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Die weltweit erste Anbindung von Windchill PDMLink an SAP S/4HANA Cloud

Die Anbindung des PDM/PLM-Systems Windchill PDMLink an SAP S/4HANA Cloud ist die weltweit erste überhaupt. Als Generalunternehmen agiert die IT-Dienstleisterin GIA Informatik aus Oftringen im Gemeinschaftswerk von drei Firmen.

Weltweit ist die Anbindung bislang einmalig. «Es ist eine Meisterleistung», erklärt Marc Besson, Leiter Entwicklung der RONDO Burgdorf AG. Die RONDO Burgdorf AG entwickelt und produziert Maschinen und Anlagen zur Produktion von Feingebäck, Brot und Brötchen, Pizzen, Croissants und Donuts. «Ich bin stolz auf das gesamte Team und das Durchhaltevermögen der IT-Dienstleisterin GIA, des Schnittstellenintegrators Innoface und RONDO. Alle Mitarbeitenden haben mit viel Aufwand und Energie diese Leistung erbracht. Mit dem Ergebnis, dass wir jetzt über ein sehr solides Fundament für zukünftige profitable Systemlösungen verfügen.»

Kenneth Rhyner, Leiter PLM-Beratung (Produktlebenszyklusmanagement) von GIA Informatik, die als Generalunternehmen agiert: «Die Anbindung stellt sicher, dass das Einpflegen der bestehenden Daten vom PLM in SAP automatisch erfolgt und dank einer umfassenden Validierung den Qualitätsanforderungen von RONDO entspricht. Die Artikelstammdaten und die SL-Strukturen (Spezielle Ledger; sie ermöglichen es, auf mehreren Ebenen über die aus den verschiedenen Anwendungen stammenden Werte zu berichten) sind aus dem Konstruktionsprozess vorhanden. Sie müssen zur Eröffnung an SAP übergeben werden. Dadurch vermeiden wir eine redundante Eingabe von Informationen und erhöhen die Datenqualität.»

Überdies soll die Anbindung dazu führen, mit der überdurchschnittlichen Stammdatenqualität bereits bei der Artikelerstellung viele Nachfolgeprozesse zu optimieren. Zum Beispiel wird die Terminologie schon im Produktdatenmanagement- (PDM) und PLM-System Windchill gepflegt, und die Schnittstelle übergibt sechs Sprachen ins ERP-System. Zudem wird automatisch geprüft, ob alle Sprachen der bei SAP maximalen Länge von 40 Zeichen entsprechen. Ferner entscheidet das Unternehmen früh, welche Materialart es im SAP-System anlegt. Entsprechende Validierungen prüfen die Artikelstämme.

Wesentliche Steigerung der Effizienz

Aktuell ist die Cloudlösung von SAP bei wenigen Maschinenbauern im Einsatz. Mit der nun verfügbaren Schnittstelle ab Windchill PDMLink vollzog GIA Informatik für dieses neue Produkt einen Meilenstein. Kenneth Rhyner: «Wir sind überzeugt, dass diese Kombination ? Windchill PDMLink und SAP S/4HANA Cloud ? das Maschinenbauunternehmen wesentlich unterstützen wird. Für den digitalen Zwilling (ein digitales Abbild eines materiellen oder immateriellen Objekts aus der realen Welt) ergeben sich essenzielle Prozessverschiebungen, und die Kombination ist entscheidend, um eine Effizienzsteigerung zu bewerkstelligen.»

Neue Ideologie

Mit der Umstellung der Rückgratsysteme PLM, ERP und Dokumentenmanagement (DMS) führt RONDO eine neue Ideologie ein. Marc Besson: «Wir bearbeiten die Produkt-Stammdaten ausschliesslich im PLM. Wir sind der Meinung, dass produktrelevante Daten ins PLM gehören und SAP den Geldfluss, die Wertschöpfung, die Logistik und die Kundenbetreuung verantwortet.» Ebenso ist das Änderungswesen ein Teil des PLM, da dieses das Produkt beschreibt. Der grosse Vorteil? Die Unterteilung führt dazu, dass RONDO den digitalen Zwilling zukünftig in einem System, dem PLM, pflegt.

So lief das Projekt ab

Das Projekt startete im November 2018 mit dem Erstellen der Spezifikation durch Innoface und RONDO. 2019 erfolgte die komplette Neuentwicklung der Schnittstelle durch den Schnittstellenanbieter. Kenneth Rhyner: «2020 erstellte GIA Informatik in Zusammenarbeit mit RONDO die neuen Workflows für die Nutzung der Schnittstelle. Innoface und RONDO erarbeiteten das Schnittstellenkonzept. Final schalteten wir diesen Herbst die Schnittstelle live.»

Zuvor war die RONDO Burgdorf AG ohne Schnittstelle unterwegs

Lange war das Unternehmen ohne Schnittstelle unterwegs. RONDO ersetzte dann den Modelmanager durch Windchill PDMLink und führte im Frühling 2020 das Go-live mit SAP S/4HANA Cloud durch. «Meine Mitarbeitenden in der Entwicklung, Fertigungstechnik und Logistik mussten alle Stammdaten und Stücklisten im SAP manuell erfassen, obwohl sie im Windchill bereits eingepflegt waren. Der Aufwand war gross und führte zu Fehlern: Tippfehler, unterschiedliche Stammdaten und die Revisionen bei Änderungen divergierten in zunehmendem Masse, was nicht mehr tolerierbar war», sagt Marc Besson.

Welche Arbeiten stehen in Zukunft an?

«Zusammen mit RONDO, Innoface und SAP erstellen und entwickeln wir die Schnittstellen APIs (Programmierschnittstellen), um die Stücklisten (BOM), die Dokumentinformationssätze und das Änderungsmanagement zu optimieren», erklärt Kenneth Rhyner. Parallel dazu baut RONDO die Klassifikation auf der Plattform Partslink neu auf und bindet die Software Eplan an Windchill an.

Medienkontakt für Fragen und Auskünfte:

GIA Informatik AG

Silvan Wyser, Head of Marketing

E-Mail: silvan.wyser@gia.ch

Handy: +41 79 277 59 72

Über die GIA Informatik AG:

GIA Informatik bietet Informatik-Dienstleistungen mit Kernkompetenzen im Erarbeiten und Betreiben von Lösungen aus einer Hand in den Bereichen ERP, IT-Services mit eigener Cloud-Infrastruktur und Produktentwicklung. Das Unternehmen mit rund 135 Mitarbeitenden gehört zur GRAPHA-Holding mit Sitz in Hergiswil. GRAPHA-Holding ist Weltmarktführer in der grafischen Industrie schwerwiegend im Maschinen- und Anlagebau. Das Familienunternehmen ist seit 1946 weltweit in rund 50 Ländern erfolgreich am Markt und beschäftigt 3000 Mitarbeitende. https://gia.ch/

Posted by on 1. Dezember 2020. Filed under Softwareindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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