Werkzeuge und Daten eines Systems aufrufen. agorum core pro bringt mit der ALBERT | AI Suite einen MCP-Server mit. Eine Anfrage eines Coding Agents läuft dort mit den Rechten des Benutzers, zu dem das Zugriffstoken gehört (Quelle agorum® Dokumentation, Stand Oktober 2026). Der Agent sieht damit die Objekte und KI-Werkzeuge, die der Benutzer sieht. Wer die Rechte in der Plattform pflegt, braucht keine zweite Rechteverwaltung für den Agenten.
Sitzungen lassen sich aufzeichnen, bei Claude Code mit Eingaben, Antworten und allen Werkzeugaufrufen. Administratoren legen Berechtigungen je Coding Agent fest und schalten die Protokollierung der Sitzungen ein (Quelle agorum® Dokumentation, Stand Oktober 2026). Die Aufzeichnung läuft also nicht von selbst, jemand muss sie aktivieren. Das ist eine Stärke, weil die IT sie steuert, und ein Prüfpunkt, weil sie nur hilft, wenn sie jemand eingeschaltet hat.
2 Anwendungsfälle zeigen, wie weit das trägt. Beim Arbeiten mit agorum core sucht der Agent Dokumente, liest sie, legt Ergebnisse ab, wertet Metadaten aus und lädt Wissen. Er arbeitet unter dem Namen ALBERT | AI und lädt zuerst die Skills, die in der Plattform hinterlegt sind, statt eigene Wege zu erfinden. Beim Entwickeln in agorum core bearbeitet er Konfigurationsprojekte, Oberflächen, Metadaten, Automatisierungen und Autotests im Workspace des Developer Studio (Quelle agorum® Dokumentation, Stand Oktober 2026). Beide Varianten sind vollständig getrennt, mit eigenem Arbeitsordner und eigener Werkzeuggruppe. Wer den Agenten arbeiten lässt, hat ihm damit noch nicht erlaubt zu entwickeln.
Die Kontrolle hat eine Grenze. Das Sprachmodell läuft beim Coding Agent, und was der Agent über MCP liest, verarbeitet dieses Modell. Der Standardzugang zu ALBERT | AI bleibt deshalb der Chat in agorum core pro mit dem Sprachmodell, das das Unternehmen selbst einträgt und jederzeit wechseln kann. Der Weg über einen Coding Agent richtet sich an fortgeschrittene Anwender und an die Entwicklung, also an Aufgaben mit sehr vielen Arbeitsschritten. Die Rechte des Benutzers bestimmen, was der Agent erreicht (Quelle agorum® Dokumentation, Stand Oktober 2026).
Vor dem ersten Einsatz sollten Unternehmen 3 Dinge klären. Welche Rechte bekommt der Agent, werden seine Sitzungen aufgezeichnet, und welches Sprachmodell verarbeitet die Inhalte? Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Oliver Schulze, Geschäftsführer der agorum® Software GmbH, am 17. November 2026 von 10 bis 12 Uhr im Live-Webinar „Vom KI-Wildwuchs zum Geschäftserfolg“. Er lässt dort live eine Anwendung für Rechnungen mit Dashboard und Auswertung entstehen. Termin und Anmeldung stehen im Event der PresseBox unter Live-Webinar Vom KI-Wildwuchs zum Geschäftserfolg. Ein Coding Agent ist so kontrollierbar wie der Ort, an dem er arbeitet.
agorum® ist Hersteller der KI-Business-Plattform agorum core pro, mit strategischer und operativer Begleitung. Seit 1998, Open Source, entwickelt in Deutschland. Mit agorum core pro automatisieren Unternehmen Prozesse, vernetzen Informationen und setzen KI datensouverän ein. ALBERT | AI ist die tief integrierte Unternehmensintelligenz der Plattform, im Rechtekontext und lückenlos protokollierbar. NORA | 360° vernetzt Informationen innerhalb von agorum core pro zu einem durchgängigen Kontext. Die agorum® KI-Beratung begleitet von der Strategie bis zum produktiven Einsatz.
