Viele digitale Notruf- und Smart-Home-Lösungen sind auf eine stabile Internetverbindung angewiesen. In der Praxis kann das jedoch zum Problem werden – etwa bei technischen Störungen oder in Regionen mit schwacher digitaler Infrastruktur. Das Darmstädter Start-up Chrood hat sich mit genau diesem Szenario auseinandergesetzt und eine Lösung entwickelt, die unabhängig vom heimischen Internet funktioniert.
Notruf auch ohne Internetverbindung
Das System nutzt eine integrierte Mobilfunkverbindung, um im Notfall einen Alarm auszulösen. Dadurch bleibt die Funktion auch dann erhalten, wenn das lokale WLAN ausfällt oder vor Ort keine stabile Internetverbindung verfügbar ist. Die Alarmübertragung erfolgt direkt über das Mobilfunknetz, wodurch eine zusätzliche Sicherheitsebene entsteht. Insbesondere in ländlichen Regionen ist die Breitbandversorgung nicht immer flächendeckend gewährleistet.
Automatische Sturzerkennung durch akustische Signale
Der sogenannte „Hüter“ ist darauf ausgelegt, Stürze im eigenen Zuhause durch akustische Signale automatisch zu erkennen. Die Daten werden direkt auf den Geräten im Wohnraum verarbeitet und nicht an externe Server übertragen. Wird ein möglicher Notfall registriert – etwa durch Sturzgeräusche oder Hilferufe -, löst das System automatisch einen Alarm aus und benachrichtigt zuvor hinterlegte Kontaktpersonen.
Je nach Wohnungsgröße können mehrere Geräte installiert werden, um eine möglichst flächendeckende Erkennung zu gewährleisten. Nach Angaben des Unternehmens werden Stürze mit einer Genauigkeit von 94 Prozent erkannt.
_“Gerade für ältere Menschen auf dem Land kann ein zuverlässiger Notruf entscheidend sein. Mit dem Hüter wollen wir eine Lösung anbieten, die auch dann funktioniert, wenn das heimische Internet ausfällt“_, so Colin Tessarzick, Gründer von Chrood.
