Agentic AI entwickelt sich zum entscheidenden Treiber für den Netzausbau: Die Technologie – autonome, orchestrierte KI-Agenten – hat das Potenzial, Abläufe enorm zu beschleunigen, Kosten massiv zu senken und Engpässe in Europas Telekommunikationsnetzen zu überwinden. Doch eine neue Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint zeigt: Die Branche steht noch am Anfang ihrer Agentic-AI-Reise – und zugleich unter enormem Druck.
Telekommunikationsunternehmen kämpfen mit hohen Produktionskosten, einer alternden Expertenbasis, Fachkräftemangel und fragmentierten Systemarchitekturen. Traditionelle Kostensenkungsmaßnahmen stoßen an ihre Grenzen. Gleichzeitig erfordert der Wettbewerb schnellere Rollouts und höhere Agilität.
Die Studie macht deutlich, dass ein grundlegender Paradigmenwechsel erforderlich ist, um diese Herausforderungen der kommenden Jahre zu meistern. Agentic AI eröffnet neue Dimensionen der Prozessautomatisierung. Anders als klassische generative KI agieren diese Agenten zielorientiert, lernen kontinuierlich und arbeiten in Teams zusammen
„Digitale Mitarbeiter rechnen sich bereits nach wenigen Wochen“
„Unter Agentic AI verstehen wir digitale Mitarbeiter, die sich in die Prozesse einbringen und symbiotisch mit den menschlichen Mitarbeitenden zusammenarbeiten. Dabei ist das Potenzial enorm, denn jede übernommene Aufgabe skaliert im Massenrollout hundert- oder tausendfach. KI-Agenten rechnen sich meist bereits nach wenigen Wochen. Doch trotz der beträchtlichen Möglichkeiten, steht die Branche noch ganz am Anfang“, kommentiert Julius Hafer, Partner bei BearingPoint und Telekommunikationsexperte.
Agentic AI: Einsparpotenzial von 50 Millionen Euro
Erkenntnisse aus ersten Pilotprojekten legen nahe, dass die Vorteile von Agentic AI signifikant sind:
– Lead Times für Infrastruktur-Rollouts können um mehr als 30 Prozent verkürzt werden.
– Prozess-Leerlaufzeiten lassen sich um bis zu 75 Prozent reduzieren.
– Kosteneinsparungen von über 15 Prozent können bereits im ersten Jahr realisiert werden.
Schätzungen auf Basis eines BearingPoint-Pilotprojektes haben ergeben, dass pro Agent durchschnittlich rund 175.000 Euro jährlich eingespart werden könnten. Skaliert auf 300 Agenten ergibt sich somit ein Einsparpotenzial von rund 50 Millionen Euro pro Jahr – ein massiver Hebel für die Profitabilität.
Status quo: Potenzial bleibt weitgehend ungenutzt
Trotz dieser Chancen ist die Reife europäischer Telekommunikationsunternehmen in Sachen Agentic AI noch gering. Die BearingPoint-Studie zeigt: Der durchschnittliche Reifegrad liegt bei nur einem Drittel des grundsätzlich Möglichen. Besonders schwach ausgeprägt sind zentrale Grundlagen für eine erfolgreiche Skalierung: klare Governance-Strukturen, eindeutig definierte und verankerte AI-Rollen, wiederverwendbare Templates und Agenten sowie ein durchgehend strukturierter Ideation-Prozess. Viele Unternehmen verharren in Pilotprojekten, ohne den Sprung zur Skalierung zu schaffen.
BearingPoints Ansatz: Strukturierte Transformation statt Chaos
Um Agentic AI erfolgreich zu implementieren, hat BearingPoint ein Vier-Säulen-Modell entwickelt:
– Fokus auf Ergebnisse statt Prozesse
– Einbettung in bestehende Systeme ohne disruptive Änderungen
– Skalierung durch standardisierte Agentenentwicklung
– Transformation durch Co-Creation gemeinsam mit den Mitarbeitenden gestalten
Die vollständige Studie „Agentic AI: A Game Changer for European Telco Network Rollouts“ steht auf der BearingPoint-Website zum Download bereit: https://ots.de/UTN65j
Über die Studie
Die Analyse basiert auf einer umfassenden Reifegradbewertung europäischer Telekommunikationsunternehmen sowie auf BearingPoints Projekterfahrung aus über 500 Netzwerkprojekten. Ergänzt wurde die Untersuchung durch eine fundierte Marktanalyse und Expertenbefragung.
Weitere Informationen:
Homepage: www.bearingpoint.com
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