Umtausch, Reservierungen, Retouren: Die blinden Flecken der Modeinventur zwischen den Jahren

Umtausch, Reservierungen, Retouren: Die blinden Flecken der Modeinventur zwischen den Jahren

Im Modehandel fällt die Jahresinventur in die unruhigsten Tage des Jahres. Nach Weihnachten beginnt der Umtausch: Geschenke in der falschen Größe, Ware mit Etikett, Ware ohne Karton. Dazu liegen Reservierungen für Kundinnen bereit, Rücksendungen an Lieferanten warten auf den Versand, und die erste Sale-Ware wird umgepackt. All das ist Bestand. Nur liegt er selten dort, wo die Warenwirtschaft ihn vermutet.

Vier Orte, an denen Ware zwischen den Jahren steht

Umtauschware an der Kasse oder im Büro: zurückgenommen, aber noch nicht wieder auf der Fläche.

Reservierungen für Kundinnen, teils bezahlt, teils nicht.

Lieferantenretouren und Reklamationen: verpackt, aber noch nicht versendet.

Umlagerungen: in einer Filiale ausgebucht, in der anderen noch nicht angekommen.

Warum diese Ware Differenzen erzeugt

Das Problem ist selten das Zählen, sondern die Abgrenzung. Ist ein Umtausch an der Kasse zurückgebucht, die Ware liegt aber im Büro und wird nicht gezählt, entsteht ein Minus. Ist eine Lieferantenretoure schon ausgebucht, steht aber noch im Lager und wird mitgezählt, entsteht ein Plus. Beides sieht in der Differenzliste aus wie Schwund oder Erfassungsfehler, ist aber eine Frage der Buchungsgrenze.

Drei Regeln vor dem Stichtag

– Eigene Zählplätze für Sonderbestände. „Umtausch“, „Reservierung“ und „Lieferantenretoure“ werden als eigene Zählplätze mit Barcode angelegt. So ist nachvollziehbar, was dort gezählt wurde, und kein Karton landet versehentlich im Bestand der Fläche.

– Eine klare Buchungsgrenze. Bis zu welchem Zeitpunkt wird Umtausch zurückgebucht und Retoure ausgebucht? Was danach kommt, bleibt bis nach der Zählung unbearbeitet liegen.

– Bezahlte Ware gesondert behandeln. Ob bezahlte Reservierungen gezählt werden, legt die Inventuranweisung fest, nicht die Person am Regal.

Diese Regeln gehören in die Einweisung des Zählteams. Gerade Aushilfen kennen die Sonderbestände einer Filiale nicht.

Wie die COSYS Inventursoftware dabei hilft

Gezählt wird mit der COSYS Inventur App auf MDE-Geräten oder Smartphones, Zählplatz für Zählplatz, auch für die Sonderbereiche. Die Daten werden auf dem Gerät gespeichert, bis sie übertragen werden. Im COSYS WebDesk sieht die Inventurleitung, welche Zählplätze erfasst sind und welche fehlen, etwa das vergessene Umtauschregal im Büro.

Differenzlisten zeigen, wo nachgezählt werden sollte. Häufen sich Differenzen bei Artikeln, die auf dem Zählplatz „Umtausch“ liegen, ist das ein Hinweis auf die Buchungsgrenze und nicht auf Diebstahl. Geklärt wird, bevor die Ergebnisse an die Warenwirtschaft gehen.

Jetzt klären

Die Sonderbestände lassen sich nicht am Zählabend regeln, sondern nur davor. Wer jetzt Zählplätze und Buchungsgrenzen festlegt, zählt zwischen den Jahren weniger Differenzen, die keine sind.

Sie möchten Umtauschware, Reservierungen und Retouren bei der Jahresinventur im Modehandel vollständig erfassen und falsche Inventurdifferenzen vermeiden?

Kontaktieren Sie das COSYS Team für eine individuelle Beratung zu Inventursoftware, separaten Zählplätzen für Sonderbestände, Differenzklärung und ERP-Anbindung. Vereinbaren Sie einen Termin unter vertrieb@cosys.de oder +49 5062 900 0.

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