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GDI-Handelstagung: Lebensmittel aus dem Internet? Nein, lieber vom Laden an der Ecke

Der Online-Handel boomt, aber:
Lebensmittel per Mausklick? Die meisten Konsumenten winken ab.
Hingegen erlebt Tante Emma als Convenience Shop eine Renaissance.
Braucht sich der Lebensmittelhandel also um seine Zukunft keine
Sorgen zu machen? Die Internationale Handelstagung am 12. und 13.
September in Zürich gibt Antworten und zeigt, wie und wo wir in
Zukunft einkaufen werden.

Musikgeschäfte sind aus dem Stadtbild fast verschwunden. Buch- und
Elektronikhandel sind auch auf dem Rückzug. Und für die Warenhäuser
ist kein Ende der Krise in Sicht. Der Einzelhandel befindet sich im
Umbruch. Treiber ist das Internet, es eröffnet neue Vertriebswege und
verändert das Verhalten der Verbraucher.

Nur ein Segment des Einzelhandels scheint bisher von diesen
Umbrüchen unbehelligt: Lebensmittel. In Europa ist der
Online-Marktanteil bei Nahrungsmittelkäufen zwar gewachsen, liegt
aber im einstelligen Prozentbereich. In Deutschland haben 9 Prozent
der Konsumenten schon mal Lebensmittel per Telefon oder Internet
bestellt, aber nur 1 Prozent gibt an, dies regelmäßig zu tun. In der
Schweiz kaufen laut einer Untersuchung der Universität St. Gallen
knapp 7 Prozent der Bevölkerung Lebensmittel online ein.

Wie isst Deutschland in Zukunft?

Und daran dürfte sich so schnell auch nichts ändern, wie eine
Studie des Schweizer Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) und der KPMG
zeigt. Die wichtigsten Gründe: Kunden wollen sehen, fühlen, riechen,
was sie kaufen, und sich vor allem der Frische und Qualität
vergewissern. Nahrungsmittel bilden die emotionalste Produktkategorie
überhaupt, Vertrauen ist von zentraler Bedeutung.

Hinzu kommt, dass weniger Menschen ihre Ernährung über Tage hinweg
planen. Vielmehr entscheiden Verbraucher immer kurzfristiger, was sie
als nächste Mahlzeit wann und wo zu sich nehmen; die Bereitschaft,
sich in der Flexibilität durch Lieferzeitpunkte einschränken zu
lassen, ist gering. Zahlen aus das Schweiz bestätigen den Trend: Seit
2005 wächst dort die Zahl der Tankstellen- und Convenience-Shops, in
denen man Lebensmittel kaufen kann. Es ist eine Art Renaissance von
Tante Emma, wenn auch als Filialgeschäft und ermöglicht durch
datengestützte Logistik.

Kommt der Kühlschrank, der selbst bestellt?

Der Edeka-Vorstandsvorsitzende Markus Mosa hält die
Verderblichkeit von Lebensmitteln für ein Hindernis: «Beim
Online-Lebensmitteleinzelhandel ist die letzte Meile unter
Berücksichtigung der hygienerechtlichen Vorschriften nicht mit
vertretbarem Aufwand lösbar.» Obst, Gemüse und Milchprodukte eignen
sich daher nicht gut für den Verkauf übers Internet.

Aber bleibt es dabei, wenn die Bestellung immer bequemer, die
Lieferung immer flexibler und das Angebot immer grösser wird? Wenn
Kühlschränke online sind und Bestellungen abschicken? Ist es nur eine
Frage der Zeit und der Gewöhnung, bis wir im Internet unser Essen
einkaufen?

Antworten gibt die Internationale Handelstagung vom 12. bis 13.
September 2013 in Zürich. Thema: „Wachstum? Wo die Handelsmärkte der
Zukunft liegen“. Experten aus den USA, Großbritannien, der Schweiz
und Deutschland präsentieren am Gottlieb Duttweiler Institut ihre
Prognosen über den Wandel im Handel und den Konsum in der Zukunft.

Weitere Informationen unter www.gdi.ch/iht2013 . Für Journalisten
ist die Teilnahme kostenlos.

Pressekontakt:
Mauro Guarise
Tel. +41 44 724 62 05
mauro.guarise@gdi.ch

Konferenzkontakt:
Anna Handschuh
Tel. +41 44 724 62 66
anna.handschuh@gdi.ch

Weitere Informationen unter:
http://

Posted by on 25. Juli 2013. Filed under Internet. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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