Verständnis statt Konflikt / TAG DER MEDIATION am 18. Juni in Deutschland, Österreich, Italien, Luxemburg, Belgien und der Schweiz

Verständnis statt Konflikt / TAG DER MEDIATION am 18. Juni in Deutschland, Österreich, Italien, Luxemburg, Belgien und der Schweiz

Verständnis statt Konflikt: Seit 2013 machen Mediationsverbände aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Italien, Luxemburg, Belgien und der Schweiz am 18. Juni, dem Tag der Mediation, in einer länderübergreifenden Initiative auf Mediation als wirksames Verfahren zur Konfliktlösung aufmerksam. Mediation unterstützt Menschen in allen Bereichen des beruflichen und privaten Lebens, sich auf der Basis von gegenseitigem Verständnis zu einigen und Beziehungen so zu gestalten, dass sie Konflikte nicht nur überstehen, sondern daran wachsen können.

„Der alljährlich stattfindende Tag der Mediation am 18. Juni ist die Gelegenheit für Mediator:innen, sich mit ihrer Arbeit vorzustellen und in allen Städten und Gemeinden im D-A-CH Raum für Verständigung in Konflikten zu werben“, so die Vorstandsvorsitzenden der deutschsprachigen Mediationsverbände.

„Wir freuen uns, dass in Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Italien, Luxemburg, Belgien und der Schweiz so viele Verbände, Initiativen und Einzelpersonen wieder an diesem Tag auf Mediation als bewährtes Konfliktlösungsverfahren aufmerksam machen“, so die Vorstandsvorsitzenden weiter.

Auf der Kampagnenseite www.tag-der-mediation.international stellen die Verbände Material für Mediator:innen sowie Termine von Veranstaltungen bereit. Seit 2013 führen Mediationsvereine und Mediationsverbände im deutschsprachigen Raum immer am 18. Juni Veranstaltungen durch. Ziel ist es, die Öffentlichkeit über Mediation in Theorie und Praxis zu informieren. So soll die Mediation als Methode zur Konfliktregelung und Verbesserung der Streitkultur bekannter gemacht werden.

Vorteile einer Mediation

Die Konfliktlösung mittels Mediation bietet viele Vorteile: So lassen sich aufwendige und kostspielige Rechtsstreitigkeiten in oft kurzer Zeit außergerichtlich lösen. Das erspart den Konfliktparteien Geld und entlastet zudem die Gerichte. Außerdem entstehen dadurch nachhaltige Win-Win-Lösungen, bei denen es keine Verlierer:innen gibt, sondern alle Parteien in ihren Bedürfnissen wahrgenommen werden. Darüber hinaus stärkt der Mediationsprozess selbst die Beziehung zwischen den Beteiligten: Wer erlebt hat, dass ein Konflikt gemeinsam bearbeitet werden kann, gewinnt Vertrauen – in das Gegenüber und in die eigene Fähigkeit, auch künftige Spannungen konstruktiv zu bewältigen.

Mediation als außergerichtliche Streitbeilegung

Die Mediation bietet Bürger:innen die Möglichkeit, Konflikte in einem transparenten Verfahren selbst aufzugreifen und mithilfe von Mediator:innen als neutrale vermittelnde Instanz autonom zu lösen. Im Mittelpunkt stehen die Interessen und Bedürfnisse der Parteien. Es kommt bei einer Mediation nur zu einer Lösung, wenn alle Parteien zustimmen. Verständigung und Verständnis der Parteien sowie die moderative Kompetenz von Mediator:innen spielen eine entscheidende Rolle. Diese sind stets allparteilich und geben den Beteiligten keine Lösung vor.

Anwendungsfelder von Mediation

Mediation wird überall dort angewendet, wo Konflikte bestehen, so etwa in Familienangelegenheiten. Hierzu gehört insbesondere die Mediation im Bereich Trennung oder Scheidung, die Mediation rund um Erbschaftsangelegenheiten, Familienunternehmen und deren Nachfolgeregelungen, die Klärung unterschiedlichster Familienkonflikte vom Sorge- und Kontaktrecht über Geschwisterkonflikte bis hin zu Generationenkonflikten, die zum Beispiel im Bereich der sogenannten Elder Mediation Fragen der Sorge für die Eltern umfassen. Ebenfalls gesellschaftliche Themen, wie zum Beispiel Konflikte im Bereich der vielfältigen Familienkonzepte, auch unter Berücksichtigung der individuellen Identifikation (Queerness), sind alltägliche Tätigkeitsbereiche von Mediator:innen.

In der Wirtschaft im inner- als auch im zwischenbetrieblichen Bereich, also in Unternehmen, in und zwischen Teams, Abteilungen oder zwischen einzelnen Unternehmen ist Mediation gefragt.

Konflikte in der Nachbarschaft lassen sich mit Mediation häufig ebenfalls schnell und kostengünstig klären. Auch in der Stadtteil- oder Gemeinwesen-Arbeit kann eine Konfliktlösung durch eine Mediation zu einer besseren Kooperation beitragen und wieder ein konstruktives Miteinander fördern.

Weitere Bereiche, wo Mediation zum Einsatz kommt: Bauprojekte, öffentliche Verwaltung, medizinischer Bereich. An Schulen wird Mediation ebenfalls erfolgreich eingesetzt. Nicht zu vergessen ist die interkulturelle Mediation, die zugleich sensibilisiert für unterschiedliche Werte, Normen und Lebenswelten.

Außerdem wirken Mediator:innen auch präventiv in die Gesellschaft hinein: durch Trainings in gewaltfreier Kommunikation, Schulungen zu Konfliktkompetenzen in Schulen, Unternehmen und Verwaltungen, durch die Begleitung von Teams und Organisationen und durch Formate, die ein grundlegendes Verständnis füreinander fördern. In Zeiten zunehmender Polarisierung ist die Fähigkeit, einander zuzuhören und Perspektiven ernst zu nehmen, nicht nur eine professionelle Kompetenz, sondern eine gesellschaftliche Notwendigkeit.

Die Mediationsverbände im Bereich des D-A-CH Raums setzen sich zudem dafür ein, Mediation qualitativ abzusichern. Mediation ist so wichtig wie anspruchsvoll: Es bedarf eines Qualitätsniveaus, das diesen Herausforderungen professionelle Antworten bieten kann. Der Aufgabe, die Mediation fachlich zu stärken und die Bildung professioneller Mediator:innen zu unterstützen, fühlen sich die D-A-CH Verbände verpflichtet.

Der Tag der Mediation ist eine Initiative der folgenden Verbände:

Bundesverband Mediation e.V. (BM)

Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation e.V. (BAFM)

Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt e.V. (BMWA)

Deutsche Gesellschaft für Mediation e.V.

Deutsches Forum für Mediation e.V. (DFfM)

Federation Suisse Mediation (FSM)

Österreichischer Bundesverband für Mediation (ÖBM)

Österreichisches Netzwerk Mediation

Pressekontakt Deutschland:

Bundesverband Mediation e.V.
Christian Hartwig (1. Vorsitzender)
E-Mail: christian.hartwig@bmev.de
Tel. +49 (0) 163 6852518

Jörn Valldorf
Pressesprecher
+49 (0) 15565126431
joern.valldorf@bmev.de

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