Mehr junge Menschen für qualifizierte Berufe begeistern

Mehr junge Menschen für qualifizierte Berufe begeistern

Der 48. WorldSkills-Wettbewerb ist kürzlich in Shanghai erfolgreich zu Ende gegangen. Insgesamt 1.385 junge Teilnehmende aus 68 Ländern und Regionen stellten ihr Können unter dem Leitmotiv „Master Skills, Change Your Future“ unter Beweis. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener internationaler Organisationen, globale Experten für berufliche Bildung und weitere Gäste würdigten China als Gastgeber einer großartigen Veranstaltung und die Tatsache, dass das Land die berufliche Bildung in den Mittelpunkt der globalen Entwicklung gerückt hat.

Diese Ausgabe des WorldSkills-Wettbewerbs führte ein innovatives Modell „one competition, two platforms“ ein. Eine Reihe von Austauschveranstaltungen, darunter die „WorldSkills Conference 2026“, die „WorldSkills Shanghai 2026 Expo“ und das Programm „One School One Member“, fand breite Anerkennung. Francis Hourant, Präsident von WorldSkills International, wies darauf hin, dass die „WorldSkills Conference 2026“ eine Annäherung der Standpunkte förderte und bedeutende Ergebnisse hervorbrachte. Bei einer besonderen Podiumsdiskussion zu den Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf den künftigen Arbeitsmarkt betonte Narmeen Almarzooqi, eine ehemalige WorldSkills-Teilnehmerin aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, dass KI menschliche „Soft Skills“ wie kritisches Denken, Anpassungsfähigkeit und soziale Empathie nicht ersetzen könne. Auf der „WorldSkills Shanghai 2026 Expo“ zeigten sich ausländische Gäste fasziniert von Vorführungen traditioneller und moderner Handwerkskunst, darunter die Restaurierung alter chinesischer Bücher, historische Architektur mit Zapfen- und Schlitzverbindungen, Porzellanherstellung und Motorradbau. Wettbewerbsteilnehmende und Besucher aus aller Welt nutzten die Gelegenheit, technisches Know-how auszutauschen und ihre Kontakte zu vertiefen. Aphaiboun Luibouathong, eine internationale studentische Freiwillige aus Laos, sagte bewegt: „Fertigkeiten kennen keine Grenzen. Sie erhellen nicht nur individuelle Lebenswege, sondern bauen auch Brücken der Freundschaft zwischen den Nationen.“

Während des Programms „One School One Member“ zeigte sich Nurit Davidowicz, WorldSkills-Medaillengewinnerin aus Österreich, sehr interessiert an den Ausbildungsmodellen chinesischer Berufsschulen und stellte fest, dass der Wettbewerb der Welt die Schönheit beruflicher Fertigkeiten vor Augen geführt habe. Herr Hourant lobte diese Ausgabe als die bisher beste und äußerte die Hoffnung, dass Chinas Erfahrungen bei der Ausrichtung des Wettbewerbs der Welt zugutekommen, die berufliche Bildung in zahlreichen Ländern voranbringen und mehr junge Menschen dazu anregen, eine Berufslaufbahn in qualifizierten Berufen einzuschlagen.

Der Wettbewerb umfasste 64 Berufe, darunter erstmals sieben Disziplinen aus dem Bereich neu entstehender Kompetenzen, während traditionelle Disziplinen modernisiert wurden, um mit dem industriellen Wandel Schritt zu halten. Seit dem Beitritt zu WorldSkills International im Jahr 2010 belegt China in fünf aufeinanderfolgenden Austragungen den ersten Platz sowohl im Goldmedaillenspiegel als auch in der Gesamtpunktzahl der Teams. In diesem Wettbewerb erzielte He Xiaoman aus China die höchste Gesamtpunktzahl im Bereich „Rail Vehicle Technology“ und gewann den „Albert Vidal Award“. Eine wachsende Zahl junger chinesischer Talente nutzt berufliche Fertigkeiten, um erfolgreiche Karrieren aufzubauen und auf der internationalen Bühne zu glänzen, und stärkt damit die Fachkräftebasis des Landes.

China vertieft weiterhin die internationale Zusammenarbeit im Bereich der beruflichen Kompetenzen und teilt aktiv seine Erfahrungen beim Ausbau der beruflichen Bildung. Während der „WorldSkills Conference 2026“ veröffentlichte Shanghai ein Verzeichnis zur Anerkennung der beruflichen Kompetenzstufen von Inhabern ausländischer Zertifikate, wodurch berufliche Abschlüsse aus mehreren Ländern ohne erneute Prüfung in Shanghai anerkannt werden können. Darüber hinaus gingen neun lokale Berufsschulen Partnerschaften mit ausländischen Einrichtungen ein, und in Shanghai wird ein globales Innovationszentrum für berufliche Kompetenzen („Global Skills Innovation Centre“) entstehen. David Hoey, CEO von WorldSkills International, lobte China dafür, dass es seine Entwicklungserfolge aktiv teilt und anderen Ländern beim Fortschritt hilft, und würdigte damit Chinas Engagement als verantwortungsvolle Großmacht.

Der Wettbewerb bot der Welt einen unmittelbaren Einblick in die Leistungsfähigkeit des chinesischen Systems der beruflichen Bildung. Brasilien entsandte seine bislang größte Delegation zum Wettbewerb und vertiefte die Partnerschaften mit Einrichtungen in Shanghai, etwa bei der Verbindung von Unternehmen mit Berufsschulen und Hochschulen sowie bei der Qualifizierung von Fachkräften. Damit sind berufliche Kompetenzen zu einem neuen verbindenden Element der bilateralen Zusammenarbeit geworden. Französische Vertreter aus dem Bereich der beruflichen Bildung besuchten Berufsschulen in Shanghai und würdigten die Errungenschaften jahrzehntelanger chinesisch-französischer Zusammenarbeit sowie Chinas Bekenntnis dazu, Traditionen zu wahren und zugleich pragmatische Innovation voranzutreiben. Andreas Schleicher, Direktor für Bildung und Kompetenzen bei der OECD, erklärte, dass Chinas Praxis der beruflichen Bildung beachtliche Ergebnisse hervorgebracht hat und wertvolle, lehrreiche und praxisnahe Erfahrungen bietet, die weltweit, insbesondere im Globalen Süden, bei der Ausbildung qualifizierter Fachkräfte helfen können.