Raumfahrt-Technologien seit einem Vierteljahrhundert erfolgreich im Praxiseinsatz

Milliardenschwere Investitionen wurden durch die Europäische Kommission und die Europäische Raumfahrtagentur ESA bereits getätigt: Die nach den berühmten Wissenschaftlern Galileo Galilei und Nicolaus Copernicus benannten EU-Projekte bilden zukünftig das Rückgrat der Erdbeobachtung und Satellitenpositionierung in Europa. Während das Beobachtungssystem COPERNICUS mit gleich fünf neuen Fernerkundungssatelliten wichtige Daten für Umwelt und Sicherheit liefern wird, stellt GALILEO künftig hochverlässliche Positionierungsdaten zur Verfügung, die derzeit auch durch das amerikanische GPS-System nicht erhältlich sind. Die neuen Systeme funktionieren jedoch nur mit Hilfe von Anwendungen, die mit den umfangreichen Informationen und Daten umgehen können. EFTAS entwickelt derzeit als Technologiepartner der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR e.V. in nationalen und europäischen Projekten genau diese notwendigen Lösungen.

„Die neuen Anwendungen unterstützen beispielsweise die Energiewende: Mit Methoden der Fernerkundung wird das Biomassepotenzial für die Energieerzeugung untersucht, das Projekt GMES4Mining nutzt diese Analysemöglichkeiten zum Umweltmonitoring im Bergbau und zur Rohstoffprospektion. Auch in Sachen Ernährungssicherheit und Verminderung von Hunger kommen EFTAS-Dienste im Projekt ‚Global Monitoring for Food Security‘ zum Beispiel im Landwirtschaftsministerium des Sudan zum Einsatz: In Afrika geht es darum, auf Basis von Satellitendaten frühzeitig Ernteerträge zu prognostizieren, um auf mögliche Hungerkrisen zeitnah reagieren zu können“, erklärt EFTAS-Geschäftsführer Georg Altrogge.

Das Münsteraner Unternehmen konzentriert sich seit 25 Jahren auf junge, innovative Technologien und bekam auf der großen Jubiläumsfeier am 8. Oktober in der Philharmonie Essen Lob von offizieller Seite: Bernd Jakobs vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, als Schnittstelle zwischen Europäischer Kommission und den Bundesländern für die fernerkundungsgestützte Agrarsubventionskontrolle, zählt den GeoIT-Spezialisten klar zum Kreis der innovativen Unternehmen. Die Präsidenten des Branchenverbandes Deutscher Dachverband für Geoinformation (DDGI e.V.) Udo Stichling und des Fachverbandes Deutsche Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation (DGPF e.V.) Prof. Dr. Thomas Kolbe lobten die langjährige Kooperation mit EFTAS als wichtigen Partner in der Verbandsarbeit. Auch der stellvertretende Geschäftsführer der IHK Nord Westfalen Prof. Dr. Bodo Risch zeigte sich in seinem Grußwort stolz, die EFTAS in seinem Bezirk betreuen zu dürfen und überreichte bei dem Anlass die Jubiläumsurkunde zur 25-jährigen Mitgliedschaft der EFTAS in der IHK.

In den ersten Jahren führte das mittelständische Unternehmen weltweit flächendeckende Ersterfassungen mit Fernerkundungsmethoden durch. Seit dem Gründungsdatum haben sich sowohl Anforderungen als auch Technologien massiv weiterentwickelt und Datenfortschreibungen oder Monitoring-Aufgaben stehen im Vordergrund. „Wir entwickeln darüber hinaus heute Anwendungen, die es auch Laien ermöglichen, Auswertungen vorzunehmen oder Probleme selbständig durch den Einsatz von Fernerkundungsdaten und –methoden zu lösen“, stellt Prokurist und Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung der EFTAS Dr. Andreas Müterthies den Trend zur Entwicklung eigener Softwarewerkzeuge dar. Denn dank umfassender Beteiligung der EFTAS an zahlreichen Forschungsvorhaben haben sich die Möglichkeiten automatisierter Datenauswertungen in den letzten Jahren stetig verbessert. Die Technik wird für eine breite Anwendergruppe nutzbar gemacht.

Die fach- und branchenübergreifende Projektarbeit geht über die Unternehmensgrenzen hinaus: EFTAS ist Mitglied in internationalen und nationalen Verbänden und treibt insbesondere im Anwenderverband für integrierte Rauminformation AIR e.V. die NRW-Kompetenz im Bereich GeoIT voran.

Weitere Informationen unter:
http://www.eftas.com